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Abschaltung von Megaupload: Legale Daten vor Löschung retten

Nach der Abschaltung von Megaupload schienen alle Daten der Benutzer unwiederbringlich verloren. Gemäß vieler Medienberichte seien von der geplanten Löschung der Server auch Megaupload-User betroffen, die nur legale Dateien, wie beispielsweise Urlaubsfotos oder Textdokumente bei Megaupload gespeichert hatten. Aber offenbar besteht bald eine Möglichkeit, an diese legalen Daten wieder heranzukommen. Eine US-amerikanische Stiftung hat sich jetzt des Problems angenommen.

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Widersprüchliche Meldungen über Löschung der Megaupload-Daten

Am 1. Februar kursierten noch Meldungen, dass womöglich schon am 3. 2. 2012 alle Daten von den Megaupload-Servern gelöscht würden. Der Grund: Da das gesamte Megaupload-Vermögen im Zuge der Razzia bei Kim ‚Dotcom‘ Schmitz beschlagnahmt worden war, erhielten die Dienstleistungsfirmen Carpathia Hosting Inc. und Cogent Communications Group Inc. keine Zahlungen mehr von Megaupload. Bei diesen Unternehmen befinden sich aber die physikalischen Festplatten, auf denen die Dateien der Megaupload-User gespeichert sind. Das FBI hatte die Server nicht beschlagnahmt, sondern lediglich Dateien von ihnen kopiert.

Megaupload-Daten noch 2 Wochen lang sicher

Der Anwalt von Megaupload Ira Rothken kündigte jetzt an, dass die Dateien der User noch weitere zwei Wochen gespeichert bleiben werden, berichtet das Online-Magazin CNET.com. Dies sei zum einen im Sinne der Verbraucher, die durchaus legale Inhalte bei Megaupload gehostet haben, andererseits auch interessant im Sinne der Beweissicherung, zitiert das Magazin den Megaupload-Anwalt.

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Wie komme ich an meine legalen Daten?

Der Server-Dienstleister Carpathia hat gemeinsam mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) eine Seite eingerichtet, auf der Megaupload-User erfahren sollen, wie sie an ihre legalen Daten wieder herankommen. Unter http://www.megaretrieval.com werden unbescholtene Megaupload-User aufgerufen, mit der EFF oder Carpathia Kontakt aufzunehmen, um die momentan nicht zugänglichen Dateien zu retten. Außerdem wird auf der Seite versichert, dass eine Löschung der Dateien mindestens 7 Tage vorher angekündigt würde.

Gleichzeitig behauptet die Server-Firma Carpathia, keinen Zugriff auf die Daten von Megaupload-Usern zu haben. Megaupload-Kunden mit berechtigten Forderungen sollten sich an die EFF wenden. Hierfür wurde eine eigene Emailadresse eingerichtet: megauploadmissing@eff.org. Die Stiftung werde versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden, heißt es auf der Website.

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Ein Kommentar

  1. Aber trotz allem, das wird als die grösste Vernichtung von Dokumenten und Daten aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

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