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Achtung Zoll: Diese Souvenirs aus dem Urlaub können richtig teuer werden!

Urlaubs-Andenken und Souvenirs für die Lieben daheim können einem am Ende einer schönen Reise den Urlaub verhageln. Denn längst nicht alles, was man im Urlaub gekauft oder am Strand gefunden hat, darf in den Koffer: Korallen von den Malediven, Orchideen aus Thailand oder sogar ein Hundewelpe aus Spanien – viele Mitbringsel dürfen nicht ohne weiteres in die Heimat mitgebracht werden. Wir klären, welche Souvenirs legal sind und was man besser am Ferienort lässt.

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Tier aus dem Urlaub mitnehmen?

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Wer kennt das nicht: Der anhängliche Hund oder die süße Katze hat im Urlaubsland das Herz der Kinder im Sturm erobert. Am liebsten möchte man die kleinen Streuner gleich mitnehmen und ihnen daheim ein schönes Zuhause bieten. Doch bei aller Tierliebe gilt es einiges zu beachten. Bei der Einfuhr von Tieren kennen unsere Gesetze nämlich keinen Spaß: „Diese reichen von der Notwendigkeit eines Mikrochips bei Hunden und Katzen sowie eines EU-Heimtierausweises oder einer amtlichen Veterinärbescheinigung mit eingetragener Chipnummer (bei Tieren aus Nicht-EU-Staaten) bis hin zu einer ordnungsgemäßen und im Heimtierausweis eingetragenen Tollwutschutzimpfung“, erklärt Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Wenn das Tier bei der Einreise in ein EU-Land diese Vorschriften nicht erfüllt, dann muss der Reisende damit rechnen, dass an der Grenze der Amtstierarzt das Tier auf Kosten des Urlaubers ins Herkunftsland zurückschickt, in Quarantäne nimmt oder gar die Tötung anordnet. Bei den Kleinen dürfte da so manche Träne kullern. Außerdem stellt sich zuhause nicht selten die Frage, ob der Vierbeiner aus dem Ausland überhaupt in den heimischen Haushalt passt. Wer streunenden Tieren am Urlaubsort tatsächlich etwas Gutes tun will, kann auch die örtlichen Tierschutzorganisationen mit einer Geldspende unterstützen.

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Artenschutz im Reiseland

Nicht nur bei lebenden Tieren, auch bei der Ausfuhr verarbeiteter Materialien von Tieren und Pflanzen gilt es viele Fallstricke zu berücksichtigen: Viele Urlauber denken sich nichts dabei, den exotischen Elfenbeinschmuck, die sommerliche Muschelkette oder den Gürtel aus Schlangenleder im Reiseland zu kaufen. Doch gerade hierbei ist Vorsicht geboten: Sogar Mitbringsel, die auf den ersten Blick ganz unverfänglich wirken – etwa eine gefärbte Koralle in einem Anhänger – können besonders geschützt sein. Der Grund: Viele Tiererzeugnisse unterliegen dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen. „Dieses verbietet den Handel mit vielen Tieren ebenso wie mit deren Erzeugnissen, also Tierprodukten wie Federn oder Fellen“, erläutert die Rechtsexpertin. Wer gegen das Artenschutzabkommen verstößt, muss beim Zoll mit saftigen Bußgeldern rechnen. Auch eine Strafanzeige kann dem Urlauber drohen – und dies nicht nur bei der Einreise in Deutschland, sondern bereits im Urlaubsland selbst. Der Zoll beschlagnahmt solche Mitbringsel, allein 2011 betraf dies 21.000 geschützte Tiere und Pflanzen allein in Deutschland.

Generell gilt: Unwissenheit schützt auch im Urlaub vor Strafe nicht. Wer sich beim Urlaubs-Andenken unsicher ist, sollte sich bereits vorab im Internet beim Zoll (www.zoll.de) oder bei der Zollstelle am Flughafen erkundigen, welche Souvenirs wirklich erlaubt sind. Auch die Webpage www.artenschutz-online.de gibt Auskunft, welche Tiere und Pflanzen nicht eingeführt werden dürfen.

Lebensmittel aus dem Urlaub mitbringen?

Schinken aus Parma, Kaviar aus St. Petersburg: Auch Lebensmittel sind beliebte Souvenirs. Doch nicht alles kann unbedenklich eingepackt werden: Zwar sind eingeführte Lebensmittel aus EU-Staaten generell unproblematisch. Wer aber in ein Land außerhalb der EU verreist, sollte auf Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte als Reisemitbringsel verzichten, denn hier kann es zu ernsthaften Problemen bei der Rückreise kommen.

Als unbedenklich gelten hingegen Honig bis zu zwei Kilo, Pasta, Kuchen und Kekse. „Die Einfuhrbestimmungen sind allerdings sehr komplex und gültige Zollbestimmungen für spezielle Lebensmittel ändern sich oft kurzfristig“, räumt Anne Kronzucker ein. Deshalb sollten sich Gourmet-Reisende vor Reiseantritt über die aktuellen Zollvorschriften informieren. Auch hier hilft die Webpage des Zolls weiter. Weitere Informationen gibt es zudem auf der Webpage des Bundesernährungsministeriums (www.bmelv.de, Stichwort „Verbraucherschutz“).

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