Parkhaus-Test 2011: Wiesbaden top – Düsseldorf flop

Der ADAC hat in zehn deutschen Großstädten insgesamt 50 Parkhäuser getestet. Erschreckend: 10 Prozent der Parkhäuser im Test fielen durch. Gleich dreimal gabs sogar die schlechteste Note „sehr mangelhaft“. Einzig das Wiesbadener Parkhaus am Kurhaus erhielt die Note „sehr gut“. Das schlechteste Parkhaus Deutschlands befindet sich laut ADAC-Test ausgerechnet in der Nähe der Luxusmeile Königsallee im sonst so schicken Düsseldorf.

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Unhaltbare Zustände im schlechtesten Parkhaus Deutschlands

„Insgesamt ungepflegt und schmutzig sowie alles andere als behindertengerecht ist es genau der Typus Parkgarage, den man fürchtet“, so der ADAC in seinem heute veröffentlichten deutschlandweiten Test. Das Düsseldorfer Parkhaus an der Kreuzstraße in der Nähe der schicksten deutschen Edel-Einkaufsstraße „Kö“ schnitt am schlechtesten ab. Nur 2,9 von 100 Punkten konnte das 1964 erbaute Innenstadt-Parkhaus erreichen. Die Parkplätze selbst sind dort nur 2,25 Meter breit, statt der aktuell empfohlenen 2,50 Meter und es erfordert ordentliches Einpark-Geschick, um seinen Wagen nicht an das Auto nebenan oder die zahlreichen Betonsäulen zu setzen. Der Kofferraumdeckel stößt beim öffnen an die Parhausdecke und Eltern müssen mit dem Kinderwagen durchs schmale Treppenhaus, da der Aufzug zu schmal ist. Behindertengerecht sieht anders aus. Da stört es eigentlich kaum noch, dass sich mittlerweile deutliche Laufspuren im Boden gebildet haben und die Farbe von den Wänden abblättert.

Auto-Teile-Unger

Das Düsseldorfer Parkaus ist zwar das schlechteste im deutschlandweiten ADAC-Test, jedoch fielen auch die Parkgaragen in der Berliner Kalckreuthstraße und der Maastrichter Straße in Köln mit der Note „sehr mangelhaft“ im Test durch. Auch viele weitere deutsche Parkhäuser fielen den Testern negativ auf. Über die empfohlene Breite der Parkplätze von 2,50 Meter verfügten nur ein Drittel der getesteten Garagen. Nur die Hälfte war behindertengerecht ausgebaut. Weitere häufige Mängel waren eine mangelhafte Beleuchtung, fehlende Beschilderung und nicht überwachte Frauenparkplätze.

Es geht auch anders: Testsieger Wiesbaden

Zugegeben: Das Siegerparkaus im hessischen Wiesbaden ist nicht aus den 60er Jahren, sondern es wurde erst 2006 eröffnet. Dafür verfügt es über ausreichend breite Parkplätze, Rampen und Personal, das rund um die Uhr greifbar und sehr hilfsbereit ist. „Übersichtlich, hell, sauber und behindertengerecht“ sei die Parkgarage am Wiesbadener Kurhaus/Casino, so die ADAC-Tester.

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Mit der Note „gut“ folgen auf das einzige „sehr gut“ aus Wiesbaden, dann die Parkhäuser am Berliner Alexanderplatz und am Wiener Platz in Dresden (am Hauptbahnhof), sowie die Garage der Hannoveraner Ernst-August-Galerie, ebenfalls am Hauptbahnhof.

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Große Unterschiede bei den Preisen

Bei den Preisen ist das so geschmähte Düsseldorfer Parkaus an der Kreuzstraße wenigstens einmal top: Mit günstigen 1,60 Euro pro angefangener Stunde gehört es zu den preiswertesten im Test. Das Parkaus an der „Ernst-August-Galerie“ am Hauptbahnhof von Hannover schnitt bei den Preisen am besten ab. 1,14 Euro pro Stunde Stunde parken waren – zumindest im ADAC-Test – nicht zu schlagen. In München mussten Parkplatzsuchende knapp den dreifachen Preis zahlen. Saftige 3,10 Euro muss man in Deutschlands teuerster Stadt fürs Parken hinlegen. Im Schnitt mussten die Tester 1,83 Euro pro Stunde fürs Parken in einer der getesteten Parkgaragen zahlen.

Insgesamt fiel der Test in diesem Jahr besser aus. 2010 fielen im ADAC-Parkhaustest noch ein Viertel der getesteten Parkhäuser mit „mangelhaft“ und „sehr mangelhaft“ durch. Damals war Hamburg negativer Spitzenreiter.

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