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Augengrippe: Gefährliche Bindehautentzündung grassiert

Die Augengrippe breitet sich gerade in ganz Deutschland aus. Vor allem in Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche Fälle bekannt. Die gefährliche Bindehautentzündung wird von Adenoviren ausgelöst. Sie ist äußerst ansteckend, schmerzhaft und heilt nur langsam ab. Sie kann sogar die Sehkraft beinträchtigen.

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Augengrippe: Wie gefährlich ist die Bindehautentzündung?

Noch ist es keine Epidemie, aber die Augengrippe verbreitet sich rasant. Das liegt vor allem daran, dass die Adenoviren, die die Krankheit auslösen, sich sehr leicht übertragen. In Nordrhein-Westfalen hat sich die schmerzhafte Entzündung der Augen mittlerweile rasend in alle Landesteile verbreitet. Auch andere Bundesländer melden erste Fälle.

Die Entzündung ist sehr schmerzhaft. Die auslösenden Adenoviren der Gruppe 8 und 19 sind äußerst aggressiv. Sie sind nicht identisch mit jenen Viren, die Schnupfen verursachen. Die Augengrippe ist zwar sehr viel ansteckender als eine normale Augenentzündung, doch gegen die Viren gibt es keine wirksamen Medikamente. Dennoch sei es ratsam, sofort einen Augenarzt aufzusuchen, raten Gesundheitsämter.

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Augengrippe überträgt sich von der Hand ins Auge

Die Augengrippe ist eine infektiöse Bindehaut- und Hornhautentzündung des Auges. Die Übertragung der Adenoviren wird durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, über eine sogenannte Schmierinfektion. In erster Linie geschieht dies durch Hand-Augen-Kontakt, also ein Mensch fasst sich ins Auge und nimmt die Viren auf seiner Hand auf. Danach gibt er einem anderen Menschen die Hand und überträgt die Viren so von seiner Hand auf die Hand des anderen Menschen. Fasst dieser sich wiederum mit dieser Hand ins Auge, so ist die Übertragung aus Virensicht perfekt.

Auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher, Kameras, Kosmetika oder Brillen überträt sich der Erreger. In einigen Fällen wurde auch eine Tröpfcheninfektion nachgewiesen.

Rote Augen und Schwellung der Bindehaut sind erste Symptome

Die Inkubationszeit bei der Augengrippe beträgt zwischen 5 und 12 Tage. Erste Symptome sind rote Augen und eine ringförmige Bindehautschwellung. „Bei der Augengrippe kommt es anfangs ein- im weiteren Verlauf meist beidseitig zu Brennen, Tränen, Lichtscheue, Fremdkörpergefühl oder auch Schmerzen der Augen. Zusätzlich können die Augenlider stark anschwellen. Häufig sind auch die Lymphknoten im Hals- oder Nackenbereich druckschmerzhaft und geschwollen. In einigen Fällen treten auch allgemeine Krankheitssymptome wie Gliederschmerzen auf“, so Agenärztin Dr. Julia Huth gegenüber Bild-Online.

Kaum Möglichkeiten bei Behandlung der Augengrippe

Die Augengrippe lässt sich nur schwer behandeln. Da es sich um einen viralen Infekt handelt, helfen keine Antibiotika. Der Arzt kann nur die Symptome behandeln. Es gibt Augentropfen, die die Schmerzen lindern. Ansonsten heißt es abwarten. Die Augengrippe klingt nach zwei bis vier Wochen ab und heilt fast immer vollständig aus. Nur in extremen Fällen kann es zu einer Verschlechterung des Sehvermögens kommen. Die Bindehautentzündung klingt in der zweiten bis vierten Woche ab.

Schutz vor Augengrippe durch gute Hygiene

Gegen die Augengrippe gibt es leider keine Impfung. Zur Vorbeugung eignen sich daher vor allem Hygiene-Maßnahmen. Dazu zählt auch häufiges und gründliches Händewaschen.

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In der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) rät das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Nicht an die Augen fassen. Im Alltag geschieht dies rund 14 Mal am Tag, bei Augenbeschwerden noch häufiger.
  • Die Hände nach jeder Berührung des Auges oder der Augengegend mit Wasser und Seife waschen, bevor man andere Menschen oder Gegenstände berührt.
  • Keine öffentlichen Schwimmbäder oder Saunen besuchen.
  • Eigene Handtücher und Waschlappen benutzen. Diese sollen separat aufgehängt und mindestens bei 60 Grad gewaschen werden.
  • Papiertaschentücher und Kosmetiktücher in den Hausmüll geben und nicht im Papierkorb entsorgen.
  • Kosmetikartikel wie Creme oder Puder nicht mit anderen teilen. Augentropfen nicht mit anderen Menschen gemeinsam benutzen.
  • Keine Gegenstände mit anderen teilen, die mit dem Auge in Berührung kommen, wie Brillen, Fotoapparate oder Ferngläser.

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