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Kostenlose Auslandskrankenversicherung bei GKV ab 2013 verboten

Die Auslandskrankenversicherung ist bei Reisen außerhalb der EU wichtig. Einige gesetzliche Krankenkassen boten ihren Mitgliedern in der Vergangenheit diese Zusatzleistung kostenlos an. Damit ist es seit dem Jahreswechsel 2012/2013 vorbei. Denn das Bundesversicherungsamt hat diese Möglichkeit zum 1.1.2013 verboten. Der Grund: Die Kassen haben keine gesetzliche Grundlage, ihren Mitgliedern einen kostenlosen Auslandsschutz anzubieten. Gesetzliche Krankenkassen dürfen demnach Auslandskrankenversicherungen nur noch empfehlen. Gerade bei Fernreisen ist dieser Versicherungsschutz sehr wichtig.

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Gesetzliche Krankenversicherungen schaffen kostenlosen Auslandsschutz ab

Einige Betriebskrankenkassen (BKK) haben in den vergangenen Jahren ihre Mitglieder auch auf Reisen außerhalb der EU kostenlos mitversichert. Für die Versicherten hatte das den Vorteil, dass sie sich um die Auslandskrankenversicherung nicht selbst kümmern mussten. Der finanzielle Vorteil war nicht besonders groß. Schließlich kostet eine Auslandskrankenversicherung meist nicht mehr als 20 Euro im Jahr. Teilweise gibt es Anbieter, die sogar unter 10 Euro pro Jahr für die Auslandskrankenversicherung verlangen, wenn man im Jahr nicht länger als 6 Wochen am Stück verreist. Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Sommer 2012 Auslandsreise-Krankenversicherungen getestet.

Da die Gesetzlichen Krankenkassen ihren Mitgliedern jetzt keine Gratispolicen mehr fürs Ausland anbieten dürfen, müssen sich die Versicherten nun selbst um ihre Auslandskrankenversicherung kümmern. In den meisten Fällen haben die Krankenkassen ihre Mitglieder zwar über die Neuerung informiert. Dennoch ist es ratsam, vor der nächsten Urlaubsreise zu überprüfen, ob man ausreichend abgesichert ist und die Krankenversicherung am Urlaubsort greift.

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Krankenversicherung im EU-Ausland

Mit der EU-Gesundheitskarte ist man als gesetzlich Versicherter im EU-Ausland und in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, krankenversichert. Zumindest auf dem Papier. In der Realität kann es aber durchaus Probleme geben, wenn man im Urlaub in einem EU-Land erkrankt. Denn die deutsche GKV zahlt in der Regel nur die Kosten, die auch bei einer Behandlung in Deutschland angefallen wären. Landet man im Ausland in einer Privatklinik oder kommt es zu Behandlungen, die in Deutschland unüblich sind, kann das teuer werden. Denn den Rest der Rechnung muss der Versicherte selbst zahlen, wenn er sich nicht zusätzlich privat abgesichert hat. Besonders teuer kann etwa bei einem Unfall der Rücktransport ins Heimatland werden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich auch für Reisen ins EU-Ausland eine Auslandskrankenversicherung zulegen. Denn diese deckt in der Regel auch den Transport zum Arzt oder ins Krankenhaus ab.

Auslandskrankenversicherung ist bei Fernreisen ein Muss

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit außerhalb der EU kann mitunter ein tiefes Loch in die Reisekasse reißen. In einigen Fällen führte das in der Vergangenheit sogar zum finanziellen Ruin. Denn für Behandlungen in Ländern, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabgkommen hat, kommt die GKV überhaupt nicht auf. Im Falle einer Operation oder eines längeren Krankenhausaufenthalts können so mehrere tausend Euro zusammenkommen. Mit einer Auslandskrankenversicherung kann man dieses finanzielle Risiko deutlich minimieren.

Die Leistungen der verschiedenen Auslandskrankenversicherungen unterscheiden sich meist nur im Detail. In der Regel werden alle Behandlungs- und Medikamentenkosten erstattet, wenn man die Rechnungen nach dem Urlaub bei der Versicherung einreicht. Hierzu zählen bei den meisten Versicherern die Kosten für ambulante ärztliche Behandlungen, Röntgendiagnostik, Operationen, ärztlich verordnete Arznei-, Verband- und Heilmittel, schmerzstillende Zahnbehandlungen, einfache Füllungen, Reparaturen von Zahnersatz, ärztliche Leistungen, Sachmittel, Unterbringung und Verpflegung bei einem Krankenhausaufenthalt sowie Transporte zum nächsten Krankenhaus oder Notarzt. Bei besonders schweren Erkrankungen oder Unfällen zahlen die Versicherungen bei Bedarf auch den Rücktransport nach Deutschland.

Versicherungsklauseln beachten

Bevor man eine Auslandskrankenversicherung abschließt, sollte man auf das Kleingedruckte achten. Einige Versicherungen schließen beispielsweise die Aufnahme bei bestimmten Vorerkrankungen aus. In einigen Fällen gibt es auch Altersgrenzen für die Versicherten. Wer mit Kindern verreist, sollte darauf achten, dass bei einer Erkrankung der Eltern auch die Betreuung der Kinder erstattet wird. Am wichtigsten ist aber die Erstattung des Rücktransports – vor allem, wenn man in Länder verreist, die niedrigere Gesundheitsstandards haben als Deutschland.

 

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