Bahn-Preiserhöhung: So sparen Sie trotzdem bei Bahntickets

Bahnkunden müssen ab dem 2. Advent mehr zahlen. Denn am 9. Dezember erhöht die Deutsche Bahn die Preise für ihre Tickets. Ein Fahrschein kostet künftig durchschnittlich 2,9 Prozent mehr. Bahncards werden im Durchschnitt um 2,4 Prozent teurer. Die Bahn begründet die Preiserhöhungen mit steigenden Energiekosten. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Preiserhöhung und stellt fest, dass die Qualität bei der Bahn immer noch zu wünschen übrig ließe, heißt es in Medienberichten. Dennoch gibt es weiterhin viele Wege, um beim Bahnfahren Geld zu sparen. Hier die wichtigsten Tipps zu Schnäppchen-Tarifen und anderen Sparmöglichkeiten.

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Sparen mit Sparpreisen ab 19 Euro

Trotz der Preis-Steigerungen will die Bahn an ihren Spar-Angeboten ab 29 Euro im Fernverkehr festhalten. Hierbei gilt nach wie vor: Nur wer frühzeitig bucht, hat gute Chancen ein Billig-Bahnticket zu ergattern. Erfahrungsgemäß sind die begehrten 29-Euro-Tickets für Fahrten übers Wochenende oder vor bzw. nach Feiertagen ziemlich schnell ausverkauft. Wer zu zweit reist kann noch mehr sparen: Im Doppelpack gibt es Sparpreise schon ab 49 Euro. Wer eine Bahncard 25 hat, bekommt auf diesen Preis auch noch 25 Prozent Rabatt. Bei Strecken unter 250 Kilometern bietet die Deutsche Bahn sogar Fahrscheine ab 19 Euro an. Nachteil: Spartickets gelten nur mit Zugbindung – wer bei der Wahl des Zuges flexibel bleiben will, sollte andere Sparmöglichkeiten nutzen. Bahnfahrten ins europäische Ausland gibt es ab 39 Euro. Diese Spartickets kann man frühestens drei Monate vorab buchen und spätestens drei Tage vor Antritt der Bahnreise.

Sparen mit der Bahncard

Wer mehr als ein Mal im Jahr auf die Bahn angewiesen ist, sollte in Betracht ziehen, sich eine Bahncard zuzulegen. Auch wenn böse Zungen behaupten, dass die Bahncard in Wahrheit eine Jahresgebühr ist, um überhaupt zu vernünftigen Preisen Bahnfahren zu können – zweifellos lässt sich damit viel Geld sparen. Die Bahncard 25 (BC25) kostet laut Pressemitteilung der Bahn in Zukunft 60 Euro pro Jahr. Damit spart man 25 Prozent auf alle Bahntickets – auch auf Sparpreise. Je nach Ticketpreis kann sich eine Bahncard 25 schon ab der ersten Fahrt lohnen. Ob sich eine Bahncard lohnt, kann man mit dem kostenlosen Bahncard-Rechner auf der Website der Deutschen Bahn herausfinden.

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Die Bahncard 50 (BC50) kostet künftig 247 Euro pro Jahr. Damit spart man immerhin 50 Prozent bei Zugtickets. Allerdings lässt sich die Bahncard 50 nicht mit anderen Rabatt-Aktionen, wie etwa Sparpreisen kombinieren. Vorteil: Man ist flexibler unterwegs, weil bei BC50-Tickets keine Zugbindung besteht. Die Bahncard 50 lohnt sich für Reisende, die regelmäßig die Bahn nutzen und auch mal kurzfristig ein Zugticket buchen. Wenn der Ehe- oder Lebenspartner bereits eine Bahncard 50 hat, bekommt man die Karte zum ermäßigten Preis von künftig 125 Euro. Dieser Sonderpreis gilt auch für Studenten und Senioren. Der reduzierte Preis für die Bahncard 25 beträgt 40 Euro.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren können die Fahrkarte ihrer Eltern oder Großeltern eingetragen werden und fahren dann kostenlos. Wenn sie ohne Begleitung fahren, gibt es immerhin einen Rabatt von 50 Prozent. Außerdem gibt es eine Jugend-Bahncard 25, die einmalig zehn Euro kostet und bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag gilt.

Sparen mit ÖPNV-Tickets

Wer viel Zeit hat und auch mehrere Umstiege nicht scheut, für den könnte ein Schönes-Wochenend-Ticket die Alternative zu steigenden Bahnpreisen sein. Mit dem Ticket können bis zu 5 Personen am Samstag oder Sonntag alle Nahverkehrszüge der Bahn nutzen. Bislang kostete der Wochenend-Fahrschein 40 Euro am Automaten oder im Internet, am Schalter waren 42 Euro fällig. Zeitungsberichten zufolge wird sich das Wochenend-Ticket ab dem 9.12. auf 42 Euro am Automaten/im Internet sowie auf 44 Euro am Fahrkartenschalter verteuern.

Eine Alternative zum Schönes-Wochenende-Ticket (SWT) sind die sogenannten Ländertickets der Bahn, die ebenfalls für bis zu 5 Personen gelten. Diese heißen je nach Bundesland unterschiedlich und kosten bislang ab 21 Euro, nach der Fahrpreiserhöhung werden es 1-2 Euro mehr sein. Sie können auch an Wochentagen gelöst werden, sind allerdings dann erst ab 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetags gültig. Ähnlich wie beim SWT gelten die Ländertickets nur für den Nahverkehr, aber nur in einem bestimmten Bundesland bzw. Region. In einigen Ländern, wie in NRW kann man damit sogar den gesamten ÖPNV inklusive Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen nutzen.

Sparen mit dem Quer-durchs-Land-Ticket

Ähnlich wie mit dem Länderticket kann eine Person auch mit dem Quer-durchs-Land-Ticket an einem Werktag den gesamten Nahverkehr nutzen. Und das sogar deutschlandweit! Das Ticket kostet für eine Person künftig 42 Euro. Maximal vier weitere Personen können mitfahren, müssen aber jeweils sechs Euro zusätzlich zahlen.

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Sparen mit Mitfahrern

Was Mifahrzentralen bei PKW-Fahrten anbieten, gibt es auch für Bahnkarten: Schließlich sind Gruppenreisen bei der Bahn oft billiger. So kann man über Seiten wie www.mitbahnen.de oder www.mitbahnzentrale.de andere Reisende finden, mit denen man sich beispielsweise ein Schönes-Wochenende-Ticket teilt.

Sparen mit Bahn-Konkurrenz HKX

Auf einigen Strecken kann man auch die Konkurrenz der Bahn nutzen und Geld sparen. So bietet beispielsweise die Privatbahn HKX Tickets von Köln nach Hamburg ab 18 Euro an. Wer diese Schnäppchentickets ergattern will, sollte aber einige Zeit im Voraus buchen und möglichst unausgelastete Reisetermine wählen. Vor bzw. nach Wochenenden oder Feiertagen sind die Billigfahrscheine auch bei HKX nur schwer zu bekommen. Doch auch zum regulären Preis kann das Angebot der Privatbahn gerade für Reisende ohne Bahncard attraktiv sein. Im kommenden Jahr will ein weiterer Bahn-Konkurrent mit Verbindung von Köln nach Hamburg und Berlin auf den Markt kommen. Train4you soll das Projekt der MSM-Gruppe heißen und ebenfalls eine günstige Alternative zur Deutschen Bahn sein.

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