Börsen brechen weltweit ein

Schock für Anleger und Verbraucher: Der Dow Jones Index in New York und der Londoner FTSE 100 schlossen zwei Prozent im Minus, der EuroStoxx 50 verlor mehr als fünf Prozent, ebenso der französische Aktienindex CAC 40. Ebenso hart traf es den Deutschen Aktienindex (DAX). Dieser ist heute um fünf Prozent gefallen. Am Handelsplatz in Frankfurt am Main fiel der deutsche Leitindex zwischenzeitlich auf 5816 Punkte. Vor allem die Aktien von Finanzinstituten waren betroffen. Die Börsen reagierten auf die gestrige Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou eine Volksabstimmung über das vereinbarte Sparpaket durchzuführen.

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DAX im Keller

Die Griechen haben derzeit die Märkte in der Hand, so scheint es. Die gestrige Meldung aus Atrhen hatte esw aber auch in sich. Der griechische Ministerpräsident Giorgis Papandreou will sein meuterndes Volk abstimmen lassen über die jüngst in Brüssel verabschiedeten Finanzhilfen für Griechenland und die dazugehörigen Bedingungen der Geldgeber-Länder. Die Stimmung in Griechenland deutet derzeit eher darauf hin, dass das Volk den Deal platzen lässt. Genau das fürchten auch die Märkte. Genauer: Sie fürchten wieder einmal nichts mehr als das Ungewisse. Die derzeit unabsehbaren Folgen für die EU, die Weltwirtschaft und den Euro. Denn auch die Gemeinschaftswährung brach nämlich kräftig ein. Während ein Euro am Montag noch 1,39 Dollar wert war, liegt er heute gerade einmal noch bei 1,36 Dollar.

Halten? Kaufen? Verkaufen?

Derzeit einen Rat in Sachen Aktiengeschäften zu erteilen gleicht purer Kaffeesatzleserei. Die Aktien vieler vor Kraft strotzender Unternehmen sind im Keller. Gerade die Aktien deutscher Industriegiganten wie ThyssenKrupp, BASF oder auch Volkswagen und Daimler sind im Moment wahre Schnäppchen. Sollte man zumindest meinen. Allerdings ist die Weltwirtschaft zur Zeit ein Pulverfass, dass jederzeit droht zu explodieren. Gerade schien die griechische Lunte gelöscht, schon gibt es eine neue Zündelei aus Athen. Wer derzeit in Aktien anlegt, sollte dies langfristig tun. Es kann nämlich jederzeit zu weiteren Einbrüchen und Verlusten kommen. Nichts desto trotz sind Aktien von gesunden Unternehmen derzeit äußerst günstig zu haben. Unser Tipp: Halten oder kaufen, ins Depot legen und erst wieder in einem Jahr nachschauen!

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Anlage-Alternativen sind mau

Die Alternativen zur Anlageform Aktie sind ebenso undurchsichtig. Der Goldrausch scheint vorerst gebremst. Der Kurs hat deutlich nachgegeben. In den letzten beiden Monaten verlor die Feinunze Gold fast 150 Dollar an Wert. Das Risiko ist äußerst schlecht kalkulierbar, da dabei ausschließlich auf Kurserträge gesetzt wird und sich momentan viele Neulinge im Goldmarkt eingekauft haben, die recht nervös agieren.

Die Zinsen für langjährige Festgeldanlagen sind auch nicht gerade rosig. Im besten Fall gibt es 4,5 Prozent Zinsen auf 5-jährige Anlagen. Von Tagesgeld ganz zu schweigen. Immerhin ist diese Anlageform ein sicherer Hafen. Die meisten Institute sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds. So sind Anlagen bis zu 250.000 Euro einigermaßen sicher im Fall einer Bankenpleite.

Dann wären da noch Immobilien. Vor zwei Jahren galten sie noch als das Non plus ultra für eine sichere, langfristige Anlage. Damals zurecht, wie man heute weiß. Die deutschen Immobilienpreise sind nämlich in den attraktivsten Regionen zum Teil um bis zu 30 Prozent nach oben geschossen, so dass hier kaum noch Luft nach oben sein dürfte. Momentan sind Immobilien also auch nicht gerade sehr renditestark, es sei denn, man hat zuviel Geld übrig und will das Haus oder die Wohnung selbst bewohnen. Dann spart man zumindest die Miete.

Entspannt abwarten was passiert

Der Blick der weltweiten Märkte richtet sich nun einmal mehr auf Europa. Nimmt die griechische Tragödie bald ein Ende? Was ist mit Italien? Zieht die drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum die Gemeinschaftswährung ins Verderben? Oder wird dies Frankreich besorgen, das derzeit um sein Top-Rating bangt? Keiner hat Antworten auf diese Fragen. Insofern bleibt nur eins: abwarten!

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