Dampfgarer im Test: Günstig muss nicht schlecht sein

Essen, das im Wasserdampf gegart wird, gilt für viele Verbraucher als besonders gesund. Gemüse behält Farbe und Vitamine und bleibt schön knackig. Fleisch und Fisch können fettarm zubereitet werden und sind dann durchaus figurfreundlich. Doch wie steht es um die Bedienbarkeit der Geräte? Gelingt das Essen wirklich so schnell und einfach, wie die Werbung es verspricht? Die Stiftung Warentest hat 20 Dampfgarer jetzt auf Herz und Nieren getestet.

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Gute Dampfgarer schon unter 50 Euro

Die Tester der Stiftung Warentest haben für Verbraucher mit kleinem Geldbeutel gute Nachrichten: Für Fans von Dampfgarern muss es nicht gleich das teure Einbaugerät sein. Auch einige günstige Tischgeräte haben beim Test gute Ergebnisse geliefert.

Sie sind nach Angaben der Tester recht einfach per Drehschalter oder Tastendruck zu bedienen. Einige Modelle verfügen auch über automatische Garprogramme – praktisch bei Geräten, die über mehrere Garkammern verfügen, wie beispielsweise dem Dampfgarer von Morphy Richards: Am Ende sind Gemüse, Fleisch und Kartoffeln gleichzeitig fertig.

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Einbaugeräte erst ab knapp 1000 Euro

Wer seine Küche mit einem schicken Einbau-Dampfgarer schmücken möchte, muss schon tiefer in die Tasche greifen. Die getesteten Geräte kosteten zwischen 970 Euro und 1710 Euro. Damit sich eine solche Anschaffung lohnt, sollte man das Gerät regelmäßig nutzen.

Weiterer Nachteil einiger Einbaugeräte: Die Handhabung ist nicht immer ganz einfach: So sind die Wasserbehälter der getesten Geräte von AEG und Küppersbusch in vollem Zustand nur schwerlich tragen, ohne dabei die Küche vollzutropfen. Der Grund: Die Behälterdeckel schließen nicht dicht ab, so die Tester der Stiftung Warentest.

Und noch ein Minuspunkt für die Einbaugeräte: Sie ziehen im Standby-Betrieb ständig Strom, weil sie sich nicht ganz ausschalten lassen. Pro Jahr fressen die Geräte von De Dietrich und Oranier beispielsweise jeweils 13 Kilowattstunden Strom. Dies entspreche etwa 3,30 Euro im Jahr.

Immerhin können die Einbaugeräte auch mit Temperaturen unter 100 Grad dämpfen. Das ist praktisch, wenn man selbst Joghurt herstellen möchte oder Früchte einkocht. Extras wie Kindersicherung, Uhrzeit und Garprogramme gehören zu den Standards der Einbaugeräte.

Die besten Dampfgarer: Tischgeräte

Für kleine Haushalte empfiehlt die Stiftung Warentest den Braun FS20, der bereits für unter 60 Euro erhältlich ist. Bei dem Gerät sind alle Dampf-Einsätze aus Polypropylen und er verbraucht wenig Strom. Nachteil: Garprogramme sucht man vergeblich und er besitzt keine Warmhaltefunktion.
Testurteil: GUT (2,2)

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Ebenfalls gut bewertet, allerdings etwas teurer ist das Gerät der Firma Morphy Richards für etwa 150,- Euro. Der Dampfgarer verfügt über sieben Garprogramme und besitzt zwei Dampfkörbe auf einer Ebene. Das Gerät punktet mit viel Zubehör, einem Display sowie einer Warmhaltefunktion.
Testurteil: GUT (2,2)

Für Fans aromatischer Kost ist der Philips HD9140/91 für ca. 80 Euro empfehlenswert. Der Dampfgarer verfügt über einen Einsatz für Kräuter und Gewürze. Wegen seinen zusätzlichen Garbehältern ist er auch für Familien geeignet. Das Gerät bietet fünf Garprogramme und eine Warmhaltefunktion.
Testurteil: GUT (2,2)

Sehr günstig und immer noch gut bewertet ist der Severin DG 2428 für ca. 46 Euro. Die drei großen Dampfkörbe sind für Familien geeignet. Es gibt sechs Garprogramme, Startzeitvorwahl sowie ein Display samt Uhr. Als ungünstig erschien den Testern das umständliche Stapeln der Behälter mittels Stapelringen. Außerdem verfügt das Gerät über keine Warmhaltefunktion.
Testurteil: GUT (2,3)

Die besten Dampfgarer: Einbaugeräte

Testsieger unter den Einbaugeräten ist der Bosch HBC24D553 für ca. 1090 Euro. Die Tester loben die Dämpfleistung und die sehr gute Anleitung. Bemängelt wurde das fehlende Rost, und die ungenau herunterzählende Garzeit im Display.
Testurteil: GUT (2,2)

Gut, aber deutlich teurer schnitt der Bauknecht ESTM 8145 PT für ca. 1300 Euro ab. In der Dämpfleistung war er der Testsieger. Bemängelt wurde die blickdichte Tür, durch die man die Speisen beim Dämpfen nicht sehen kann. Außerdem empfanden die Tester die Anleitung als schlicht.
Testurteil: GUT (2,4)

Das teuerste gute Einbaugerät unter den Dampfgarern war im Test der Miele DG 5061 für stolze ca. 1680 Euro. Die Programme wurden von den Testern als detailliert empfunden, die Grundausstattung ist umfangreich: vier Behälter sowie ein Rost. Leider ist auch hier die Tür blickdicht und der Wasserbehälter relativ schwer.
Testurteil: GUT (2,4)

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