Auto-Rotes-Kennzeichen

Das ändert sich 2012 für Ihr Auto

Auch für des Deutschen liebstes Kind, das Auto, ändert sich in diesem Jahr so einiges. Dabei ist manches aus Verbrauchersicht positiv, vieles andere hingegen eher nicht. Als erfreulich kann man wohl sehen, dass bei abgelaufenem TÜV künftig die Doppelbestrafung wegfällt. Auch die Einführung von Wechselkennzeichen verspricht viel Gutes. Dass jedoch die KfZ-Steuer wieder steigt und viele weitere oder erweiterte Umweltzonen in den Städten kommen, kann zumindest die Autofahrer nicht beglücken. Das ändert sich 2012 bei Ihrem Auto – unser Überblick!

Werbung

Doppelstrafe bei versäumtem TÜV fällt weg

Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Wer zu spät zum TÜV kam, wurde bisher in Deutschland sogar gleich doppelt bestraft. Zum einen gibts das fette Bußgeld und zum anderen wurde die Plakette nach der nachgeholten und bestandenen Hauptuntersuchung dann auch noch zurückdatiert auf das Datum, an dem die letzte TÜV-Plakette ausgelaufen ist. Ab sofort ist damit Schluss. Das Bußgeld gibts zwar weiterhin, aber die widersinninge Rückdatierung fällt weg. Immerhin hat man sein Auto ja auch aktuell checken lassen. Negativ: Wer seinen HU-Termin um mehr als 2 Monate überschreitet, muss nun zusätzlich einen 20 prozentigen Säumniszuschlag bezahlen.

Wechsel-Kennzeichen für gleiche Fahrzeuge

Eine positive Änderung gibt es für all diejenigen, die zwei gleiche Autos ihr Eigen nennen. Während diese in der Vergangenheit zwei Kennzeichen brauchten, gibt es jetzt Wechselkennzeichen. Das ist zum Beispiel interessant für Oldtimer-Besitzer, die künftig einfach nur noch ein Auto anmelden müssen und dann für die Spritztour einfach das einheitliche Kennzeichen auf das jeweils benutzte Auto anschrauben.

Werbung

Voraussetzung dafür ist, dass die Nummernschilder die gleiche Größe haben und die Fahrzeuge gleichen Typs sind. Also zwei Wohnmobile könnten die selben Nummernschilder benutzen, zwei Motorräder auch – ein Auto und ein Motorrad könnten sich jedoch nicht untereinander „aushelfen“.

Sparen kann man dadurch bei der KfZ-Versicherung, da immer nur ein Fahrzeug zeitgleich im öffentlichen Raum abgestellt und gefahren werden kann, nämlich das, an dem gerade das Wechsel-Nummernschild angebracht ist. Die KfZ-Steuer fällt hingegen für beide Fahrzeuge an.

Umweltzonen und Baustellen werden größer

Die Umweltzonen in Deutschland werden auch in 2012 weiter ausgeweitet. Einzelnen Städten wie Frankfurt, Stuttgart, Osnabrück und Krefeld sind bereits komplette Umweltzonen und man darf nur noch mit grüner Plakette hineinfahren. Weitere Städte wie München (Oktober 2012) werden folgen. Der ADAC hält Umweltzonen für nicht sinnvoll, da „sie nicht zu einer nennenswerten Verbesserung der Luftqualität beitragen“, so der Verband. Der ADAC hatte dies bereits 2009 in eigener Studie zur Wirksamkeit der Umweltzonen belegt.

Erfreulich für Autofaher wiederum: Auch die Baustellen werden ausgeweitet, besser gesagt, die Fahrbahnspuren werden verbreitert. Bislang war eine Mindestbreite der einzelnen Fahrbahnen auf Baustellen der Bundesautobahnen von 2,50 vorgeschrieben. Seit 2012 gilt nun eine Mindestbreite von 2,60 Meter. Die Verbreiterung der Fahrbahnstreifen trägt der Tatsache Rechnung, dass Autos ebenfalls immer breiter werden. Künftig dürfen Autos mit einer Breite von 2,10 Meter in solchen Baustellenbereiche auf der linken Spur fahren, bislang war dies nur Fahrzeugen gestattet, die zwei Meter breit waren.

Kfz-Steuer steigt

Die meisten Neuwagenkäufer müssen seit Januar etwas tiefer in die Tasche greifen. Grund: Die Kfz-Steuer erhöht sich für die meisten Modelle. Hintergrund ist eine Änderung bei der CO2-Abgabe. Wer über dem Grenzwert liegt muss eine CO2-Abgabe leisten. Seit Januar liegt die Grenze bei 110 Gramm CO2 pro Kilometer. Für jedes weitere Gramm fallen zwei Euro pro Jahr an. Bisher galt der günstigere Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer.

Werbung

Zuschuss für Rußpartikelfilter kommt zurück

Seit Januar gibt es ebenfalls wieder eine Förderung von Rußpartikelfiltern bei Diesel-PKW und -Nutzfahreugen, wie verbraucher-papst.de bereits im November berichtete. Ab sofort gibt es wieder einen staatlichen Zuschuss für die Nachrüstung eines Rußpartikelfilters. Immerhin 330 Euro gibt es, das entspricht ungefähr der Hälfte der anfallenden Kosten bei der Umrüstung. Alle Fahrzeuge, die ab jetzt umgerüstet werden haben Anspruch auf die 330 Euro Fördergeld. Leider gibt es das entsprechende Antragsformular noch immer nicht auf der Seite der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die Behörde teilte aber mit, dass das Formular zum 1. Februar 2012 auf der Internetseite zur Verfügung gestellt wird.

Europäische Bußgeld-Union

Europa wächst weiter zusammen, wenn auch erstmal nur zum Leidwesen vieler Autofahrer. Die vier restlichen EU-Länder, in denen bislang eine grenzüberschreitende Vollstreckung der Knöllchen noch nicht möglich war (Italien, Griechenland, Belgien und Irland), sind nun der EU-weiten Regelung zum Austausch von Bußgeldbescheiden, in der Boulevardpresse „Bußgeld-Union“ genannt, beigetreten. Damit steht einer flächendeckenden Bußgeld-Vollstreckung der Knöllchen im Ausland zumindest innerhalb der Europäischen Union nichts mehr im Wege. Kleiner Trost: Das im Ausland erhobene Bußgeld, wird in Deutschland vollstreckt, wandert aber nicht etwa ins Ausland, sondern kommt dem deutschen Staatshaushalt zugute.

Check Also

Sicheres Fahrradschloss

Fahrradschlösser-Test: Stiftung Warentest findet nur vier gute

Fahrradschlösser sind wichtig. Sie sollten sicher sein und nicht einfach geknackt werden können. Doch leider …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.