Die sichersten und die gefährlichsten Airlines

Die gute Nachricht vorweg: Nie war fliegen sicherer als heute! Das ist das Ergebnis der alljährlichen Flugunfallstatistik. In der zivilien Luftfahrt starben im vergangenen Jahr 498 Menschen, so das international renommierte Flugunfallbüro JACDEC, das jedes Jahr weltweit Daten über Flugzeugabstürze sammelt und auswertet. Im Vorjahr waren noch 829 Passagiere bei Flugunfällen ums Leben gekommen. Erstmals seit 1964 gab es in der zivilen Luftfahrt auch keinen Großunfall mit mehr als 100 Toten mehr. Unfälle ereigneten sich meist mit Maschinen älteren Baujahrs. In die Top 10 der sichersten Fluglinien weltweit hat es auch eine deutsche Airline geschafft: Air Berlin landet auf dem sicheren neunten Platz. Kurz dahinter auf Platz 12: Die Lufthansa. Auch sie hat damit sehr gut abgeschnitten.

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Die sichersten Airlines der Welt

In eine Maschine der japanischen All Nippon Airways kann man getrost einsteigen. Die Airline ist nach dem JACDEC-Ranking die sicherste der Welt. Im letzten Jahr hat sie kein Flugzeug verloren und auch kein Passagier kam ums Leben. Der letzte Flugzeugverlust dieser Airline liegt übrigens bereits 40 Jahre zurück.

Auf den Plätzen 2 bis 10 folgen dann „Finnair“, die Airline „Cathay Pacific“ aus Hong Kong, „Etihad Airways“ aus Abu Dhabi und die chinesische „Hainan Airlines“, die US-amerikanische „JetBlue Airways“, „Emirates“ aus Dubai, die australische Billigfluglinie „Virgin Blue“, sowie die deutsche „AirBerlin“ und die „Air New Zealand“. Alle ebenfalls mit 0 Flugzeugverlusten und 0 Toten seit Gründung der Airline oder zumindest in den vergangenen 30 Jahren.


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Die Verlierer-Airlines im Vergleich

Das JACDEC-Ranking umfasst 60 Plätze. Die letzten 10 Plätze belegen „Philippine Airlines“ (Platz 51) mit 8 Flugzeugverlusten und 74 Toten, „Saudi Arabian Airlines“ (Platz 52)mit 4 verlorenen Fliegern und 310 getöteten Passagieren, auf Platz 53 dann „Turkish Airlines“ mit 6 Maschinen und 207 Toten, „Korean Air“ auf dem Platz 54 mit 9 abgestürzten Maschinen und 686 Toten, „Garuda Indonesia“ (Platz 55): 9 Maschinen und 309 Tote. Schließlich folgen bei den personenbefördernden Airlines als glanzlose Schlusslichter noch „Air India“ (Platz 57 – 4 Flieger – 346 Tote), China Airlines (Platz 58 – 8 Flieger – 753 Tote), „TAM Airlines“ aus Paraguay (Platz 59 mit 6 verlorenen Flugzeugen und 336 Toten) und schließlich „Egypt Air“, die in diesem Ranking mit 6 abgestürzten Maschinen und 293 Todesopfern am schlechtesten abschnitt.

Zur Erklärung: Zu der Anzahl der Todesopfer und der komplett verlorenen Maschinen werden noch „kleinere“ Unfälle hinzugezählt, so dass nicht die Airline mit den meisten Toten oder die mit den meisten verlorenen Maschinen die schlechteste ist. Die Zahl der verlorenen Flugzeuge und der Todesopfer bezieht sich auf den Zeitraum der letzten 30 Jahre.

Langstreckenflüge statistisch sicherer als Kurzstrecken

Die meisten schweren Unfälle mit Todesopfern ereigneten sich auf Extrem-Kurzstrecken unter 500 Kilometern, den sogenannten Regionalstrecken. Äußerst erfreulich ist, dass alle Passagiere, die im letzten Jahr einen Langstreckenflug gebucht hatten, lebend ihr Flugziel erreicht haben. Keinen einzigen Toter gab es bei Langstreckenflügen zu beklagen. Grund dafür dürfte neben einer ausgefeilteren Technik bei der Flugüberwachung in den von den Airlines eingesetzten Langstrecken-Jets auch der Einsatz erfahrenerer Piloten sowie eine sich immer weiter verbreitende Sicherheitskultur sein.

 

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