DNS-Virus: Millionen Deutsche machen kostenlosen PC-Viren-Test

Die kostenlose Testseite gegen das Computervirus DNS-Changer ist ein voller Erfolg. Bis zum Abend haben bereits mehr als 8 Millionen Deutsche den Virentest gemacht. Der PC-Selbsttest ist kostenlos und dauert nur wenige Sekunden. Erscheint ein grüner Balken mit „Ihre DNS Konfiguration ist korrekt“, so ist der PC nicht mit dem Virus infiziert. Erscheint ein roter Balken, dann hat man das DNS-Changer-Virus auf seinem Computer und muss es bis zum 8. März 2012 wieder los werden, sonst kommt man nicht mehr ins Internet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundeskriminalamt (BKA) rufen daher dringend alle deutschen Internetnutzer dazu auf, den kostenlosen Selbsttest (Link siehe unten) durchzuführen.

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Ab 8. März keine Verbindung mehr ins Internet

Das Computervirus “DNS-Changer” hat unbemerkt die Rechner von Millionen Internet-Nutzern weltweit infiziert. Das FBI hat im November die Bande der Internetkriminellen, die das Virus programmiert und verbreitet hatten, hochgehen lassen. Das Virus bewirkt, dass der Datenverkehr von Internetnutzern umgeleitet wird und über fremde Server läuft. Mit dem DNS-Changer (Domain Change System Changer) kontrollierte die Schadsoftware jeden Webseiten-Aufruf vom infizierten PC und konnte den User unbemerkt auf andere, zum Beispiel gefälschte Internetseiten umleiten. Auch die Installation anderer Schadprogramme wie zum Beispiel Spyware und Trojaner war möglich. Seit November besteht diese Gefahr nicht mehr, da das FBI die Betrüger festgenommen hat. Die Server konnten jedoch leider nicht stillgelegt werden, da sonst weltweit Millionen Internetnutzer nicht mehr ins Netz gekommen wären. Das FBI betreibt die Server daher weiter. Allerdings nur bis zum 8. März. Danach steht jeder, der das DNS-Virus noch auf seinem PC hat, ohne Internetverbindung da.

Über 40 Millionen Deutsche müssen den Test noch machen

In Deutschland gibt es derzeit mehr als 50 Millionen Internetnutzer. Bis zum Abend haben bereits über 8 Millionen den kostenlosen und schnellen Selbst-Test durchgeführt. Die genaue Zahl der hierzulande infizierten Computer ist unklar. Das FBI geht von rund 33.000 DNS-Virus-Rechnern in Deutschland aus. Trotz des großen Erfolgs gestern und heute haben noch rund 42 Millionen Deutsche den kostenlosen PC-Test nicht gemacht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ruft daher derzeit alle deutschen Internetnutzer, die bisher nicht den Schnelltest durchgeführt haben, dazu auf, ihren Computer auf das DNS-Virus zu testen. Der Test selbst dauert nur wenige Sekunden.

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Kostenlose Anti-Viren-Software bereitgestellt

Der Selbst-Test ist gratis und geht sehr schnell. Ein kurzer Klick auf die vom Bundeskriminalamt, des BSI und der Deutschen Telekom gemeinsam betriebenen Website www.dns-ok.de zeigt, ob der eigene Rechner infiziert ist oder nicht. Ein grüner Balken mit der Information „Ihre DNS Konfiguration ist korrekt“, wie im Foto abgebildet zeigt, dass alles im grünen Bereich ist. Der PC ist nicht infiziert und man wird auch noch nach dem 8. März problemlos im Internet surfen können.Jetzt gratis Fußball Quiz spielenSteht nach dem Klick auf die Seite aber dort auf rotem Balken „ACHTUNG: Ihre DNS Konfiguration ist manipuliert“ (siehe Foto oben), so ist der Rechner infiziert und man hat ein Problem. Im Test unter dem Balken gibt es dann Handlungsanweisungen. Damit man den DNS-Changer-Virus entfernen kann, stellt der Verband der deutschen Informationswirtschaft (eco) in Kooperation mit der Deutschen Telekom und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für Windows- und Mac-Nutzer kostenlos Anti-Viren-Software gegen das DNS-Virus zum Download bereit:

Für Windows-Nutzer: DE-Cleaner Download

Für Mac OS X Nutzer: DNSChanger Removal Tool

Das DNS-Changer-Virus ist allerdings so programmiert, dass er mit Hilfe sogenannter Rootkits tief im Betriebssystem des Rechners verankert sein kann. Eine komplette Entfernung des Schädlings könnte sich daher schwierig gestalten. Im schlimmsten Fall muss nach einem Backup der persönlichen Daten die Festplatte formatiert und das Betriebssystem neu aufgespielt werden.

Link zum kostenlosen DNS-Changer-Viren-Test

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Was von den Gerüchten zu halten ist, die derzeit im Netz kursieren, hinter dem kostenlosen Anti-Viren-Test verberge sich ein Bundestrojaner, der sich dann heimlich auf dem PC einnistet, dazu bezieht der IT-Experte der Ruhr-Uni Bochum, Professor Dr. Thorsten Holz hier Stellung.

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