Elektronische Lohnsteuerkarte: Steuerdaten jetzt noch prüfen!

Die elektronische Lohnsteuerkarte soll im neuen Jahr 2013 alles viel einfacher machen. Doch wer hierfür seine Daten in der digitalen Datenbank ELStAM noch nicht geprüft hat, sollte sich beeilen. Sonst kann es nämlich passieren, dass in der ersten Lohnabrechnung 2013 mehr Steuern abgezogen werden als notwendig. Arbeitnehmer sollten sich daher noch vor dem Jahreswechsel etwas Zeit nehmen, um ihre Steuerdaten zu kontrollieren.

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2013 kommt die elektronische Lohnsteuerkarte

Verbraucherschützer weisen schon seit Monaten darauf hin, dass Steuerzahler sich auf die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte vorbereiten sollten. Doch diese Mahnungen sind größtenteils verhallt. Denn der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) meldet, dass Arbeitnehmer bislang nur vereinzelt aktiv geworden sind, um ihre Steuerangaben zu prüfen. Der NVL geht davon aus, dass viele Arbeitnehmer bei ihrer ersten Lohnabrechnung 2013 große Augen machen werden – und zwar nicht vor Freude! Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des NVL, geht davon aus, dass viele Arbeitnehmer im Neuen Jahr zu hohe Abzüge auf ihren Gehaltsabrechnungen entdecken werden. Die Deutsche Steuergewerkschaft (DSTG) vermutet, dass hunderttausende Steuerzahler im kommenden Jahr erstmal zuviel Steuern zahlen werden.

Seit Jahren Chaos um die elektronische Lohnsteuerkarte

Warum die Steuerzahler sich so wenig für die elektronische Lohnsteuerkarte interessieren, könnte an deren langwieriger Entstehungsgeschichte liegen. In den vergangenen Jahren wurde schon mehrfach die elektronische Lohnsteuerkarte angekündigt. Und immer wieder wurde der Start verschoben. Möglicherweise haben die Steuerzahler mittlerweile von den Ankündigungen die Nase voll und warten lieber ab, ob 2013 die E-Lohnsteuerkarte tatsächlich eingeführt wird.

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Doch soviel ist sicher: Diesmal kommt sie für viele Angestellte tatsächlich zum Jahreswechsel. Ab 2013 werden Arbeitnehmer ihre Freibeträge nicht mehr jedes Jahr aufs Neue auf Papiersteuerkarten eintragen müssen. Und Arbeitgeber werden sich die Steuerdaten zu ihren Angestellten einfach aus der zentralen Datenbank ELStAM herunterladen. Steuer-ID und Geburtsdatum des Angestellten reichen hierfür aus.

Übertragung in die Datenbank ELStAM kann fehlerhaft sein

Zwar wurden die Daten von den alten Papierlohnsteuerkarten in die Datenbank ELStAM übertragen. Doch die Übertragung von Papier zu einer Datenbank ist immer fehleranfällig. Außerdem müssen sämtliche Freibeträge, z.B. für Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen, für 2013 neu beantragt werden. Das gilt auch für die Freibeträge für volljährige Kinder. Denn die bisherigen Angaben verfallen mit der Umstellung auf die elektronische Lohnsteuerkarte. Lediglich Freibeträge für Behinderten- und Hinterbliebenenpauschbeträge übernimmt das neue System von selbst.

Umstellung auf elektronische Lohnsteuerkarte bis spätestens November 2013 abgeschlossen

Auch wenn die digitale Steuerkarte 2013 kommt, heißt das nicht für jeden, dass sie bereits seit dem 1.1.2013 im Einsatz ist. Die Unternehmen haben eine Frist bis November 2013, um von den alten Pappkarten auf das elektronische System umzusatteln. Spätestens jedoch die Dezember-Abrechnung 2013 muss dann elektronisch geschehen. Wann die einzelnen Firmen ihre Buchhaltungen umstellen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Sie sind jedoch angehalten, ihre Mitarbeiter rechtzeitig darüber zu informieren. Ob das in jedem Fall so laufen wird, ist fraglich – schließlich könnten gerade kleine Firmen von der Umstellung überfordert sein. Daher ist es ratsam, selbst bei seinem Arbeitgeber nachzufragen, wann die Umstellung erfolgt.

Steuerdaten online überprüfen

Um im kommenden Jahr nicht zu viel an den Fiskus zu zahlen, sollte jeder Angestellte so bald wie möglich kontrollieren, ob die eigenen Daten für das Jahr 2013 richtig sind. Außerdem sollten die Freibeträge möglichst zeitnah eingetragen werden. Das geht entweder mit einem Formular – gibt es im Finanzamt oder als Download bei der Bundesfinanzverwaltung – oder direkt online auf elsteronline.de. Für letzteres muss man sich allerdings vorher registrieren.

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