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Facebook: Kostet Nachrichten verschicken bald Geld?

Facebook testet gerade Bezahlnachrichten. Vorerst nur in den USA und mit derzeit einer hohen Gebühr von 100 Dollar pro Nachricht. Es geht vorerst nur um Nachrichten, die von außerhalb des persönlichen Freundeskreises geschickt werden. Diese landen nämlich nicht in der Inbox des Facebook-Nachrichten-Accounts, sondern von vielen unbeachtet im Ordner „Sonstiges“. Wer nun künftig seine Mail von außen in das Postfach eines Facebooknutzers schicken will, könnte dafür zur Kasse gebeten werden.

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Bezahlnachrichten bei Facebook: 1 Dollar pro Message geplant

Sie wollen, dass eine Nachricht im Postfach von Bundeskanzlerin Angela Merkel landet? Oder in dem von US-Präsident Obama, dem von Justin Bieber oder George Clooney? Das können Sie eventuell bald tun, auch ohne mit derjenigen oder demjenigen bei Facebook befreundet zu sein. Denn derzeit testet Facebook in den USA Bezahlschranken für Nachrichten. Wer 100 Dollar zahlt, kann von außen Mails direkt in die Inbox eines anderen Users schicken.

„Wir probieren einige extreme Preise aus, um zu sehen, was funktioniert, um Spam-Nachrichten herauszufiltern“, so Facebook laut Westdeutscher Zeitung. Bisher können Nutzer zwar an Menschen schreiben, mit denen sie auf Facebook noch nicht in Verbindung stehen. Diese Nachrichten landen jedoch nicht in der Inbox des Maildienstes von Facebook wie die von Bekannten oder Freunden. Stattdessen wandern sie in einen Unterordner „Sonstiges“, den kaum einer kennt und werden da meist übersehen. Aber auch die bezahlte Übermittlung in die echte Inbox will das Social Network auf nicht mehr als eine Nachricht je Woche begrenzen.

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Facebook erklärte, dass es sich bei der Maßnahme nicht um Gewinnstreben handle, sondern um Spam-Vermeidung. Es bot zunächst die Übermittlung einer Nachricht für jeweils 1 Dollar an, verlangt jetzt aber bei besonders bekannten Adressaten höhere Preise, so das IT-Blog ZDNet.

Bezahlen damit Nachrichten in Inbox landen

Wie das IT-Blog weiter schreibt, gibt es schon seit Dezember Hinweise darauf, dass Facebook von einzelnen Nutzern 100 Dollar für die Übermittlung einer Nachricht verlangt. Das Geschäftsmodell könnte sich lohnen. Gerade bei Prominenten oder auch Politikern und Wirtschaftsführern, deren Fans oder Kritiker um jeden Preis mit ihnen direkt in Verbindung kommen wollen.

Die Huffington Post berichtet vom Beispiel der Digital-Media-Beraterin Kate Gardiner. Sie ist aufgrund ihrer Tätigkeit und ihrer Posts bei Facebook eine kleine Berühmtheit und hat über 111.000 Follower bei Facebook. Sie erfuhr nun von einem Bekannten, der ihr eine direkte Nachricht schicken wollte, dass er aufgefordert wurde 100 Dollar dafür zu zahlen, dass die Nachricht auch tatsächlich ihre Inbox erreicht. „Einerseits gibt es einen gewissen Reiz durch die Illusion von Exklusivität”, erklärte Kate Gardiner dazu. “Andererseits bekomme ich nichts davon ab und bin keine wirkliche Internet-Berühmtheit. Ich hatte das Gefühl, ohne meine Zustimmung verkauft zu werden.“

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