Fasching, Fasnacht, Karneval: Der Knigge für die 5. Jahreszeit

Egal, ob Helau, Alaaf oder Ahoi: Wer in der närrischen Zeit zwischen Altweiberfastnacht und Aschermittwoch auf den Putz hauen möchte, hat in den Karnevalshochburgen Düsseldorf, Köln und Mainz dafür die besten Möglichkeiten. Allerdings kann man sich auch in der jecken Jahreszeit ganz schön blamieren. Damit der Karneval für Sie nicht zum Debakel wird – hier die wichtigsten Tipps in unserem Karnevals-Knigge 2012.

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Ganz ohne Verkleidung läuft gar nichts

Kostüm-Muffel haben in der Karnevalszeit schlechte Karten. Wer sich nicht wenigstens eine Pappnase aufzieht oder ein paar Farbtupfer ins Gesicht schmiert, dürfte in Puncto Flirtfaktor schlecht dastehen. Im besten Fall bekommt man ohne Verkleidung mitleidige bis verächtliche Blicke ab. Im schlimmsten Fall fliegt man aus der Kneipe.

Deshalb: Mut zur Kostümierung und zur Farbe – am leichtesten fällt das einem zu zweit oder in der Gruppe. Dann sinkt die Hemmschwelle wie von selbst und das Flirten geht viel einfacher von der Hand (natürlich nur, wenn der Partner nicht dabei ist!).

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Rucksack, Handy und Handtasche besser zuhause lassen

Enger Körperkontakt gehört zum Karneval wie Bier und Kamelle. Das fängt schon am Straßenrand an, wenn der Zug vorbeizieht und geht später in der Kneipe weiter. Da kann es die anderen Jecken ganz schön nerven, wenn man sich mit Rucksack auf dem Rücken oder Handtasche unterm Arm durchs Getümmel wühlt.

Erstens macht eine Tasche den ohnehin schon knappen Raum im Karneval noch knapper, zweitens stößt man früher oder später damit garantiert ein Bier übers Dekolleté oder über die Hose.  Außerdem macht man es Langfingern so besonders einfach, mal kurz in die Tasche zu greifen.

Auch das Handy ist im Karneval nicht gerade praktisch: Zum telefonieren ist es meistens ohnehin viel zu laut. Schnappschüsse werden im Feier-Gewühl meistens unscharf und außerdem ist es ganz praktisch, wenn man beispielsweise für den Ex-Partner mal nicht erreichbar ist.

Zur Grundaustattung eines Karnevalisten auf Flirttour gehören daher nur Hausschlüssel, Geld – und eventuell auch Kondome, am besten alles in der Jackeninnentasche.

Ordentliche Grundlage schaffen

Wer im Karneval ausschließlich auf flüssiges Brot setzt, für den dürfte die Feierei schneller vorbei sein als gedacht. Daher sollte man am besten schon deutlich vorher für eine ausreichende Grundlage sorgen. Currywurst mit Pommes rotweiß ist ein Klassiker nördlich des Mains, weiter südlich empfiehlt sich vielleicht auch eine Schweinshaxe. Viele Narren schwören auf besonderes fettiges Essen vor der Feier – angeblich gelangt der Alkohol auf diese Weise langsamer ins Blut.

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Touristenfallen meiden

Wer denkt, dass in den Kneipen rund um den Alter Markt die waschechten Kölner Karneval feiern, der irrt gewaltig. Denn der echte Kölner Kneipenkarneval spielt sich in der Domstadt vor allem in den Veedeln (Stadtvierteln) ab. In der Innenstadt finden sich hauptsächlich Karnevalstouristen. Von authentischer Karnevalstimmung bleibt da nicht viel übrig.

Anders ist es beim Straßenkarneval: Da spielt die Musik sehr wohl in der Innenstadt. An Altweiber in der Nähe des Rathauses und während der Umzüge entlang der Zugtrasse.

Keine Angst vor Singen und Schunkeln

Für den Karneval gilt: Hirn aus – Sau raus! Wer tatsächlich über den tieferen Sinn eines Karnevals-Schlagertextes nachdenkt, sollte besser zuhause bleiben.

Wer Spaß haben will, sollte auf jeden Fall mitschunkeln und mitsingen! Die Texte sind in der Regel so einfach gestrickt, dass man spätestens nach der zweiten Strophe den Refrain mitträllern kann. Und im Zweifel reicht auch einfach nur ein herzhaftes „schalalalala“.

Diskussionen über Politik, übermäßigen Alkoholkonsum oder die Gefahren des Rauchens sollte man sich übrigens sparen. Derartige Stimmungs-Killer kommen nämlich gar nicht gut an.

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Ein Kommentar

  1. Karneval ohne Kostüm ist kein Karneval. Die närrische Zeit lässt sich zudem nur mit einer ordentlichen Grundlage im Magen starten, eine Currywurst ist die ideale Idee. Danke für den tollen Beitrag, denn ich finde auch das es Knigge in der 5. Jahreszeit geben sollte.

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