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Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt

Zum Jahreswechsel sinkt für Verbraucher der Garantiezins bei den Lebensversicherungen. Von bisher 2,25 Prozent wird er auf 1,75 Prozent herabgesetzt. Derzeit werben viele Versicherungen und vor allem deren Außendienstmitarbeiter damit, jetzt noch schnell einen Vertrag zum besseren Garantiezins abzuschließen. Dabei ist der Garantiezins gar nicht so bedeutend. Was viel wichtiger ist, ist das, was tatsächlich unterm Strich rauskommt: Die Gesamtverzinsung.

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Jetzt noch schnell abschließen?

Wer ohnehin vorhatte, eine Kapital-Lebensversicherung abzuschließen, der sollte sich jetzt sputen. Bis zum 31.12. gilt noch der alte, günstigere Garantiezins von 2,25 Prozent. Doch man sollte sich die Konditionen des Versicherungsvertrages genau durchrechnen. Denn längst ist eine Lebensversicherung nicht mehr so lukrativ wie vor 20 Jahren. Seit 2002 sinken nämlich die Erträge aus Lebensversicherungs-Verträgen. Die Rendite hat sich, in den letzten Jahren fast halbiert. Die Kapital-Lebensversicherung – einst eine Bank unter den Anlageformen – verliert ab 1. Januar 2012 deutlich an Attraktivität, zumindest für die, die erst ab dann einen Vertrag unterzeichnen.

Garantiezins sinkt kontinuierlich

Wenn im Januar der Garantiezins von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent sinkt, so ist dies bereits die x-te Korrektur nach unten. 2004 lag er noch bei stattlichen 4 Prozent. Und das wirkt sich deutlich auf die Gesamtrendite aus. Schließlich ist der Garantiezins der Zins, mit dem die eingezahlten Beiträge verzinst werden. Und das garantiert. Allerdings nach Abzug aller Kosten. Als Faustformel zieht man 20 Prozent vom Zinsertrag ab für diese unerfreulichen Nebenkosten. Die Absenkung des Garantiezinses bedeutet für Neuverträge ab dem 1. Januar 2012 sehr wahrscheinlich eine deutliche Verschlechterung, da aufgrund der aktuell diffusen Marktlage nicht unbedingt zu erwarten ist, dass die Absenkung des Garantiezinses durch höhere Überschusserträge kompensiert werden.

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Änderungen auch bei Rentenversicherungen

Auch bei Riester-, Rürup- und Privatrenten ist Eile geboten. Wer eine solche Versicherung abschließen will, sollte dies auch unbedingt noch vor dem Jahreswechsel tun. Denn ab 2012 gilt der Grundsatz, dass nur die Hälfte der Erträge versteuert werden müssen, nur noch für Verträge, die mindestens 12 Jahre gelaufen sind. Auch das Renteneinstiegsalter für Rentenverträge erhöht sich. Während dieses Jahr noch die Möglichkeit besteht, Verträge abzuschließen, die bis zum 60. Lebensjahr laufen, erhöht sich das Renteneinstiegsalter ab 1. Januar 2012 auf 62 Jahre.

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