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Handy im EU-Ausland: Telefonieren und Surfen wird billiger

Viele Verbraucher schalten bei ihren Smartphones das Datenroaming aus, wenn sie ins Ausland verreisen. Und das aus gutem Grund: Selbst innerhalb der EU können die Roaming-Gebühren für mobiles Surfen die Reisekasse enorm belasten. Nach dem Willen des EU-Parlamants soll das künftig anders werden. Zum 1. Juli 2012 werden die Roaming-Gebühren innerhalb der EU deutlich gesenkt. Das beschlossen jetzt die Europa-Parlamentarier in Brüssel. Und: In den kommenden Jahren soll das Surfen und Telefonieren im EU-Ausland noch billiger werden.

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Roaming-Gebühren im EU-Ausland sinken

Ab dem 1. Juli 2012 sinken die Roaming-Gebühren für Kunden mit deutschen Handyverträgen auf maximal 35 Cent pro Minute. Momentan können deutsche Mobilfunkbetreiber für Handy-Anrufe aus EU-Ländern bis zu 42 Cent kosten. Wenn ein deutsches Handy in Frankreich, Spanien oder Italien angerufen wird, kostet das den Angerufenen derzeit 13 Cent. Ab Juli dürfen nur noch höchstens 10 Cent für eine Gesprächsminute berechnet werden. Und auch SMS-Nachrichten werden billiger: Wer eine Kurzmitteilung aus Mallorca nach Deutschland schickt, zahlt ab dem Stichtag höchstens 11 Cent – bisher sind es in der Regel 13 Cent pro SMS. Immerhin: Schon jetzt ist der Empfang von SMS-Nachrichten im EU-Ausland kostenlos – und das bleibt auch so.

Datenroaming wird ebenfalls billiger

[sam id=“7″ codes=“true“]Wer bisher im Urlaub in einem EU-Land mit seinem Smartphone surfen wollte, wurde vom Mobilfunk-Anbieter zum Teil ganz schön zur Kasse gebeten. Ab Juli 2012 soll diese Kostenfalle eingedämmt werden. Pro Megabyte Datentransfer dürfen die Betreiber dann maximal 83 Cent verlangen. Eine große Kostenersparnis für die Verbraucher: Denn laut Europa-Parlament verlangen die Mobilfunkbetreiber momentan im Schnitt rund 3 Euro für jedes Megabyte!

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Um die Kostenfalle Daten-Roaming im Ausland einzudämmen, sieht die neue EU-Richtlinie ab dem 1.7. einen Warnhinweis für Auslands-Surfer vor: Wird beim Datenroaming eine Kostengrenze von 60 Euro erreicht, wird die Verbindung unterbrochen. Vorher muss eine Warn-Meldung per SMS erfolgen. Das gilt sogar für Reisen außerhalb der EU – soweit das technisch möglich ist. Allerdings ist es auch möglich, mit seinem Handyanbieter eine höhere Grenze zu vereinbaren.

Weitere Kostensenkungen bis 2014

Nach der Gebühren-Senkung zum 1.7.2012 sollen schrittweise weitere Anpassungen folgen. So werden ab Juli 2013 die Gebührend für Handyanrufe ins EU-Ausland auf maximal 29 Cent pro Minute gesenkt. Ab Juli 2014 wird ein einminütiges EU-Handygespräch nur noch höchstens 23 Cent kosten. Die Gebühren für eingehende Gespräche sinken analog dazu auf 8 Cent im Juli 2013 und ab Juli 2014 auf nur noch 6 Cent pro Minute.

Auch SMS-Nachrichten werden in den kommenden Jahren billiger: Eine SMS darf EU-weit ab Juli 2013 nur noch 10 Cent kosten. Ab Juli 2014 sinkt der Höchstpreis für eine SMS auf 7 Cent.

Die Kosten für das Datenroaming werden in den kommenden Jahren am stärksten fallen: Ab Juli 2013 auf 54 Cent pro Megabyte, ab Juli 2014 auf 24 Cent. Zudem soll es ab 2014 möglich sein, unabhängig vom Inlandstarif im Ausland einen anderen Anbieter wählen zu können. Dieser Tarifwechsel muss laut Vorschrift kostenlos sein und der Kunde behält dabei seine Handy-Rufnummer.

Aus EU-Parlamentskreisen heißt es, dass der Schritt gegen die „Roaming-Abzocke“ längst fällig war. Die Mobilfunkbetreiber hätten sich lange genug auf Kosten der Verbraucher eine goldene Nase verdient. Gerade beim Daten-Roaming seien die Tarife häufig „astronomisch hoch und sachlich überhaupt nicht gerechtfertig“, sagt etwa die EU-Abgeordnete Angelika Niebler (CSU).

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