Hausbrände: Wer zahlt wenn es in der Wohnung brennt?

In der Zeit vor Weihnachten brennen in Deutschland überall die Kerzen. Was romantisch ist, kann aber schnell brandgefährlich werden. Denn schnell ist es passiert: Plötzlich brennt der Adventskranz lichterloh oder der Vorhang, der sich an einer Weihnachtskerze entzündet hat. Jedes Jahr im Advent verzeichnet die Feuerwehr einen Anstieg der Wohnungsbrände. Die Brandherde sind oft Kerzen, die nicht richtig aufgestellt wurden oder ohne Aufsicht brennen. Ist das Feuer erst auf die Möbel übergegangen, kann man als Laie oft nicht mehr viel ausrichten – außer schnell die Wohnung zu verlassen und die Feuerwehr zu rufen.

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Was tun, wenn es in der Wohnung brennt?

Alle Jahre wieder muss die Feuerwehr zu Tausenden Einsätzen zusätzlich ausrücken. Im schlimmsten Fall brennt wegen einer Adventskerze das ganze Haus ab. Da können sich diejenigen glücklich schätzen, die mit dem Leben davonkommen. Doch anschließend bleibt den Brand-Geschädigten von ihren Sachwerten nicht viel mehr als das, was sie am Körper tragen. Gut, wenn man für solche Fälle gewappnet ist und vorher die richtigen Versicherungen abgeschlossen hat.

Der Bund der Versicherten weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass sowohl für Mieter als auch Eigentümer einige Versicherungen nicht nur in der Weihnachtszeit ein Muss sind. Denn ein Brand ist schnell passiert.

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Wohnungsbrand: Diese Versicherungen brauchen Sie!

Um sich gegen einen Brandschaden finanziell abzusichern, sind drei Versicherungen notwendig. Da wäre zunächst die Haftpflichtversicherung. Denn oft ruiniert ein Wohnungsbrand nicht nur die eigene Wohnung sondern zieht auch die Nachbarn in Mitleidenschaft. „Für deren Schaden muss der Verursacher gerade stehen – und zwar in unbegrenzter Höhe!“, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV). Und da Brandschäden schnell Millionenhöhen erreichen, ist eine Haftpflichtversicherung hier mehr als sinnvoll. Wichtig hierbei: Achten Sie beim Abschluss darauf, dass auch Mietsachschäden erstattet werden.

Besonders für Eigentümer ist auch eine Wohngebäudeversicherung ein Muss. Denn die Sanierung einer ausgebrannten Immobilie ist kaum kalkulierbar und gefährdet unter Umständen die finanzielle Existenz. Zwar ist die Wohngebäude-Versicherung keine Pflichtversicherung, doch immerhin 95 Prozent aller Immobilien-Besitzer haben sie. Versichert ist dann übrigens alles im Haus, was nicht beweglich ist: Also auch Fenster und Türen oder beispielsweise die Badeinrichtung wie Spülbecken, Toilette und Badewanne.

Die Hausratversicherung deckt die Schäden ab, die am Inventar der Wohnung entstanden sind: Dazu zählen vor allem Möbel und andere Sachwerte, die durch das Feuer beschädigt oder zerstört worden sind. Überdies springt sie auch ein, wenn bei einem Wohnungseinbruch in der dunklen Jahreszeit Wertgegenstände gestohlen worden sind.

Fahrlässig? Wer ist schuld am Wohnungsbrand?

Wenn es um die Schuldfrage geht, beantwortet meist das Brandgutachten der Feuerwehr oder eines Brandsachverständigen die wichtigsten Fragen. Das Versicherungsvertragsrecht erkannte bis vor kurzem noch die Klausel der groben Fahrlässigkeit als Ausschlusskriterium an. Das heißt: Wer einen alten Haftpflicht-Vertrag hat, könnte als Brandverursacher unter Umständen auf seinem kompletten Schaden sitzen bleiben. Beispielsweise dann, wenn er die Kerzen am Weihnachtsbaum unbeaufsichtigt brennen gelassen hat.

In neueren Verträgen ist die Frage des Mitverschuldens verbraucherfreundlicher geregelt. Hiernach kann der Versicherer je nach Schwere der Schuld die Versicherungsleistung kürzen. Wer nur kurz in der Küche war, als das Feuer ausbrach, kann mit einer höheren Versicherungsleistung rechnen als derjenige, der die Kerzen vor dem Schlafengehen nicht gelöscht hat.

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Wer zahlt für den Feuerwehreinsatz?

Einen Einsatz der Feuerwehr muss man in den meisten Fällen nicht bezahlen. Das gilt auch, wenn der Brand vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht wurde oder wenn es sich bei dem vermeintlichen Rauch aus dem Fenster nur um Wasserdampf gehandelt hat. Lediglich in Fällen, wenn mit boshafter Absicht ein Fehlalarm ausgelöst wird oder gar Brandstiftung vorliegt, wird der Verursacher für den Feuerwehr-Einsatz zur Kasse gebeten.

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