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Heizölpreise: Literpreis steigt in Richtung 1-Euro-Marke

Wer für die Heizperiode 2012/2013 seinen Heizöltank noch nicht befüllt hat, sollte sich beeilen. Denn obwohl der Ölpreis in den vergangenen Wochen stabil hoch war, zeichnet sich eine mögliche Preissteigerung an, berichtet das Hamburger Abendblatt. Aktuell hat der Preis für 100 Liter Premium-Heizöl in Hamburg die 95-Euro-Marke überschritten – Tendenz steigend. Und eine Umkehr des Trends ist in nächster Zeit nicht absehbar. Der Konflikt zwischen Syrien und der Türkei dürfte den Rohölpreis zusätzlich anheizen.

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Bereits seit Mitte August liegen die Preise für Heizöl auf konstant hohem Niveau, berichtet auch das Heizöl-Vergleichsportal heizoel24.de. Demnach ist Heizöl momentan so teuer wie seit fünf Jahren nicht mehr. Im Jahr 2008 stiegen die Heizölpreise auf ein historisches Allzeit-Hoch. Zwar ist der aktuelle Heizölpreis davon noch weit entfernt. Doch ein Preisverfall beim Rohöl ist aus Sicht vieler Experten derzeit nicht abzusehen.

Ist Heizöl im Winter teurer als im Sommer?

Hartnäckig hält sich bei vielen Verbrauchern das Gerücht, dass man Heizöl im Sommer am günstigsten kauft. Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat bereits vor Jahren herausgefunden, dass diese Annahme nicht zutreffen muss. Oft genug ist sogar das Gegenteil der Fall. Gerade in den kalten Monaten Januar bis März konnte man in der Vergangenheit durchaus Heizöl-Schnäppchen machen. Die Vermutung, dass die Heizölpreise im Winter aufgrund eines höheren Heizbedarfs steigen, ist also ein Mythos. Denn der Heizölpreis orientiert sich nicht an Jahreszeiten sondern am Rohölpreis. Und der wird bekanntlich von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst.

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Trendwende beim Rohöl-Preis nicht in Aussicht

Laut Expertenmeinung ist mit einem Preisverfall beim Rohöl in den kommenden Wochen und Monaten nicht zu rechnen. Dafür werden verschiedene Gründe angeführt, die durchaus nachvollziehbar klingen. Zum einen treibt die Niedrigzinspolitik der Notenbanken die Investoren zunehmend an die Rohstoff-Börsen. Öl gilt für viele Anleger als wichtiger Bestandteil im Wertpapierdepot. Gerade in Zeiten billigen Geldes investieren Sparer ihr Vermögen daher gerne in Rohstoffe. Zum anderen halten die schwelenden Konflikte im Nahen Osten den Ölpreis oben. Zur Dauerkrise zwischen Israel und dem Iran kam jüngst der Konflikt zwischen dem Erdöl-Land Syrien und der Türkei hinzu. Sollte es im Nahen Osten zu einem Krieg kommen, würde das auch einen Flächenbrand beim Ölpreis auslösen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte über einen zeitnahen Heizölkauf nachdenken.

Tipps zum Heizölkauf

Heizöl-Preise vergleichen

Wie überall auf dem Energiemarkt, haben die vielen Heizöl-Anbieter auch unterschiedliche Preise. Wer da nicht vergleicht, könnte viel Geld verlieren. Im Internet bieten mittlerweile verschiedene Portale Heizölrechner an, die tagesaktuell die Heizölpreise nach Region vergleichen. Die Stiftung Warentest hat im Juni 2012 übrigens herausgefunden, dass es unter den Heizöl-Vergleichsportalen ebenfalls zum Teil hohe Preisunterschiede gibt. Der Heizölrechner von heizoel24.de schnitt bei diesem Test besonders gut ab, weil in der Untersuchung hier am häufigsten der günstigste Heizölpreis gefunden wurde. Verbraucherpapst.de kooperiert daher mit dem kostenlosen Heizölpreisvergleich von heizoel24.de.

Hauseigentümer sollten einen festen Preis bei der Bestellung vereinbaren und diesen Preis vom Lieferanten schriftlich bestätigen lassen. Nur so kann man sicher sein, dass dieser Preis auch dann noch gilt, wenn der Heizölpreis bis zur Lieferung gestiegen ist.

Heizölpreise vergleichen mit dem kostenlosen Heizölrechner von verbraucherpapst.de

Je mehr Heizöl, desto billiger der Preis

Wie so oft in der freien Wirtschaft, kann man auch beim Heizöl mit großen Mengen viel Geld sparen. Als einzelner Hausbesitzer zahlt man deshalb mehr, als wenn man sich mit den Nachbarn zusammen tut. Bei Sammelbestellungen kann viel Geld gespart werden. Allerdings spielt hier Vertrauen eine große Rolle: Schließlich haftet in der Regel derjenige für die Bestellung, der die den Lieferauftrag erteilt hat – und wird zur Kasse gebeten, auch wenn ein Nachbar nicht zahlt. Daher sollte bei einer Sammelbestellung jeder Teilnehmer auf eine eigene Rechnung bestehen und diese selbst bezahlen. Auf diese Weise bleibt auch eine Sammelbestellung juristisch eine Einzelbestellung, für die jeder Abnehmer selbst verantwortlich ist.

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Dem Heizöl-Lieferanten auf die Finger gucken

Bei Heizöl-Lieferungen kommt es immer wieder zu kleineren und größeren Tricksereien auf Kosten der Kunden. Daher sollte man sich am Tag der Lieferung Zeit nehmen und den Liefervorgang genau beobachten. Im Vorfeld sollte man sich eine kleine Liste anlegen und folgende Punkte schriftlich festhalten: das Datum der Lieferung, die Restmenge im Tank, sowie die getankte Menge Öl. Hierzu sollte man kurz vor der Lieferung die Restmenge im eigenen Heizöltank möglichst genau feststellen. Am einfachsten geht das bei einem quaderförmigen Heizöltank. Bei einem Kunststofftank oder einer Tankbatterie der Füllstand einfach mit Filzstift auf dem Behälterwand markiert. Bei einen Kugeltank misst man mit einem Längenmaß oder einem Peilstab die Füllhöhe. Hierbei sollte man darauf achten, dass der Peilstab sehr langsam eingeführt wird, um keinen Schmutz auf dem Tankboden aufzuwirbeln.

Ist der Tankwagen da, sollte man sich das amtliche Kennzeichen des Wagens und ggf. des Aufliegers notieren. Außerdem ist eine gültige Eichplakette (Hauptstempel) wichtig. Diese befindet sich auf dem Messanlagenschild der Tankwagen-Messanlage.

Während des gesamten Liefer- und Tankvorgangs (ca. 15 Minuten) sollte man den Fahrer nicht aus den Augen lassen. Vor der Befüllung sollte man darauf achten, dass das Zählwerk auf Null steht. Wenn der Zähler nicht auf Null steht, sollte man darauf bestehen, dass der Zähler zurückgestellt wird oder ansonsten die Annahme der Lieferung verweigern. Mit einer Handykamera sind die Zählerstände schnell fotografiert.

Beim Betanken sollte man auf das Schauglas am Gasmessverhütergehäuse achten. Manchmal ist das Schauglas mit einem Lappen verdeckt, doch das ist nicht erlaubt. Während der Zähler läuft, darf hinter dem Schauglas oben am Gasmessverhüter immer Öl zu sehen sein. Wird die Kammer des Tankwagens bei der Anlieferung gewechselt kann sich das Messgut hinter dem Schauglas vorübergehend für etwa 20 Sekunden eintrüben. Wenn jedoch Schaum sichtbar ist und das Heizöl völlig aus dem Schauglas verschwindet, muss der Lieferant die Messung unterbrechen. Denn sobald im unteren Schauglas kein Öl mehr sichtbar ist, misst der Zähler Luft statt Öl und man zahlt zu viel.

Mit der Heizöl-App den Heizölpreis im Auge behalten

Wer sich regelmäßig über den Heizölpreis informieren möchte, kann das ab sofort auch bequem auf seinem Smartphone tun. Mit der kostenlosen Heizöl-App fürs iPhone erfahren Verbraucher tagesaktuell den günstigsten Heizölpreis in ihrer Umgebung. Eine Android-Version der Heizöl-App soll in Kürze folgen.

Zum Gratis-Download der Heizöl-App im App-Store von iTunes

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