Hitzewelle trotz Siebenschläfer: Jetzt kommt der Sommer!

Bis zu 35 Grad heiß wird es in den nächsten Tagen in Deutschland und das obwohl der heutige Siebenschläfer-Tag eher trübes Wetter für die nächsten sieben Wochen verspricht. Vor allem in Ost- und Süddeutschland wird eine tropische Hitze erwartet, die durch die leichte Schwüle zu gefühlten Temperaturen von bis zu 40 Grad führt.  Doch nicht nur Deutschland kann sich über eine Rückkehr des Sommers freuen, auch bei unseren Nachbarn in Polen, Tschechien und Österreich wird es in den kommenden Tagen richtig heiß.

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Siebenschläfer: Ein Wettermythos, der nur für Süddeutschland gilt

Der Siebenschläfertag ist grau und verregnet und trotzdem soll es in den kommenden Tagen fast überall in Mitteleuropa zu einer Hitzewelle kommen. Wie kann das sein? Meteorologen schauen nicht direkt auf den Siebenschläfertag, sondern auf einen Zeitraum zwischen dem 5. und 10. Juli. In diesem Zeitraum liegt der „meteorologische Siebenschläfer“. Langzeitstudien belegen, dass das Wetter in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent tatsächlich längere Zeit im Juli und August bleibt.

Das gilt allerdings nur für den äußersten Süden der Republik. Der Alpenrand und das Alpenvorland haben hier die besten Chancen auf eine zuverlässige Prognose durch den Siebenschläfer. Je weiter es nach Norden geht, desto unzuverlässiger ist die Siebenschläfer-Prognose. Für die Mitte Deutschlands liegt die Wahrscheinlichkeit gerade einmal noch bei etwas mehr als 50%, für den Norden dann seriöserweise gar nicht mehr.

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Siebenschläfertag eigentlich erst am 7. Juli

Der eigentliche Siebenschläfertag ist nicht wie heute der 27. Juni, sondern erst der 7. Juli. Das hängt mit der gregorianischen Kalenderreform zusammen, die 1582 das Datum um 10 Tage nach vorne geschoben hat. Der alte Julianische Kalender war damit in der westlichen, römisch-katholischen Welt abgeschafft.

Der Siebenschläfertag geht auf die Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Decius zurück. Sieben christliche Jünglinge flohen vor ihren römischen Häschern in eine Höhle, was im Nachhinein keine gute Idee war. Die Römer mauerten sie nämlich kurzerhand dort ein. Diese Sieben schliefen dann in der Höhle ein und das für sehr, sehr lange. Genau vom Jahr 251 bis zum 27. Juni 446, an dem sie zufällig entdeckt und der Legende nach aufgeweckt wurden. Daher Siebenschläfer. Die sieben hießen übrigens  Constantinus, Dionysius, Johannes, Maximianus, Malchus, Martinianus und Serapion. Diese Sieben schliefen dort, wie die Legende berichtet – vom Jahr 251 bis zum 27. Juni 446, an dem sie zufällig entdeckt und aufgeweckt wurden.

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