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Mahnungs-Büro Ries: Zweifelhafte Forderungen verunsichern Verbraucher

Die Masche ist alt, nur die Briefköpfe ändern sich: Jetzt versucht ein Inkasso-Unternehmen mit der orthografisch zweifelhaften Schreibweise „Mahnungs Büro Ries“ angebliche Forderungen einzutreiben. Die Empfänger der „letzten Mahnung“ werden darüber informiert, dass sie am Telefon eingewilligt hätten, an dem Service einer „Euro Gewinner Zentrale“ für 49,- Euro monatlich teilzunehmen. In dem Schreiben fordert das „Mahnungs Büro Ries“ die Empfänger auf, für drei Monate 147,- Euro zuzüglich Mahnkosten und Auslagepauschale zu zahlen. In der Summe also 159,50 Euro. Die Verbraucherzentrale NRW rät, sich von dem Schreiben nicht einschüchtern zu lassen.

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Alte Bekannte im neuen Gewand?

Laut Verbraucherzentrale begründet das „Mahnungs Büro Ries“ aus dem niedersächsischen Seelze seine Forderungen folgendermaßen: Angeblich sei im Jahr 2010 am Telefon ein Vertrag über eine Vermittlung von Gewinnspielen abgeschlossen worden. Das Mahnungsbüro unterstreicht seine Forderung mit der Behauptung, dass das Telefongespräch mit Zustimmung des Angerufenen aufgezeichnet worden sei. Sollte die Forderung nicht fristgerecht gezahlt werden, drohten Verzugszinsen sowie ein SCHUFA-Eintrag. Mahnschreiben wie diese sind den Verbraucherzentralen bekannt. Und: Viele von ihnen scheinen den gleichen Ursprung zu haben, so die Verbraucherzentrale. Im Falle des aktuellen Schreibens stimmt die darin angegebene Telefonnummer mit der Telefonnummer der „Anwalts-Inkasso-Zentrale“ in Osnabrück überein, so die Verbraucherschützer. Bereits Anfang August habe deren Anwalt Ingo Müller versucht, angebliche Forderungen aus der Vermittlung von Gewinnspielen einzutreiben, heißt es weiter.

Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen

Wer eine derartige Mahnung erhält, sollte sich auf keinen Fall einschüchtern lassen, raten Verbraucherschützer immer wieder. Nur wer am Telefon einen rechtsgültigen Vertrag geschlossen hat, müsse zahlen. Wenn ein Vertrag nicht zustande gekommen ist oder dem Verbraucher gar durch Täuschung untergeschoben wurde, rät die Verbraucherzentrale zum schriftlichen Widerspruch. Sie stellt hierzu kostenlose Musterbriefe zum Download bereit.

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Nachweis über Vertragsabschluss verlangen

Wer sich nicht sicher ist, ob er tatsächlich am Telefon ein Abo bei der „Euro Gewinner Zentrale“ abgeschlossen hat, sollte einen Nachweis darüber verlangen, wie und wann der angebliche Vertrag am Telefon abgeschlossen worden sein soll, so die Verbraucherschützer.

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