markttransparenzstelle

Markttransparenzstelle in Planung: Billige Spritpreise einfacher finden

Bereits vor Wochen wurde die Markttransparenzstelle beschlossen, jetzt macht die Bundesregierung endlich ernst: Der Spritpreisvergleich in Echtzeit soll kommen – das Bundeskartellamt hat heute einen Aufbaustab hierzu eingerichtet. Bislang springt der Benzinpreis an den Tankstellen täglich mehrmals nach oben oder nach unten. Die bei Autofahrern so beliebten Spritspar-Apps können da mit den Benzinpreis-Schwankungen kaum mithalten. In Zukunft soll das anders werden. Jede Preisänderung an den Zapfsäulen wird dann zentral registriert und erscheint in Echtzeit auf einer Website. Für Verbraucher kann das bedeuten, dass die tägliche Achterbahnfahrt der Kraftstoffpreise dann endlich ein Ende hat.

Werbung

Aktuelle Spritpreise in Echtzeit

Per Smartphone-App oder Navi können sich Autofahrer künftig unterwegs darüber informieren, wo in ihrer Nähe der Sprit am günstigsten ist – und zwar in Echtzeit! Denn die bislang üblichen Bezinspar-Apps können bei der Suche nach dem günstigsten Kraftstoff-Preis zwar helfen, hundertprozentig zuverlässig sind sie jedoch nicht. Schließlich ändern viele Tankstellenpächter ihre Preise mehrmals am Tag.

Da können selbst die fleißigsten Spritpreis-Melder nicht mithalten. Die Lösung für das Problem kann also nur von den Tankstellen selbst kommen: Sie müssen in Zukunft sofort melden, wenn sie an der Preisschraube drehen – zum Wohle des Wettbewerbs und der Verbraucher, so die Idee der Markttransparenzstelle. Zwar werde das nicht auf Knopfdruck die Preise senken, der Verbraucher werde sich aber umfassender über die Preise informieren können, sagt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts.

Werbung

Aufbaustab soll Markttransparenzstelle einrichten

Dass die Einrichtung einer solchen Markttransparenzstelle nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist, klingt einleuchtend. Schließlich gilt es, ein stabiles Meldesystem zu erstellen, das mit sämtlichen Tankstellen des Landes vernetzt ist. Das sind immerhin mehr als 14.300 Tankstellen bundesweit. Daher wurde heute ein Aufbaustab eingerichtet, der sich mit der Umsetzung der geplanten Transparenzstelle beschäftigen wird.

Transparenz statt Spritpreisbremse

In den vergangenen Monaten wurde aufgrund der steigenden Benzinpreise immer wieder die Forderung nach einer Benzinpreisbremse laut. Einzelne Bundesländer sprachen sogar von einer Preisregulierung. Das ging der Bundesregierung jedoch entschieden zu weit. Stattdessen setzt die schwarz-gelbe Regierung mit der Planung der Markttransparenzstelle auf Transparenz bei den Benzinpreisen.

Anfang November 2012 hatte der Bundestag daher beschlossen, dass Tankstellen ihre Preisänderungen für Kraftstoffe künftig melden müssen. Dies soll mithilfe einer zentralen Meldezentrale geschehen, die den etwas zungenbrecherischen Namen Markttransparenzstelle tragen soll.

Ursprünglich war sogar angedacht, die Tankstellenbetreiber zu zwingen, dort auch ihre Kraftstoff-Einkaufspreise zu veröffentlichen. Doch dieser Vorschlag wurde nicht weiter verfolgt. Zudem können sich kleine und mittlere Betreiber von Tankstellen von der Meldepflicht befreien lassen – eine vollständige Markttransparenz ist also nicht zu erwarten. Ende November stimmte auch der Bundesrat der zentralen Meldestelle für Spritpreise zu. Wann die Markttransparenzstelle endlich starten wird, ist jedoch unklar. Das Bundeskartellamt nannte bislang keinen Termin.

Haben Sie den versteckten Link gefunden? Dann notieren Sie sich den Buchstaben und machen Sie mit bei unserem Advents-Gewinnspiel 2012!

Werbung

 

Check Also

Sicheres Fahrradschloss

Fahrradschlösser-Test: Stiftung Warentest findet nur vier gute

Fahrradschlösser sind wichtig. Sie sollten sicher sein und nicht einfach geknackt werden können. Doch leider …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.