rente im ausland

Mini-Renten sollen auf bis zu 850 Euro angehoben werden

Geringverdiener sollen künftig eine aufgestockte Rente, die sogenannte „Lebensleistungsrente“ bekommen. Das hat die Bundesregierung am frühen Morgen nach einem koalitionsinternen Verhandlungsmarathon beschlossen und verkündet. Demnach sollen geringverdienende Rentner nicht mehr zum Sozialamt müssen, wenn sie 40 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die Lebensleistungsrente von bis zu 850 Euro im Monat bekämen sie als Rentenzahlung. Voraussetzung ist neben der Mindestanzahl an Beitragsjahren allerdings auch eine private Zusatzversicherung.

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Lebensleistungsrente soll bis zu 850 Euro betragen

Die von der Bundesregierung am frühen Morgen beschlossene sogenannte Lebensleistungsrente soll nach Willen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bereits Mitte 2013 eingeführt werden. Die Bundesarbeistministerin sprach heute davon, dass das neue Rentenmodell Anfang Juli oder Anfang August nächsten Jahres umgesetzt werden soll. Die Regelung würde damit unmittelbar vor der Bundestagswahl in Kraft treten.

Die neue Rente für Geringverdiener soll oberhalb der Grundsicherung liegen. Der Betrag werde wahrscheinlich zwischen 830 und 850 Euro im Monat liegen, so von der Leyen. Damit würde mit der Lebensleistungsrente indirekt ein Konzept der Arbeitsministerin umgesetzt. Etwa 850 Euro hatte sie auch für ihre Zuschussrente veranschlagt. Von der Leyen zeigte sich daher heute auch äußerst zufrieden mit dem ausgehandelten Kompromiss: „Wer 40 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, muss nicht zum Sozialamt gehen, wenn die Rente nicht reicht“. 40 Beitragsjahre sind neben einer privaten Zusatzvorsorge die Voraussetzung für den Erhalt einer Lebensleistungsrente.

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Sozialverband kritisiert Rentenpläne der Regierung

Neben der Opposition, die den Rentenkompromiss als billige Geldgeschenke im Wahlkampf geißelt, kritisierte auch der Sozialverband VdK die Rentenbeschlüsse der Bundesregierung. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher sagte heute in Berlin dazu: „Die Regierungskoalition betreibt Rentenpolitik auf Sparflamme. So lässt sich Altersarmut nicht wirksam bekämpfen“. Ferner seien die Hürden für die Inanspruchnahme der sogenannten Lebensleistungsrente nach Ansicht des VdK viel zu hoch angesiedelt. Das gelte vor allem für Frauen, die aufgrund von Schwangerschaft und Kindererziehung oft nicht die Voraussetzungen erfüllen würden. „40 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung und zusätzliche private Altersvorsorge als Zugangsvoraussetzungen, das geht an der Lebenswirklichkeit der meisten Frauen vorbei (…) Bei diesem Mini-Zusatzbetrag kann man beim besten Willen nicht von Anerkennung der Lebensleistung sprechen“, so Mascher weiter.

Ganz anders sieht dies naturgemäß die Arbeitsministerin. Mit der Neuregelung lohne sich die private Vorsorge, weil die daraus resultierenden Leistungen bei Geringverdienern nicht mehr wie bisher auf die Grundsicherung angerechnet würden, so Ursula von der Leyen.

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