Nüsse bei Lidl sollen mit Salmonellen verseucht sein

Der Discounter Lidl ruft deutschlandweit seine gemahlenen Haselnusskerne zurück. Wie das Unternehmen mitteilte sollen diese mit Salmonellen verunreinigt sein. Die Haselnusskerne wurden sofort aus dem Verkauf genommen. Wer bereits ein betroffenes Produkt gekauft hat, soll es auf keinen Fall verarbeiten oder essen, so Lidl.

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Salmonellengefahr bei gemahlenen Haselnusskernen von Lidl

Ausgerechnet jetzt kurz vor Weihnachten besteht Salmonellengefahr bei einem Produkt, das viele Verbraucher in den letzten Tagen gekauft haben, um zu Hause Weihnachtsgebäck zu backen. Zwar sind alle Filialen von Lidl bereits informiert und das Produkt ist aus den Regalen genommen. Dennoch dürften Tausende Verbraucher die eventuell verseuchten gemahlenen Haselnusskerne bereits im Voratsschrank stehen haben. Mit Salmonellen ist nicht zu spaßen, gerade ältere Menschen geraten bei einer Infektion schnell in Lebensgefahr.

Bundesweite Rückrufaktion bei Discounter Lidl

Betroffen ist das Lidl-Produkt „Gemahlene Haselnusskerne, 200 g Beutel“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 06.06.2013 und 06.07.2013.

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Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) gestern meldete seien die gemahlenen Haselnusskerne in ganz Deutschland im Verkauf gewesen. Der Hersteller Märsch Importhandels-GmbH bittet alle Kunden von Lidl dringend, die betroffenen gemahlenen Haselnusskerne weder zu essen noch weiterzuverarbeiten. Das Produkt kann in jeder Lidl-Filiale zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird dort erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Salmonellen – so übertragen sich die gefährlichen Bakterien

Das Roland Koch Institut (rki) beschreibt den Erreger als äußerst gefährlich. Die Infektion erfolgt durch orale Aufnahme des Bakteriums. Die Salmonellose ist die klassische Lebensmittelinfektion. Das in Deutschland dominierende Salmonellen-Bakterium wird vor allem über nicht ausreichend erhitzte Eier oder eihaltige Speisen übertragen. Des Weiteren werden Salmonellen häufig über rohes Fleisch bzw. nicht oder nicht ausreichend erhitzte Fleischerzeugnisse wie Hackfleisch oder Rohwurstsorten wie Mettwurst oder Fleischsalate übertragen.

Salmonellen in Nüssen – wie wahrscheinlich ist Ansteckung?

Das rki kennt bisher keinen Fall in Deutschland, bei dem über ein pflanzliches Lebensmittel eine Salmonelleninfektion beim Menschen ausgelöst wurde: „Ein epidemiologischer oder mikrobiologischer Zusammenhang zwischen Salmonellenerkrankungen und dem Verzehr pflanzlicher Lebensmittel, wie beispielsweise Sprossen oder Tomaten, konnte in Deutschland noch nicht hergestellt werden, obwohl Salmonellen auf pflanzlichen Lebensmitteln auch in Deutschland nachgewiesen werden“, so das rki.

Salmonellen – so gefährlich sind die Bakterien für uns Menschen

Die Inkubationszeit beträgt bei Salmonellen 6–72 Stunden, in der Regel 12–36 Stunden. Die Ansteckungsgefahr besteht sehr lange, im Schnitt sieben Wochen oder länger. Es wurden sogar schon Fälle nachgewiesen bei denen Patienten über sechs Monate ansteckend waren. Die Infektion mit Salmonellen, die sogenannte Salmonellose manifestiert sich meist als akute Darmentzündung mit plötzlich einsetzendem Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein und manchmal Erbrechen. Häufig tritt leichtes Fieber auf.

Die Symptome halten oft über mehrere Tage hinweg an. Bei Kleinkindern oder älteren Erwachsene kann die resultierende Dehydrierung stark ausgeprägt sein. In seltenen Fällen kann die initiale Darmentzündung einen septischen Verlauf mit zum Teil hohem Fieber annehmen.

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Therapien bei einer Salmonelleninfektion

Im Regelfall kann bei einer Salmonellose keine Antibiotikatherapie erfolgen, da hierdurch die Bakterienausscheidung verlängert werden kann. Normalerweise gilt es, nur den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen, der durch die lange anhaltenden Durchfälle verursacht wird.

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