Ölpreis im Keller: Lohnt es sich, jetzt Heizöl zu kaufen?

In den vergangenen Monaten sind die Heizölpreise deutlich gefallen. Seit dem Preishoch Mitte März sind die Preise für Heizöl im Durchschnitt von 92 Cent auf etwa 82 Cent je Liter in Deutschland gefallen. Laut Heizoel24.de ist der sinkende Heizölpreis den allgemein sinkenden Ölpreisen auf dem Weltmarkt zu verdanken: Im gleichen Zeitraum sind die Ölpreise um etwa 30 Prozent gesunken. Lohnt es sich jetzt, Heizöl für den Winter einzukaufen? Oder werden die Heizölpreise weiter sinken?

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Heizöl-Händler vermelden einen regelrechten Kundenansturm auf das momentan günstige Heizöl. Im Vergleich zum Mai 2012 hat sich die bestellte Heizölmenge im Juni 2012 mehr als verdreifacht. Der Run auf das billige Heizöl sorgt mittlerweile sogar für Lieferengpässe: Bis zu sechs Wochen müssen Heizöl-Kunden derzeit auf ihre Heizöl-Lieferung warten.

Im Norden ist Heizöl billiger als im Süden

Auch wenn das Preisniveau für Heizöl derzeit tief ist, gibt es auch aktuell zum Teil erhebliche regionale Preisunterschiede. So zahlt man in Bayern momentan bis zu vier Cent mehr als im Bundesdurchschnitt. Experten zufolge liegt das auch an der Insolvenz eines großen Erdölkonzerns, der am Raffineriestandort Ingolstadt tätig war. Im hohen Norden hingegen profitiert man als Heizöl-Kunde von der Nähe zum Hamburger Hafen, über den ein großer Teil des Öls nach Deutschland kommt. Dementsprechend günstig ist Heizöl in Hamburg: Je nach Liefermenge liegt der Heizölpreis in Hamburg aktuell bei unter 80 Cent!

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Wird der Heizölpreis weiter sinken?

Die Chancen auf einen weiteren Sinkflug der Heizölpreise stehen laut heizoel24.de nicht schlecht. Der Preistrend beim Öl weist an der Börse weiterhin nach unten. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt, solange sich die Konjunkturprognosen nicht verbessern und die Eurokrise eine Lösung findet. Zudem ist das Angebot an Rohöl derzeit verhältnismäßig hoch. Der Grund dafür: Die Fördermengen der OPEC sind momentan höher als der Verbrauch. Allerdings ist das Pokern beim Heizöl-Preis durchaus riskant: Einige Experten sehen bereits die Talsohle des Ölpreises überschritten und erkennen einen leichten Trend nach oben: eine Reaktion auf den jüngsten Preisverfall. Wenn dieser Trend sich in den kommenden Wochen durchsetzt, wäre es mit der Chance auf ein Heizöl-Schnäppchen vorerst vorbei. Ein weiteres Risiko stellt die aktuelle Schwäche des Euros dar: Da der Ölpreis weltweit in Dollar gehandelt wird, schlägt sich jeder Kursverlust beim Euro im Ölpreis wieder. An der Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung liegt es daher auch, dass der Heizölpreis nicht annähernd so stark gesunken ist, wie der Weltpreis für Rohöl. Während der Rohölpreis um fast 30 Prozent gesunken ist, fiel der Heizölpreis in Deutschland um gerade mal 12 Prozent.

Vergleichen Sie die aktuellen Heizölpreise mit unserem Heizölrechner

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