Orkan Andrea wütet über Deutschland

Seit Mitternacht wütet Orkan Andrea nun schon über Deutschland. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 170 km/h im Schwarzwald und 120 km/h im Flachland richtete er zahlreiche Schäden an. Vor allem Rheinland-Pfalz war in der Nacht betroffen. Das Schlimmste ist jedoch noch nicht überstanden. Südlich der Linie Düsseldorf-Magdeburg-Berlin wird der Orkan noch mindestens bis 17h eine Schneise der Verwüstung schlagen. Am Vormittag ist auch der Nordwesten Deutschlands stark betroffen, vor allem Schleswig-Holstein und die deutsche Nordseeküste.

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„Andrea“ schlimmer als „Ulli“

Am schlimmsten wütet „Andrea“ heute am Vormittag im Nordwesten Deutschlands an der deutschen Nordseeküste und der Ostseeküste im Bereich von Schleswig-Holstein. Doch auch die Mitte und die süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern sind betroffen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Wetterkarte, bzw. Warnkarte auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt, auf der man auch die Prognosen für die kommenden Stunden sehen kann.

„Das Sturmtief ziehe nach Südosten, die stärksten Böen erreichten die Mitte Deutschlands in der Mittagszeit und den Süden am Nachmittag. Im Schwarzwald werden Böen von bis zu 170 Kilometern pro Stunde erwartet. Auch im Flachland erwarten wir durchaus Böen, die bei 120 Kilometern pro Stunde liegen“, betonte der Meteorologe Helmut Malewski im RP-Liveticker.

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Bis zum Abend hat „Andrea“ Deutschland in Richtung Polen, Tschechien und Österreich verlassen. In der Nacht wird es dann zunehmend ruhiger. Das schlechte Wetter bleibt uns laut Deutschem Wetterdienst dennoch auch noch in den nächsten Tagen erhalten. Es bleibt windig und auch sehr regnerisch. Der Deutsche Wetterdienst erwartet vor allem in den Alpen viel Schnee, jedoch nicht in den Niederungen. „Andrea sei zwar ein Sturmtief, an das man sich erinnern werde, ganz so extrem wie Kyrill würde ich den Sturm nicht einstufen“, betonte Meteorologe Malewski. », betonte er. Orkan Kyrill hatte 2007 Deutschland über Tage in Atem gehalten und schwere Schäden angerichtet.

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Sturmschäden – wann zahlt die Versicherung?

Sturmschäden an der eigenen Immobilie, zum Beispiel durch umgestürzte Bäume oder abgedeckte, übernimmt in der Regel die Wohngebäudeversicherung. Allerdings sollte man genau in seinen Vertrag schauen, ob Sturmschäden da auch aufgeführt sind. In den allermeisten Fällen werden heute sogenannte „gebundene Wohngebäudeversicherungen“ abgeschlossen.  In diesen sind Sturmschäden mit abgedeckt. Auch Folgeschäden, wie etwa ein Wasserschaden durch Wassereindringen nach einem vom Sturm abgedeckten Dach, sind hierbei mitversichert.

Die Versicherung zahlt aber erst für Sturmschäden am eigenen Haus oder der Eigentumswohnung ab einem sogenannten „stürmischen Wind“ der Windstärke 8 (ab 62 km/h) in der Regel die Wohngebäudeversicherung auf. Bei den aktuellen Sturmtiefs „Andrea“ handelt es sich um Orkane der Windstärke 12. Die Wohngebäudeversicherung muss also zahlen. Wichtig ist, dass Sie Schäden möglichst schnell bei Ihrer Versicherung melden.

Mieter wenden sich bei Sturmschäden an der Wohnung bei ihrem Vermieter. Der ist zwar nicht gesetzlich dazu verpflichtet, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen, allerdings haben die meisten Vermieter eine solche Versicherung abgeschlossen. Mieter können dies übrigens leicht erkennen, da der Vermieter diese in der Regel über die Nebenkosten abrechnet.

Zu Schäden am Auto und am Hausrat lesen Sie bitte hier weiter

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Orkan nach Hausfrau aus Sprockhövel benannt

Das aktuelle Sturmtief „Andrea“ ist übrigens nach Andrea Stefan aus Sprockhövel in der Nähe von Wuppertal benannt. Der Freund der 34-jährigen Hausfrau kaufte die Namensgebungsrechte am zweiten Tief des Jahres beim Institut für Meteorologie der Freien Universität in Berlin. Seit 2002 Seit können Privatpersonen Vornamen für Tief- und Hochdruckgebiete vergeben. Eine Patenschaft ist aber nicht gerade billig: Ein Hochdruckgebiet kostet schlappe 299 Euro. Die Taufe eines Tiefs, wie das aktuelle Orkantief „Andrea“ ist allerdings ein Schnäppchen: 199 Euro hat der Liebesgruß den Freund von Andrea Stefan gekostet. Hintergrund: Tiefdruckgebiete bringen meistens schlechtes Wetter mit sich, was eventuell weniger romantisch anmuten könnte.

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