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Pfändung von Girokonten

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Verbraucher mit Schulden aufgepasst: Ab Januar können normale Girokonten komplett gepfändet werden. Wer dies verhindern will, muss sich künftig ein Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto einrichten. Nur diese Kontenform bietet ab 2012 Pfändungsschutz bis zu einem Betrag von 1028,89 Euro. Bislang galt eine Übergangsregelung, wonach auch normale Girokonten mit Pfändungsschutz geführt werden konnten.

Bislang nur wenige P-Konten

Rund 250.000 P-Konten gibt es derzeit. Das entspricht gerade einmal 8 Prozent der überschuldeten Haushalte in Deutschland, die derzeit über ein auch künftig pfändungssicheres P-Konto verfügen. Dabei ist ein pfändungssicheres Girokonto überlebenswichtig. Denn ab Januar wird auch der gesetzliche Verrechnungsschutz auf Sozialleistungen, wie zum Beispiel ALG-II, das Kindergeld oder auch die Rente nur noch bei einem P-Konto gewährt. Schuldner sollten daher rechtzeitig vor dem Jahreswechsel die Umwandlung ihres Girokontos in ein P-Konto beantragen. Bis zu einer Summe von 1028,89 Euro ist das Geld dort dann pfändungssicher. Auch eine Erhöhung dieses Pfändungs-Freibetrags ist möglich, wenn man zum Beispiel Kinder hat oder anderweitig unterhaltspflichtig ist.

Bundesratsinitiative aus Hamburg soll Abhilfe schaffen

Ein Grund für die geringe Verbreitung des P-Kontos sind sicher die zum Teil hohen Gebühren, die Banken ihren Kunden für ein P-Konto abverlangen. Der rot-grüne Hamburger Senat will nun mit einer Bundesratsinitiative dem Problem Herr werden. Mit der Initiative soll neben dem generellen Rechtsanspruch auf ein Girokonto, auch die kostenlose Umwandlung eines bestehenden Kontos in ein P-Konto durchgesetzt werden. Die Iniative soll noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel, voraussichtlich sogar noch im November in die Länderkammer eingebracht werden. Darüber hinaus will der Hamburger Senat mittels einer Werbekampagne die Verbraucher über die Existenz und die Vorteile von P-Konten aufmerksam machen.

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