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Rundfunkbeitrag: ZDF stellt sich Diskussion um „Zwangsabgabe“

Der im Januar eingeführte Rundfunkbeitrag erregt immer noch die Gemüter. Die Diskussion ist mittlerweile vielfältig und geht weit über Kritik am Rundfunkbeitrag an sich hinaus. Die öffentlich vor allem von Privatmedien geführte Kritik reicht von Moderatorengehältern bis hin zu einer Diskussion über die Sportrechte. Morgen Abend stellt sich der Intendant des ZDF, Thomas Bellut in der Sendung „Maybrit Illner“ der Diskussion. Zuschauerfragen sind ausdrücklich erwünscht.

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Rundfunkbeitrag: Medienkampagne oder berechtigte Kritik?

Die Medienkampagne, geführt von den Medienhäusern Burda (Focus) und Springer (Bild, Welt), ist kaum mehr zu übersehen. Nahezu täglich berichten die Blätter über den angeblichen Proteststurm, der durchs Land zieht, über mutmaßliche Fehlbescheide des Beitragsservice sowie über Vorschläge, was man aus dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk im Interesse der Privatmedienwirtschaft machen sollte. Das Pikante dabei: Beide Verlagshäuser sind an privaten Radio- und TV-Sendern beteiligt.

Diverse Medienblogs berichten mittlerweile über die zum Teil hanebüchenen Falschmeldungen der Privatmedien zum Thema Rundfunkbeitrag. So waren laut Bildblog die von der Bild-Zeitung angeführten, angeblichen Fehlbescheide des Rundfunkservice in Wahrheit korrekt. Auch Behauptungen wie „Deutschland habe die höchsten Gebühren“ sind nachgewiesenermaßen schlichtweg falsch.

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Hetzkampagnen schaden berechtigter Kritik am System

Die Hetzkampagnen sind ärgerlich, da die berechtigte Kritik am neuen Rundfunkbeitrag sowie am öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch unqualifizierte, maßlose und fehlerhafte Kritik nahezu untergeht.

Diskussionsbeiträge von Befürwortern, wie zum Beispiel die des WDR-Chefredakteurs Jörg Schönenborn werden niedergeschrieben – eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Argumenten der Befürworter findet kaum statt. Das ist schade und wenig zielführend.

Öffentliche Diskussion zum Rundfunkbeitrag im ZDF

Das ZDF startet am Donnerstag einen Versuch, über das Thema sachlich zu diskutieren. In der Sendung Maybrit Illner (ZDF, 17.1., 22:15h) stellt sich der Intendant des ZDF, Thomas Bellut, der Diskussion. Das Thema der Sendung lautet Gebühren, Quoten, Qualität – sind ZDF und ARD ihr Geld wert? Als Vertreter der Kritiker ist unter anderem Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG sowie der Autor Hans-Peter Siebenhaar („Die Nimmersatten“) eingeladen.

Zuschauerfragen sind erwünscht und können bereits jetzt auf der Facebook-Seite von Maybrit Illner gepostet werden.

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2 Kommentare

  1. Krass, dass der Typ von Springer kommt. Die Artikel in der BLÖD-Zeitung habe ich auch gelesen. Da stimmte ja gar nichts. Peinliche Kampagne. Für wie blöd halten uns eigentlich die Privatmedien? Da muss man ja froh sein, dass es noch öffentlich-rechtliche Medien gibt.

    Das Geschreie um den Rundfunkbeitrag ist albern. Raider heißt Twix sonst ändert sich fast nix. Aber ich bin gespannt, wie offen sich der Intendant des ZDF gegenüber anderer Kritik umgeht, zum Beispiel Sportrechte, Verwaltungswasserkopf, alte Zuschauer, Digitalprogramme. Schade eigentlich, dass der ARD offensichtlich der Mut zu so einer Diskussion fehlt. Die kassieren vier Fünftel des Gebührenkuchens und bei denen gibt es ja noch weitaus mehr zu kritisieren.

  2. Michael Mönig

    Die Internetspinner sollte man nicht allzu ernst nehmen. Die organisieren sich in ihren GEZ-Hass-Foren und verabreden sich dann zum wilden Kommentareschreiben wann immer irgendwo ein Artikel veröffentlicht wird. Ich hab mich da selbst schon angemeldet. Schlimme Spinner da!
    Der WDR hat das belegt anhand der IP-Adressen, dass es sich bei den vielen 100 Kritikern mit verschiedenen Namen immer wieder um die selben 30 IP-Adressen handelte. Also entweder die wohnen alle in ner WG -ich vermute ja Altenheim- oder die leiden tatsächlich unter einer Persönlichkeitsspaltung gepaart mit zu viel Tagesfreizeit.

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