Silvester: Was ist erlaubt, was verboten?

An Silvester wird wieder überall in Deutschland gefeiert. Neben Fondue, Raclette und Bleigießen gehören da auch Böller und laute Partys selbstverständlich dazu. An Silvester herrscht so etwas wie Ausnahmezustand. Regeln, die sonst gelten, wie die Nachtruhe, werden vielerorts deutlich laxer verfolgt. So greifen die Ordnungshüter bei nächtlicher Ruhestörung meist erst nach 2 Uhr ein. Böller für das eigene Feuerwerk gibt es bereits wieder seit gestern im Handel zu kaufen.

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Nachtruhe: Silvesterparty darf länger laut sein

Eingeschränkte Nachtruhe: Bei nächtlicher Ruhestörung greifen die Ordnungshüter an normalen Tagen bereits ab 22h ein. Das gilt allerdings nicht für Silvester. „An Silvester hat die Tradition oder Brauchtumspflege in Form von mitternächtlichem Böllern oder lauten Partys Vorrang vor der Nachtruhe“, so VP-Rechtsexperte Sebastian Güllner.

Die Frage, die sich alle privat Feuernden und Party-Veranstalter stellen: Wie lange darf man an Silvester laut Musik hören? Und wann kommt die Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung? Dies ist von Fall zu Fall und Ort zu Ort unterschiedlich, jedoch darf die Party deutlich länger laut sein als sonst. „In der Regel schreiten Polizei und Ordnungsamt erst ab 2 Uhr nachts ein“, so Güllner. Feiermuffel müssen also ihre lauten Nachbarn an Silvester länger ertragen.

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Feuerwerk: Klasse 2 Böller nur für Erwachsene

Böller und Feuerwerkskörper sind in Deutschland in zwei Gefahren-Klassen eingeteilt. Während Feuerwerkskörper der Klasse 1 (Wunderkerzen, Knallerbsen, Bengalisches Feuer usw.) das ganze Jahr über verkauft werden dürfen, gibt es Klasse-2-Böller nur zwischen dem 28.12. und Silvester zu kaufen. Hierzu zählen neben Knallfröschen und China-Böllern auch sämtliche Leuchtraketen und Schuss-Knaller. Klasse-2-Feuerwerkskörper dürfen nur an Personen verkauft werden, die über 18 Jahre alt sind und sollten daher auch nur von diesen benutzt werden.

„Die Trends bleiben eigentlich in jedem Jahr gleich“, sagte Verkäufer Dennis Spiller aus Velbert gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Beliebt seien vor allem hochwertige Raketen und Schussbatterien. Bodenfeuerwerk sei dagegen mittlerweile nicht mehr besonders gefragt.

Vorsicht: Finger weg von Billig-Böllern

Auf keinen Fall sollte man Feuerwerkskörper verwenden, die nicht in Deutschland geprüft und zugelassen wurden. Am besten erreicht man dies, wenn man sie in einem dafür zugelassenen Geschäft in Deutschland kauft, also zum Beispiel im Supermarkt, Discounter, Baumarkt oder Kaufhaus. Feuerwerkskörper dürfen in Deutschland nur in geschlossenen Räumen verkauft werden. Kioske oder Verkaufspassagen dürfen Böller nicht verkaufen.

Von nach Deutschland geschmuggelten und nicht zugelassenen Billig-Böllern aus Ost-Europa, den sogenannten „Polen-Böllern“ sollte man auf alle Fälle die Finger lassen! In den vergangenen Jahren gab es nämlich eine Vielzahl schwerer Unfälle und Verstümmelungen, weil billige und schlecht verarbeitete Böller bereits in der Hand losgingen.

In Deutschland geprüfte Ware ist an der Kennzeichnung BAM P I oder P II plus einer vierstelligen Zahlenreihe (zum Beispiel BAM – P II – 1912) zu erkennen. Europäische Ware trägt das CE-Zeichen mit Prüfnummer, so RP-Online.

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Einen guten Rutsch und alles Gute für 2013

Last but not least bedankt sich das Team von verbraucher-papst.de bei allen Lesern und Freunden und wünscht allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, gesundes und glückliches neues Jahr 2012 – bleiben Sie gut informiert!

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