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So sparen Sie bis zu 80 Prozent Strom!

Elektrogeräte im Haushalt sind Stromverbraucher Nummer 1 in Deutschland. Gerade Altgeräte aus den 1990er Jahren sind wahre Stromfresser. Trotzdem nutzen immer noch Millionen Deutsche ihre alten Mühlen, obwohl sich ein Austausch der Geräte oft schon nach wenigen Jahren bezahlt macht – allein durch den Strom, den man dadurch einspart. Doch nicht jedes neue Gerät ist automatisch sparsam, wie Stiftung Warentest herausfand.

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Bis zu 80 Prozent der Stromkosten lassen sich sparen

Am krassesten fällt der Unterschied zwischen Alt- und Neugeräten bei den Kühl-Gefrierkombinationen aus. Während ein 20 Jahre altes Gerät im Schnitt für 145 Euro Strom im Jahr verbraucht, kommen aktuelle Geräte gerade einmal auf 56 Euro Jahresverbrauch. Eine satte Ersparnis von 89 Euro!

Und bedenkt man nun noch, dass derzeit  energieeffiziente Kühl-Gefrierkombinationen schon ab 300 Euro zu haben sind, so fällt schnell auf, dass sich ein Austausch des Altgeräts sehr schnell bezahlt macht. Ein 4-Personen-Haushalt kann im Jahr gut und gerne 400 Euro sparen, wenn er seine Altgeräte durch neue, energieeffiziente austauscht. Das ist ungefähr die Hälfte dessen, was ein 4-Personen-Haushalt, der komplett mit Altgeräten ausgestattet ist im Jahr an Strom verbraucht.

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Neu ist nicht immer günstiger

Jedoch ist nicht jedes neue Gerät auch automatisch energiesparend. Gerade viele Billiggeräte aus Fernost entpuppen sich sehr schnell als falsche Schnäppchen. Zwar ist der Anschaffungspreis äußerst gering, jedoch sind die Stromkosten zum Teil höher, als die von Altgeräten aus den 90er Jahren. Gerade bei Fernsehgeräten ist hier Vorsicht angebracht. Der Unterschied zwischen energiesparendem Gerät und Energiefresser beträgt während der durchschnittlichen Gesamtnutzungsdauer eines Fernsehers von 12 Jahren nicht selten 1000 Euro und mehr.

Ein Austausch eines Altgeräts will also genau geprüft sein. Je mehr Strom es im Vergleich zu einem Neugerät verbraucht, desto eher lohnt es sich aber, darüber nachzudenken. Und wenn dann noch eine Reperatur ansteht, dann nichts wie auf den Sperrmüll mit dem alten Energiefresser!

Große Verwirrung bei den Energie-Labels

Die von der EU eingeführten Energie-Labels in Deutschland sind gelinde gesagt verwirrend. Die Skala aus dem Jahr 1994 geht von 6 Energieeffizienzklassen aus. Vom Buchstaben A wie sparsam bis G wie Stromfresser reichte die Skala. Da mittlerweile bei einzelnen Haushaltsgeräten der technische Fortschritt schneller ging als bei anderen gibt es bei den energieffizienteren Gerätetypen seit 2003 zwei weitere Wertungen, nämlich A+ für sparsamer und A++ für noch sparsamer. Und die Geräte, die sich seit 1994 noch viel weiter entwickelt haben, tragen seit 2010 das aktuelle Top-Energie-Label A+++.

Bei vielen Geräten, wie zum Beispiel Fernsehern, sind die top-sparsamen Geräte bei A+ eingeordnet. Bessere Geräte gibt es da nicht. Bei Waschmaschinen und Spülmaschinen jedoch gibt es bereits Geräte mit A+++, die Top-Bewertung. Bei Trocknern, Backöfen und Klimaanlagen ist derzeit schon bei A schluss mit sparsam. Für Verbraucher nicht gerade einfach zu durchschauen. Aber es ist eine Frage der Zeit, bis ein neues System das derzeitige ablösen wird.

Beim E-Herd geringes Sparpotenzial

Induktionsherde sind derzeit die sparsamsten E-Herde. Pro Jahr fallen bei einer durchschnittlichen Nutzung gerade einmal 65 Euro Stromkosten an. Herde mit Ceranfeldern und Plattenherde verbrauchen im Schnitt knapp 20 Euro im Jahr mehr. Ein Austausch eines herkömmlichen Herds, lohnt sich bei diesem geringen Stromkostenersparnis im Vergleich zu den Anschaffungskosten jedoch finanziell noch nicht. Während man für einen herkömmlichen Herd derzeit um die 200 Euro zahlen muss, kostet ein Induktionsherd ab 300 Euro. Hinzu kommen dann noch einmal die Anschaffung neuer Induktions-Töpfe und -Pfannen, so dass sich finanziell ein Induktionsherd erst nach rund 15 Jahren bezahlt macht. Dennoch hat ein Induktionsherd andere Vorteile – das Essen wird deutlich schneller heiß und eine Stromersparnis ist natürlich immer gut. Wer sich also ohnehin einen neuen Herd anschaffen will, sollte darüber nachdenken.

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Beim Kühlschrank lässt sich gut sparen

Kühlschränke gibt es derzeit im deutschen Handel nur noch in den Energieeffizienzklassen A bis A+++. Ab Mitte 2012 dürfen Kühlschränke mit der Energieeffizienz A dann nicht mehr verkauft werden. Ein Gerät der Klasse A++ verbraucht die Hälfte an Strom im Vergleich zu einem A-Gerät.  Ein A+++ Gerät dann nochmal 20-30 Prozent weniger.

Generell gilt: Je größer ein Kühlschrank, desto mehr Energie frisst er. Für einen 2-Personen-Haushalt reicht ein Kühlschrank mit dem Volumen von 120-140 Litern. Jede weitere Person benötigt im Schnitt 60 Liter Nutzvolumen mehr. Eine 4-köpfige Familie bräuchte also ein Gerät, das 240-360 Liter fasst. Bei Gefrierschränken reicht einem 2-Personenhaushalt ein 50-80 Liter Gerät, für die 4-köpfige Famile wäre ein 100 bis 130 Liter Gefreiergerät ratsam.

Sparen kann man auch, wenn man den Kühlschrank etwas höher stellt. Speisen sollen zwischen +5 und + 7 Grad gekühlt werden. Da reicht bei den meisten Geräten Kühlstufe 1. Genauso sieht es im Gefrierschrank aus: Kühlstufe 1 reicht in der Regel aus. Speisen sollten da bei -18 Grad gelagert werde. Ein weiterer Tipp: Stellen Sie ihr Kühlgerät möglichst weit weg von Heizkörpern, Backöfen oder anderen Wärmequellen. Denn je höher die Umgebungstemperatur, desto höher die Stromkosten.

Warmwasseranschluss für die Waschmaschine lohnt nur bedingt

Wenn man einer Waschmaschine einen Warmwasseranschluss verpasst, muss sie das Wasser selbst nicht mehr so sehr erhitzen. Dadurch verbraucht sie natürlich deutlich weniger Strom, etwa ein Drittel. Jedoch sollte man bedenken, dass man anderswo das Wasser für die Warmwasserleitung erhitzen muss. Beispielsweise im Keller mit der Heizungsanlage. Dann wird das Geld, das oben gespart wird, sprichwörtlich unten wieder verbrannt.

Bei der Waschmaschine kann man aber anderweitig sparen. Die Waschmittel sind heute derart effizient, dass man getrost normale Wäsche und Weißwäsche bei 40 Grad waschen kann. 60-Grad-Wäschen sind in den meisten Fällen überflüssig, es sei denn Wäsche ist extrem verschmutzt. Dadurch lassen sich je nach Waschmaschinentyp gut 30 Prozent der Energiekosten einsparen, ohne dass man einen Unterschied sieht.

Mythos: Standby-Verbrauch

Früher wurde allen Verbrauchern immer geraten unbedingt teure Zeitschaltuhren oder Mehrfachsteckdosen zu installieren, damit ja bloß kein Standby-Gerät mehr am Netz ist. Seit 2010 ist der Standby-Verbrauch der Neugeräte jedoch zu vernachlässigen. Die meisten der Geräte, wie Fernseher, Waschmaschinen und Kaffeeautomaten dürfen seitdem im Bereitschaftsmodus maximal 1 Watt verbrauchen. Lediglich für Geräte mit Digitalanzeigen gilt noch bis 2013 eine 2-Watt-Grenze. Bei Altgeräten gilt jedoch weiterhin: Stecker raus!

 

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