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Streichfette im Test: Stiftung Warentest testet Butterprodukte

Streichfette haben gegenüber herkömmlicher Butter einen großen Vorteil: Sie sind streichfähig, auch wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommen. Meist sind sie mit Rapsöl, Wasser oder Joghurt gestreckt und sollen dennoch nach Butter schmecken. Stiftung Warentest hat diese Streichfette unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Testsieger unter den Streichfetten kommen ausgerechnet aus dem Discounter.

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Typisches Frühstücksthema: Butter oder Margarine?

Was ist besser: Butter oder Margarine? Diese Frage hat schon an so manchem Frühstückstisch für lange Diskussionen gesorgt. Die Argumente sind vielfältig, ähnlich wie die Produktpalette an Streichfetten. Die einen lassen nichts auf den ursprünglichen und natürlichen Buttergeschmack kommen. Die anderen argumentieren mit Kalorien und Streichfähigkeit und halten Margarine für das bessere Streichfett.

Buttergeschmack liegt voll im Trend

Seit einiger Zeit scheint es akzeptable Kompromisse zwischen Buttergeschmack und Streichfähigkeit zu geben. Sie heißen Streichfein, Kaergarden oder Maelkebotte und sind aus den Regalen der Supermärkte nicht mehr wegzudenken. Die Umsatzzahlen dieser Streichfette steigen. Für die Stiftung Warentest ein Grund, die Butter aus dem Becher genauer zu untersuchen.

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Die Tester haben sich ingesamt 24 Butter-Produkte genauer angeschaut. Das Testergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Mehr als die Hälfte der streichzarten Butterprodukte sind gut bewertet worden. Sieben waren immerhin befriedigend, eines ausreichend. Allerdings fielen drei Streichfette im Test durch. Das Urteil der Tester: mangelhaft.

Butter mit Rapsöl gut bewertet

Die besten Produkte im Test bestanden hauptsächlich aus echter Butter, die mit Rapsöl versetzt wurde. Diese Butter-Rapsöl-Streichfette überzeugten die Tester geschmacklich ehesten. Laut Test schmeckten viele von ihnen deutlich nach Butter und erhielten auch in der ernährungsphysiologischen Bewertung gute Noten. Allen voran die GUTen (2,0) ALDI(Süd)-Produkte milfina Streichfein, gesalzen und milfina Streichfein, ungesalzen (Preis ca. 1,29 Euro/250 Gramm). Ebenfalls GUT (2,3) wurden die Streichfette von Arla bewertet: Kaergarden Balance gesalzen und ungesalzen (Preis: ca. 1,51 Euro/250 Gramm) überzeugten die Tester durch frischen Buttergeschmack und geschmeidiges Mundgefühl.

Ein GUT erhielt auch das Bioprodukt Söbbeke Die Gute aus Butter, Rapsöl und Joghurt, ungesalzen (2,3) (Preis: ca. 2,74 Euro/250 Gramm). Die zwei Streichfette von ALDI Nord Maelkebotte, Fein gesalzen und ungesalzen (Preis: ca. 1,29 Euro/250 Gramm) bekamen ebenfalls ein GUT (2,4), hier monierten die Tester die leichte Margarinenote.

GUT (2,4) ist außerdem das Butterprodukt Kerrygold extra aus irischer Butter und wertvollem Rapsöl, ungesalzen (ca. 1,46 Euro/250 Gramm), die Variante mit Meersalz erhielt hingegen ein leichten Punktabzug (2,5) wegen etwas schlechteren Werten bei der Streichfähigkeit. Das Streichfett Ravensberger Streichzartes Fäßchen, fein gesalzen (Preis: ca. 1,69 Euro/250 Gramm) erhielt ebenfalls ein GUT (2,4).

Die Butterprodukte gibt es bei vielen Anbietern wahlweise gesalzen oder ohne Salz. Laut Stiftung Warentest spielt der Salzgehalt in den getesteten Streichfetten keine große Rolle für den Salzhaushalt im Körper. Selbst bei der salzigsten Variante nimmt man bei 20 Gramm Streichfett am Tag höchstens 0,24 Gramm Salz zu sich – bei einem Salz-Richtwert von 6 Gramm am Tag fällt der Salzgehalt in gesalzener Butter demnach kaum ins Gewicht.

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Warum zwei Bio-Streichfette im Test durchfielen

Die Vorsilbe Bio gilt für viele Verbraucher als Kaufargument schlechthin. Doch ausgerechnet zwei Bio-Streichfette fielen im Test glatt durch. Das Streichfett Thise Bio Blume bekam sowohl in der ungesalzenen als auch in der gesalzenen Variante jeweils ein MANGELHAFT (5,0). Zwar wurden beide Produkte sensorisch als GUT bewertet, doch die MANGELHAFTe Deklaration führte laut Stiftung Warentest zu einem massiven Punkteabzug. Die dänischen Bioprodukte enthalten laut Test weniger Rapsöl als angegeben. Außerdem bemängelten die Tester Unstimmigkeiten bei den Fettangaben und bei der Zusammensetzung. Für die Stiftung Warentest ist das eine Irreführung der Verbraucher und wurde im Test daher besonders abgestraft.

Ebenfalls MANGELHAFT (5,0) bewerteten die Tester das Streichfett Deli Reform, Die feine (ca. 0,92 Euro/250 Gramm). Die Tester stießen hier auf nicht natürliche Aromastoffe anstatt des deklarierten natürlichen Aromas. In den anderen Kategorien wie etwa der sensorischen Beurteilung schnitt das günstige Streichfett allerdings durchweg GUT ab.

 

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Ein Kommentar

  1. Ja das war ja wieder klar. Das Streichfett das ich immer kaufe (Deli) schneidet schlecht ab. Aber mal ehrlich. Wer isst denn Butter einzig und allein wegen des Geschmacks? Im Grunde ist mir egal was ich mir aufs Brot schmiere, Hauptsache ist, dass das Brot nicht so trocken schmeckt oder?

    Beste Grüße,
    Martin

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