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Strompreiserhöhung 2012: 10 Millionen Verbraucher müssen ab März mehr zahlen

Zum März 2012 werden 178 Versorger in Deutschland ihre Strompreise erhöhen. Von der Strompreiserhöhung 2012 sind insgesamt 10 Millionen deutsche Stromkunden betroffen. Verbraucherpapst hatte bereits im Januar über geplante Preiserhöhungen bei den deutschen Stromversorgern berichtet. Damals hatten allerdings nur 100 Versorger Preiserhöhungen angekündigt – nun sind es fast doppelt so viele. Im Schnitt werden die Strompreise sich um 41 Euro pro Jahr verteuern, so das unabhängige Vergleichsportal Check24. Allerdings hat der Gesetzgeber den Wechsel des Anbieters nun vereinfacht. Im Schnitt sparen Verbraucher 213 Euro im Jahr bei einem Anbieterwechsel.

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Strompreis steigt in der Spitze um 10 Prozent

Zum Ende des Winters werden die Strompreise in Deutschland zum Teil stark erhöht. 10 Millionen deutsche Verbraucher sind betroffen. Wie das Vergleichsportal Check24 nun in München mitteilte, werden insgesamt 178 deutsche Grundversorger ihre Strompreise im Schnitt um 3% erhöhen, was durchschnittlich 41 Euro bei einem 4-köpfigen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden entspricht. Doch der Durchschnitt sagt wenig aus, wieviel man als Verbraucher tatsächlich zahlen muss. Denn während einige Versorger nur moderat ihre Preise erhöhen, drehen andere sehr stark an der Preisschraube. In der Spitze liegen die Preiserhöhungen nämlich bei bis zu 118 Euro pro Jahr, was einem Anstieg von 10% entspricht. „Erhöht ein Versorgungsunternehmen die Preise um mehr als drei Prozent, so lohnt sich ein Anbieterwechsel in jedem Fall“, so VP-Energieexperte Marius Kindel. Aber auch sonst lohnt ein Preisvergleich, so der Experte. Im Schnitt spart eine 4-köpfige Familie, die ihren Anbieter wechselt, immerhin 213 Euro pro Jahr. „Bei Anbietern, die ihre Preise nun massiv erhöhen, ist die Ersparnis natürlich ungleich größer“, so Kindel.

Bundesregierung vereinfacht den Anbieterwechsel

In Zukunft soll der Wechsel zu einem neuen Stromversorger noch einfacher werden. Am 15. Februar hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Kündigungsfrist bei einem Anbieterwechsel von bisher vier Wochen auf künftig nur noch zwei Wochen verkürzt wird. Die Vorlage muss noch durch den Bundestag, was aber Formsache ist. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sagte, ein Stromanbieterwechsel dürfe künftig nicht länger als drei Wochen dauern. Die Reform soll den Verbrauchern ein Wechsel erleichtern.

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Ein Anbieterwechsel lohnt sich in den allermeisten Fällen. „Mit dem Wechsel vom Grundversorger zu einem alternativen Stromanbieter haben unsere Kunden 2011 im Durchschnitt über 200 Euro im Jahr gespart“, sagt auch Isabel Wendorff vom unabhängigen Vergleichsportal CHECK24. Doch man sollte aufpassen, einig Tarife beinhalten versteckte kosten. „Der neue Tarif sollte einen günstigen Grund- und Arbeitspreis sowie eine Preisgarantie von mindestens einem Jahr enthalten“, so Wendorff weiter. Mit unabhängigen und TÜV-geprüften Stromrechnern findet man aber schnell den besten Anbieter für seine Bedürfnisse.

Rheinland-Pfälzer und Baden-Württemberger sparen am meisten

Von den aktuellen Preiserhöhungen sind rund zehn Millionen Verbraucher in Deutschland betroffen. Unter den Anbietern, die ihre Strompreise erhöhen wollen, ist auch der Frankfurter Grundversorger Mainova. Zum März soll dort der Strompreis bei einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden um 101 Euro pro Jahr steigen. Das entspräche einer Preiserhöhung von 8% im Jahr. Die Stadtwerke München wollen um 56 Euro oder 5% ihre Preise erhöhen, allerdings erst zum April. Und auch Deutschlands fünftgrößter Grundversorger, die norddeutsche EWE AG aus Oldenburg wird den Strompreis erhöhen: Verbraucher dort zahlen ab März 42 Euro mehr im Jahr, was einer Preissteigerung von 3% entspricht.

Durchschnittlich sparten Verbraucher, die im Jahr 2011 ihren Anbieter gewechselt haben, 213 Euro im Jahr. Bei Tarifen ohne Neukundenbonus lag die durchschnittliche Ersparnis im Jahr immerhin noch bei 114 Euro. Interessanterweise gibt es in Deutschland regionale Unterschiede, was einen Anbieterwechsel angeht. Vor allem in Deutschlands Südwesten kann viel gespart werden. Nach Bundesländern haben Verbraucher in Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 253 Euro im Jahr 2011 am meisten von einem Wechsel zu einem neuen Versorger profitiert. Auf Platz 2 folgen die Verbraucher in Baden-Württemberg. Die als sparsam bekannten Schwaben sparten im Schnitt 243 Euro. Doch auch in Ostdeutschland, wo Energiepreise traditionell sehr hoch sind, (Verbraucherpapst berichtete) lässt sich sehr viel Geld sparen. 2011 taten dies die Thüringer am besten: Sie sparten bei einem Anbieterwechsel im Jahr durchschnittlich 240 Euro. Wer trotz der großen Sparmöglichkeiten an seinem Stromanbieter festhalten will, für den hat die Stiftung Warentest gute Tipps zu Stromsparen.

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2 Kommentare

  1. Eine Unverschämtheit! Gerade konnte man noch lesen, dass die großen Stromeinkäufer an der Energiebörse kräftig zocken und schwupps nehmen die auch noch gleich noch ne Gebührenerhöhung mit. Schweinerei! Die Politik müsste hier eingreifen!

  2. Wo ist , in der Energiepolitik, Europa ? Der deutschen Sonderweg in der Energiepolitik wird noch viel teuerer, wobei die Stromkosten in Deutschland jetzt schon Wucherpreise haben !

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