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Strompreiserhöhung: Verbraucher zahlen im Schnitt fast 12 Prozent mehr

Millionen von Privathaushalten müssen 2013 mit massiven Strompreis-Erhöhungen rechnen. Das Stromvergleichsportal Toptarif berichtet, dass mehr als die Hälfte der rund 1.000 Stromanbieter in Deutschland planen, die Strompreise zum Jahreswechsel zu erhöhen. Die betroffenen Verbraucher müssen sich auf Erhöhungen von durchschnittlich 11,8 Prozent einstellen. Somit wäre dies der höchste Preisanstieg seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998, heißt es in der Meldung weiter.

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Strom wird 2013 für die meisten Verbraucher deutlich teurer. Bereits jetzt haben 520 der rund 1.000 deutschen Stromanbieter Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent angekündigt. Darunter auch die großen Anbieter wie Vattenfall, E.ON, EWE, enviaM und Süwag. Und auch RWE-Kunden müssen laut Toptarif mit höheren Preisen in bestimmten Tarifen rechnen. EnBW hat eine Strompreiserhöhung für Februar 2013 angekündigt.

Stromrechnung 2013 im Schnitt um 120 Euro höher

Ein 4-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh wird im kommenden Jahr durchschnittlich 123 Euro höhere Stromkosten haben als 2012, so die Berechnung des Portals Toptarif. Je nach Anbieter kann die Preiserhöhung sogar bis zu 206 Euro ausmachen. Die Stromanbieter begründen ihre Preiserhöhungen unter anderem mit dem Anstieg der EEG-Umlage von 3,592 auf 5,277 Cent pro kWh. Außerdem wirke sich die Subventionierung stromintensiver Unternehmen negativ auf den Strompreis für Privatverbraucher aus, heißt es. Hinzu kommen die Umlageerhöhung für die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Umlage) und weitere Umlagen, die beispielsweise im Zuge der Netzanbindung von Offshore-Windparks entstehen. Doch auch der Fiskus hat seinen Anteil an den Strompreiserhöhungen: Schließlich fallen die 19 Prozent Mehrwertsteuer auch auf die Umlageerhöhungen an, was den Strompreis für den Endkunden zusätzlich verteuert – im Schnitt um 35 Euro für einen 4-Personen-Haushalt.

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Stiftung Warentest rät Verbrauchern zu Stromanbieterwechsel

Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest nehmen die geplanten Strompreiserhöhungen 2013 zum Anlass, um dringend zum Strompreisvergleich zu raten. Immerhin könne man je nach Verbrauch und Wohnort jährlich bis zu 331 Euro Stromkosten sparen, wenn man seinen Stromanbieter oder den Tarif wechselt, heißt es in der Dezember-Aussage des Test-Hefts, das am 23. November erscheint. Allerdings warnen die Tester vor allzu vorschnellen Vertragsabschlüssen: Die Voreinstellungen bei einigen Stromvergleichsrechnern entsprechen nicht immer den Kriterien der Kunden. So sollten beispielsweise bequeme Kunden, die sich nicht jedes Jahr um einen Anbieterwechsel kümmern wollen, bei Bonustarifen vorsichtig sein. Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, zahlt man im zweiten Jahr nämlich deutlich mehr, wenn der Bonus wegfällt. Außerdem sollte ein verbraucherfreundlicher Stromtarif mindestens 12 Monate Preisgarantie bieten, mindestens aber so lang wie die Vertragslaufzeit. Außerdem empfehlen die Tester monatliche Zahlungen, kurze Kündigungsfristen und kurze Anschlusslaufzeiten.

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2 Kommentare

  1. ich habe im August und nun (mit neuer EEG Umlage) den jeweils Günstigsten Anbieter (seriösen: keine kWh-Pakete, monatliche Abschläge, ohne Neukundenbonus etc.) ermittelt und verglichen: Von 1000-6000kWh/a erhöht sich der Preis im Schnitt um 1,25%!! Maximum war bei 1000-1800kWh mit 2,5% und Minimum bei 2000kWh -> 0%

    Man darf nicht nur die 500 Anbieter anschauen die erhöhen! Man muss schauen was das beste Angebot ist und diese Erhöhung anschauen, denn NUR diese Erhöhung muss man als Kunde hinnehmen!!!

  2. meine lieben Herren des Stromes
    was hier ablaufen soll für 2013 ist eine riesen Frechheit
    Jahrelang hab ihr euch die Taschen voll gemacht mit Atomkraft und nie drüber nachgedacht das es mal anders kommen kann.Die Beseitigung der Brennstäbe ging auf Kosten der Steuerzahler
    Prämienausschüttung lagen in Millionen Höhe.
    Und jetzt mit der Erneuerbaren Energie sagt ihr ganz einfach :“das zahlt der Verbraucher wir können das nicht tragen.
    bitte um eine Erklärung wenn alles erneuert ist geht ihr dann mit dem Strompreis wieder runter.
    das glaube ich kaum.
    also geben wir euch ein zinsloses Darlehn damit ihr eure Taschen noch voller machen könnt.
    super!!!!!!!!!!!!
    Frage mich nur wie weit das noch geht!!!!!!! bis wir alle pleite sind.
    aber halt,die Großindustrie ist ja befreit,na ja die haben es ja mal richtig gut
    mit denen könnt ihr euch dann ja an einen Tisch setzten und schön von den großen Kuchen abbeissen!
    Guten Hunger!!!!!
    mit Grüsse eines Stromverbrauchers
    Bruno Obens

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