Teure Flugreisen: Das Fliegen wird für Deutsche deutlich teurer

Schlechte Nachrichten für alle Flugreisenden: Das Fliegen wird in Deutschland in den nächsten Monaten und Jahren zum Teil deutlich teurer. Das sagt zumindest der ehemalige ZDF-Journalist und derzeitige Präsident der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Klaus-Peter Siegloch. Die wirtschaftliche Situation der deutschen Airlines ließen keinen anderen Schluss zu als höhere Ticketpreise. Siegloch kritisierte darüberhinaus die Mitnahmementalität des Staates. Beispielsweise sei die 2011 eingeführte Ticketsteuer eine enorme Belastung für deutsche Fluganbieter. Da es diese Steuer im Ausland nicht gäbe, flögen immer mehr Deutsche aus dem Grenzgebiet im benachbarten Ausland ab.

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Schlechte Nachrichten: Die Zeit der Billigtickets geht zu Ende

„Fliegen wird tendenziell teurer“, das sagte der ehemalige ZDF-Journalist und derzeitige Präsident der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Klaus-Peter Siegloch gegenüber der Zeitung „Hamburger Abendblatt“. Der Chef-Lobbyist der deutschen Airlines bereitet uns Deutsche damit auf steigende Ticketpreise im Luftverkehr vor. Die schlechte wirtschaftliche Situation der deutschen Airlines machen diesen Schritt künftig unvermeidlich. „Die Durchschnittserlöse müssen steigen, wenn wir in Zukunft noch solvente Fluggesellschaften haben wollen“, so Siegloch gegenüber dem Blatt weiter.

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Und in der Tat schreiben derzeitdie beiden größten deutschen Fluglinien tiefrote Zahlen.Die Lufthansa machte im ersten halben Jahr 2012 einen Verlust von über 168 Millionen Euro. Auch der Branchenzweite Air Berlin konnte sich trotz massiver Sparanstrengungen, Streckenstillegungen und der Flug-Kooperation mit der Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi nicht aus der Verlustzone manövrieren. Auch unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn macht Air Berlin deutliche Verluste: Im ersten halben Jahr von rund 215 Millionen Euro.

Steigende Ticketpreise: Jetzt noch buchen und Preiserhöhungen umgehen

Wer ohnehin eine Flugreise bucht, der sollte diese möglichst jetzt buchen. Auch Pauschalreisen sind derzeit noch vergleichsweise günstig zu haben. Die Preise der Airlines werden zwar nicht sprunghaft steigen, so VP-Reise-Expertin Christa Brandt, aber bereits in den kommenden Monaten sei mit steigenden Preisen zu rechnen. Derzeit können bereits Flugreisen bis Ende nächsten Jahres zu den momentan noch günstigen Konditionen gebucht werden. Dennoch müssen sich Verbraucher an deutlich höhere Preise für Flugreisen gewöhnen. „Die Ära der Billigtickets geht langsam aber sicher zu Ende“, so Brandt. Auch seien die Sparmaßnahmen der Airlines bereits vielfach ausgeschöpft. Selbst Billig-Anbieter wie Ryan-Air können schwerlich so weitermachen, so die Einschätzung der Expertin.

Billigtickets wird es auf lange Sicht nur noch in Kombination mit allerlei Unannehmlichkeiten für den Reisenden geben, so Buchner weiter. „Auf Langstreckenflügen wird sich in Zukunft einiges tun. Viele Direktflüge aus Deutschland werden wegfallen und mit Zwischenstopps in den Golfstaaten verbunden sein, weil die Airlines dort in bestimmten Joint Ventures billig Kerosin tanken können“, so die Expertin. Air Berlin hat dies bereits zum Teil umgesetzt. So fiel beispielsweise Anfang des Jahres der vielfrequentierte Direktflug von Düsseldorf nach Bangkok weg und wurde ersetzt durch einen Flug mit Zwischenstopp in Abu Dhabi, wo Air Berlin Anteilseigner Etihad stationiert ist.

Auch deutsche Flughäfen schreiben überwiegend rote Zahlen

Auch die deutschen Flughäfen schreiben rote Zahlen.Von den 22 in Deutschland befindlichen Verkehrsflughäfen schreiben mit gerade einmal sechs Gewinn. Lobbyist Siegloch kritisierte gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“: den „deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen werden immer mehr Belastungen aufgebürdet, die es im Ausland nicht gibt“. Gerade die 2011 in Deutschland eingeführte Luftverkehrssteuer, im Volksmund „Ticketsteuer“ genannt, ist ein großes Ärgernis für Airlines und Flughafenbetreiber. Das verzerre den wettbewerb so Siegloch. Immer mehr Deutsche würden aufgrund niedriger Ticketpreise von ausländischen Flughäfen im Grenzgebiet starten.

Sorgen macht dem BDL-Präsidenten darüberhinaus auch die zunehmende Konkurrenz durch Airlines vom arabischen Golf. „Schon aus diesem Grund sollte die Bundesregierung darauf achten, dass sich die Bedingungen für deutsche Fluggesellschaften nicht immer weiter verschlechtern“, sagte Siegloch dem „Hamburger Abendblatt“. Immer mehr Direktverbindungen zwischen Deutschland und anderen Kontinenten könnten nämlich unrentabel werden und wegfallen.

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