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Verbraucherschützer warnen Mastercard-Kunden vor Phishing-Emails

Verbraucherschützer warnen Mastercard-Kunden vor Phishing-Emails

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor einer neuen gefährlichen Phishing-Masche. Momentan seien tausende Kreditkarten-Kunden von Mastercard betroffen. Die Betrüger verschicken Emails, in denen von einer ‘vorübergehenden Sperrung der Kreditkarte’ die Rede ist. Man könne die Karte jedoch wieder ‘kostenlos aktivieren’, wenn man dem Link zu einer bestimmten Internetseite folge.

Phishing-Seite sieht täuschend echt aus

Laut Verbraucherzentrale sieht die Internetseite, auf der die Phishing-Opfer landen, professionell aus. Sie unterscheidet sich optisch kaum von der echten Seite des Kreditkarten-Anbieters Mastercard. Tatsächlich sind auf der Seite bereits viele Kundendaten wie etwa Name und Adresse des Phishing-Opfers eingetragen.

Dies soll nach Ansicht der Verbraucherschützer die Opfer dazu verleiten, weitere Daten wie die Kreditkartennummer und die Kontonummer in die weiteren Felder einzugeben.

“Emails unbedingt ignorieren”

Experten raten dringend dazu, derartige Emails zu ignorieren und den darin enthaltenen Link auf gar keinen Fall anzuklicken. Laut Verbraucherzentrale würden seriöse Finanzdienstleister ihre Kunden niemals per Email dazu aufrufen, sensible Daten wie etwa die Kreditkartennummer oder gar eine PIN im Internet einzutippen.

Verbraucher können die Phishing-Seiten an kryptischen URLs erkennen wie beispielsweise:

‘www.lpnam.com/content/components/com_user/Kunden9214892485912359214/sicherung-daten-verizifizierung/index.html’

Die betreffenden Adressen können aber auch durchaus seriös aussehen:

‘http://www.verifikation-mastercard.de/’

Beide Adressen führen nicht etwa zum Kreditkartenanbieter sondern zu Betrugsseiten. Das ist laut Verbraucherzentrale auch daran zu erkennen, dass beide Adressen nicht über eine verschlüsselte Verbindung erreichbar sind. Normalerweise seien verschlüsselte Verbindung für Online-Banking immer üblich und an dem Kürzel ‘https’ sowie einem kleinen Vorhängeschloss im Internet-Browser zu erkennen.

Auch der Kreditkartenanbieter Mastercard warnt auf seiner echten Internetseite vor der aktuellen Masche: http://www.mastercard.com/de/privatkunden/service/service_umgang.html

Was tun, wenn ich meine Daten bereits eingegeben habe?

Wer auf die Phishing-Falle bereits hereingefallen ist und die privaten Daten auf einer betrügerischen Seite eingetippt hat, sollte sofort handeln und sowohl die Hausbank als auch den Kreditkartenanbieter kontaktieren. Wenn es schon zu einer unbefugten Abbuchung gekommen ist, sollte man sofort bei der Polizei Anzeige erstatten.

Außerdem fordert die Verbraucherzentrale NRW alle Verbraucher auf, verdächtige Emails zu melden: Diese können einfach an die Emailadressse phishing@vz-nrw.de weitergeleitet werden. Bereits 800 betrügerische Seiten konnten seit Start der Aktion ‘Phishing-Radar’ im Dezember 2010 gesperrt werden.

2 Kommentare

  1. Seine Finanztransaktionen übers internet abzuwickeln ist sowieso ein viel zu grosses Risiko, das ich nie eingehen würde. Wenn man sich einfach nur anschaut, wie jeden Tag eine Zeitungsmeldung zum nächsten Spektakluären Coup kommt, den Internetkriminelle landen, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob wir da nicht eine falsche Richtung einschlagen.

  2. Für mich ist Phishing ein Verbrechen, und das oft auch noch bandenmäßig organisiert. Es sollte eine zentrale Anlaufstelle bei den Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder geben oder direkt bei den Staatsanwaltschaften (möglichst zentral eben), die entsprechende Meldungen an ständige und schnelle Sonderermittlungsgruppen weiterleitet. E-Mail-Provider sollten verpflichtet sein, eine Gateway-Adresse für derartige Meldungen direkt an die zuständigen Staatsanwaltschaften bereitzustellen. Wieso sollte es Aufgabe von Verbraucher(!)schutzorganisationen sein (sind etwa nur Verbraucher betroffen?), gegen solche schwere Computerkriminalität vorzugehen? Wofür zahlen wir eigentlich Steuern? Muss man alles selber machen? Müssen wir bald auch wieder selber auf Streife gehen?

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