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Verbraucherzentrale warnt vor neuer Masche mit Zeitschriften-Abos

Zahlreiche Verbraucher haben sich bei Verbraucherschützern in letzter Zeit über eine fragwürdige Geschäftsmethode der Colors Print Media GmbH beschwert, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Mit zweifelhaften Versprechen soll versucht worden sein, die betroffenen Verbraucher zu Zeitschriftenabos zu überreden. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt jetzt vor den unerwünschten Werbeanrufen und rät den Verbrauchern, nicht auf die Angebote hereinzufallen.

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Wie funktioniert die Abo-Masche von Colors Print Media?

Ausgerechnet mit dem sensiblen Thema Datenschutz versuche die zuletzt in Frankfurt am Main ansässige Firma, Verbraucher zum Abschluss von Zeitschriften-Abos zu überreden, so der Vorwurf der Verbraucherschützer. Und das geht so: Am Telefon wird dem – vorzugsweise älteren – Verbraucher mitgeteilt, er habe ein Gewinnspiel nicht rechtzeitig gekündigt.

Um eventuelle Schulden aus dem angeblichen Gewinnspiel-Abo sowie die persönlichen Daten beim Gewinnspielanbieter zu löschen, habe der Verbraucher jetzt die Möglichkeit, ein Zeitschriften-Abo abzuschließen. Damit, so das zweifelhafte Versprechen der Anrufer, seien die angeblichen Gewinnspielschulden sowie die persönlichen Daten beim Anbieter gelöscht.

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In einigen Fällen gingen die Telefon-Abzocker sogar noch einen Schritt weiter und behaupteten, dass die persönlichen Daten des Verbrauchers bereits verkauft worden seien. Man könne aber weiterem Datenmissbrauch vorbeugen, indem man ein Zeitschriften-Abo abschließe, berichten die Verbraucherschützer.

Verbraucherzentrale Hamburg: „Das ist natürlich blanker Unsinn“

Besonders ärgerlich: Es sind mal wieder vor allem ältere Verbraucher, die gezielt angerufen werden. Oftmals reicht den Abzock-Firmen ein Blick ins Telefonbuch, um Vornamen zu finden, die vor 70 oder 80 Jahren in Mode waren und auf das Alter des betroffenen Verbrauchers Rückschlüsse ziehen lassen. Gerade diese Altersgruppe lässt sich am Telefon einfacher einschüchtern oder willigt schließlich einfach entnervt durch die Vielzahl der Anrufe auf den zweifelhaften Handel ein.

Wer sich auf ein solches Abo eingelassen hat, kommt glücklicherweise in der Regel recht einfach aus der Abofalle wieder heraus, sagt die Verbraucherzentrale Hamburg. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die betroffenen Verbraucher schnell handeln: Gleich nach Erhalt einer schriftlichen Auftragsbestätigung solle man sofort per Einwurf-Einschreiben den Vertrag widerrufen. Außerdem empfehlen die Verbraucherschützer, den Vertrag aufgrund arglistiger Täuschung anzufechten. Die Widerrufsfrist beträgt einen Monat, so die Hamburger Verbraucherzentrale.

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