Verwirrung um EuroJackpot: War Italien bislang überhaupt nicht dabei?

Der EuroJackpot ist gerade einmal drei Wochen am Start und schon häufen sich die Probleme bei der groß angekündigten Euro-Lotterie. Nachdem der Jackpot zum zweiten Mal in Folge nicht geknackt wurde, wird in den Medien bereits geunkt, dass der EuroJackpot ein Flop werden könnte. Tatsächlich gab es in Zusammenhang mit den ersten Ziehungen am 23.3.2012 und am 30.3.2012 Pannen. So wurden die Gewinnzahlen am 23.3. erst mit einiger Zeitverzögerung veröffentlicht. Die Internetseite der Veranstalter war auf den Ansturm offenbar nicht vorbereitet und zeitweise überlastet. Medien berichteten auch über mögliche Hackerangriffe. Jetzt kommt es aber noch dicker: Italien, das nach Deutschland bevölkerungsreichste EuroJackpot-Land, hat bei den ersten beiden Spielen überhaupt nicht teilgenommen – das berichtet die italienische Tageszeitung La Repubblica auf ihrer Internetseite.

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Enttäuschung über magere Gewinne beim Eurojackpot

Sechs Jahre dauerten die Vorbereitungen zur großen europäischen Lotterie EuroJackpot und seit einigen Monaten wird die Einführung des EuroJackpot als „neues Zeitalter der Lotteriegeschichte“ angekündigt. Hohe Gewinne, höhere Gewinnchancen – 175 Millionen Einwohner in den teilnehmenden EuroJackpot Ländern sollten die neue Euro-Lotterie zum ganz großen Wurf machen. Umso ernüchternder die Gewinnquoten der ersten Ziehungen des EuroJackpots: Bei der ersten Ziehung am 23. März 2012 lag der Höchstgewinn bei gerade einmal 42.755 Euro in der Gewinnklasse 3. Die ersten beiden Gewinnklassen hatten schlichtweg keine Gewinner. Immerhin gab es bei der zweiten Ziehung vom 30. 3.2012 Gewinner in der Gewinnklasse 2. Doch auch diese gewannen mit 5 Richtigen und einer richtigen Eurozahl gerade einmal 69.118,20 Euro. Der 11 Millionen schwere Jackpot wurde erneut nicht geknackt. Der Grund für die niedrigen Gewinne könnte darin liegen, dass die Spieleinsätze beim EuroJackpot bisher nicht sonderlich hoch waren. Beim ersten EuroJackpot am 23.3. betrug der Spieleinsatz gerade einmal 13.155.414,00 Euro. Am 30.3. bei der zweiten Ziehung lag der Spieleinsatz sogar nur bei 11.727.162,00 Euro. Zum Vergleich: Beim letzten Samstags-Lotto 6aus49 betrug der Spieleinsatz mehr als 45 Millionen Euro – das ist fast vier Mal soviel. „Anlaufschwierigkeiten bei neuen Lotterien sind keine Seltenheit“, sagt Bodo Kemper von Westlotto, der federführenden Lottogesellschaft beim EuroJackpot. Man rechne aber schon bald mit einer höheren Resonanz, höheren Spieleinsätzen und somit auch höheren Gewinnsummen.

Peinliche Panne: Italien war bei den ersten beiden Ziehungen gar nicht dabei

Die Betreiber des EuroJackpot werben damit, dass in den teilnehmenden Ländern insgesamt etwa 175 Millionen Menschen leben. Das hieße: Mehr als doppelt so viele mögliche Lottospieler wie in Deutschland. Das müsste die Spieleinsätze und somit die Gewinne eigentlich in die Höhe treiben. Bislang traf das allerdings nicht zu. Ein möglicher Grund dafür: Ausgerechnet die Lotto-verrückten Italiener mit ihren immerhin 60 Millionen Einwohnern konnten bislang nicht am EuroJackpot teilnehmen. Es gab offenbar Schwierigkeiten mit der italienischen Lottogesellschaft Sisal. Womöglich kann aber ab dieser Woche auch in Italien der EuroJackpot gespielt werden.

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Auf Nachfrage von verbraucherpapst.de wird diese Information von Westlotto zumindest nicht dementiert. Allerdings steht eine Antwort auf die Frage, ob bekannt ist, dass Italien bislang überhaupt nicht teilgenommen hat, noch aus.

Nächste Ziehung Karfreitag, 6. April 2012

Vielleicht können die Fans des EuroJackpot auf eine höhere Teilnehmerzahl beim nächsten Spiel der Euro-Lotterie hoffen. Denn möglicherweise werden diese Woche auch in Italien Tippscheine zum EuroJackpot erhältlich sein, was die Spielsumme deutlich nach oben treiben dürfte. Schließlich wurde das Zahlenlotto im 16. Jahrhundert in der italienischen Hafenstadt Genua erfunden. Die Italiener gelten neben den Spaniern zu den fleißigsten Lottospielern in Europa, die Jackpots des italienischen Lottos gehören zu den höchsten in Europa. Es kann also gut sein, dass die Anlaufschwierigkeiten des EuroJackpots dank der Spielfreude der Italiener schon bald der Vergangenheit angehören werden. Der Image-Schaden der jüngsten Pannen dürfte jedoch groß sein.
Lesen Sie auch (Update vom 3.4.2012): Panne beim EuroJackpot: Italien war gar nicht dabei
Weitere Infos zum Eurojackpot: http://eurojackpot-gewinn-zahlen.de

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3 Kommentare

  1. Eurojackpot-Zahlen klingen doch nach Fake: 5, 7, 12, 19, 26 – Losen die überhaupt noch mit Kugeln aus? Das ist ja schon mathematisch: 5 + 2 = 7 + 5 = 12 + 7 = 19 + 7 = 26 . Verarasche ^^ Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

  2. Angeblich wird in einem finnischen Fernsehstudio voraufgezeichnet. Warum technisch ein Livestream nicht realisierbar ist, weiß wohl nur Westlotto oder der Veranstalter.

    Was nach mehreren Monaten Euro Jackpot zu sagen ist (auch wenn im Februar wohl noch mehr Euroländer dazu stoßen sollen): auch in den oberen Gewinnklassen fallen die Gewinne nur selten höher als 100.000 EUR aus. Interessant wäre, was mit den Einsätzen passiert (Verwaltungskosten, einbehaltene Einsätze etc.) und wieviel davon tatsächlich ausgeschüttet werden. Es ist halt ein Glückspiel mit miesen Gewinnchancen in den oberen Gewinnklassen (ein wenig Kombinatorik hilft).

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