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Weihnachtsgeld für alle!

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Das Weihnachtsgeld war einst Standard für die Verbraucher in der Bundesrepublik. Bis zu drei Monatsgehälter bekamen Angestellte in bestimmten Unternehmen an jedem Jahresende. Mittlerweile ist das Weihnachtsgeld nahezu ausgestorben. Wenn überhaupt, gibt es lediglich kleine Zulagen, die aber weit von einem Monatsgehalt entfernt sind. Zudem häufen sich Meldungen, wonach Arbeitgeber Weihnachtsgeld, quasi als Bonus, nur an bestimmte Mitarbeiter zahlen und nicht an die gesamte Belegschaft. Dagegen sollte man vorgehen, wie ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts beweist.

Weihnachtsgeld – Jeder oder Keiner

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass bei Sonderzahlungen -und dazu zählt das Weihnachtsgeld- immer der Gleichbehandlungsgrundsatz zu beachten ist. Wenn ein Arbeitgeber also das Weihnachtsgeld nur an bestimmte, aus seiner Sicht verdiente Mitarbeiter auszahlt, so ist das anfechtbar. Im vor dem BAG verhandelten Fall wollte ein Automobilzulieferer nur bestimmten Mitarbeitern Weihnachtsgeld zahlen. Und zwar nur denjenigen, die zwei Jahre zuvor einer Arbeitszeitverlängerung und einer Absenkung des Grundlohns zugestimmt hatten, um so einen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens zu leisten. Die übrigen Mitarbeiter, die seinerzeit dieser Regelung nicht zugestimmt hatten, erhielten kein Weihnachtsgeld. Einige klagten dagegen und bekamen nun vor dem Bundesarbeitsgericht Recht. Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung zu einem bestimmten Anlass und ist daher an den arbeitsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung gebunden, so das Gericht. Eine bestimmte Gruppe von Arbeitnehmern darf weder bevorteilt, noch benachteiligt werden.

Quelle: BAG, Az.: 10 AZR 568 bis 570/06

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