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Weiße Eier sind Mangelware vor Ostern

Eier färben zu Ostern – in diesem Jahr ist das gar nicht so einfach. Der Grund: Weiße Eier werden derzeit knapp und nur diese geben die Farben besonders schön wieder. Der Eier-Mangel wird auf das EU-Verbot der Legebatterien-Haltung zurückgeführt, das seit 2012 EU-weit gilt. In Deutschland gibt es seit 2009 keine Eier mehr aus Legebatterien. Andere EU-Länder waren da nicht so vorbildlich und haben jetzt Schwierigkeiten mit der Umstellung. Ein weiterer Grund für den Eier-Engpass: Die deutschen Verbraucher kaufen außerhalb der Osterzeit lieber braune Eier. Der Eier-Markt ist dementsprechend ausgerichtet und hat nun Probleme, der Nachfrage nach weißen Eiern gerecht zu werden.

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Braune Eier von Verbrauchern bevorzugt

Schon seit längerem geht der Trend in Deutschland zum braunen Ei. Diese gelten für viele Verbraucher als naturnah und ökologisch, daher hat sich der Markt darauf eingestellt: 60 Prozent aller in Deutschland verkauften Eier sind mittlerweile braun. An Ostern rächt sich dieser Trend. Denn braune Eier eignen sich nur schlecht zum Färben und weiße Eier sind kaum noch verfügbar. Wer weiße Eier in Bio-Qulität sucht, sucht oft vergeblich, so Medienberichte.

Objektiv gesehen gibt es keine Gründe, warum braune Eier besser sein sollten als weiße Eier, sagt Christiane Riewerts vom Bundesverband Deutsches Ei gegenüber der WAZ: „Qualität und Geschmack sind gleich“, wird die Sprecherin des Verbandes gegenüber der WAZ. Die Vermutung liegt aber nahe, dass viele Verbraucher mit braunen Eiern Natur und Ökologie in Verbindung setzen. Dabei gibt es auch weiße Eier in Bio-Qulität.

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Tierschützer kritisieren Käfighaltung in Kleingruppen

Auch wenn der Trend zu Bio-Eiern geht und einige Supermarkt-Ketten mittlerweile den Verkauf von Käfigeiern aus Kleingruppen-Haltung beendet haben, sieht die Verbraucher-Organisation Foodwatch in der Kleingruppenhaltung ein Problem. Der Anteil der Eier aus Kleingruppenhaltung beträgt immer noch 14 Prozent in Deutschland, sagt Andreas Winkler von Foodwatch gegenüber der WAZ. Zwar haben die Tiere in der Kleingruppenhaltung mehr Platz als in den mittlerweile verbotenen Legebatterien – aber eine DIN A 4-Seite pro Huhn ist aus Sicht von Tierschützern immer noch weit von einer artgerechten Haltung entfernt.

Legebatterien seit 2012 EU-weit verboten

Seit 2009 ist die Hühnerhaltung in Legebatterien in Deutschland verboten. Ein EU-weites Verbot gilt seit 2012. Doch laut Foodwatch halten sich längst nicht alle Eier-Betriebe an die neue Vorschrift. Die EU-Kommission habe gegen 13 Länder bereits Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, zitiert die WAZ den Foodwatch-Sprecher Winkler. Zwar dürfen diese Eier nicht direkt an die Verbraucher verkauft werden, sie werden aber dennoch von der Industrie verarbeitet: Zu Nudeln, Fertigkuchen und Gebäck. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es für diese Produkte nämlich nicht. Die Lebensmittelindustrie kann selbst entscheiden, ob sie die Herkunft der verarbeiteten Eier deklariert oder nicht. Ein entsprechender Vorstoß der Bundesregierung sei auf EU-Ebene derzeit nicht durchzusetzen, heißt es aus Regierungskreisen. Dem Verbraucher bleibt also nichts anderes, als auf Bio-Produkte zu setzen. Nur dann kann man sicher gehen, dass sich in Nudeln, Gebäck und anderen Fertigprodukten keine Eier aus Käfighaltung befinden.

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Ein Kommentar

  1. Ja bei uns im Supermarkt gab es auch keine weißen Eier mehr. Sehr schade, da meine kleinen gerne weiße Eier hätten. Ich habe jetzt braune gekauft und diese mit Lebenmittelfarbe bemalt. Ich hoffe, dass ich morgen vielleicht noch welche vom Bauern kriege.

    Frohe Ostern

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