Osterwetter 2013 Schnee

Osterwetter: Meteorologen sagen weiße Ostern voraus

Folgen auf die grüne Weihnachten nun etwa weiße Ostern? Das ist nach Ansicht von Meteorologen der Freien Universität Berlin nicht ausgeschlossen – zumindest was Nord- und Ostdeutschland angeht. Auch die Hauptstadt Berlin könnte betroffen sein. Meteorologische Vorhersagen von mehr als drei Tagen gelten vielen zwar als Kaffeesatzleserei, dennoch verheißt die Großwetterlage mit ihren zahlreichen Tiefdruckgebieten nichts Gutes für Ostern.

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Weiße Ostern 2013: Schnee statt Sonne?

Weiße Ostertage sind nach Einschätzung von Meteorologen der Freien Universität Berlin in weiten Teilen Nordostdeutschlands nicht ausgeschlossen. Die weiße Pracht halte sich hartnäckig, erklärte Meteorologin Petra Gebauer. Fraglich sei, ob die Schneedecke bis Ostern 2013 vollständig wegtaue. Erst von Gründonnerstag an ist mit einer nennenswerten Milderung zu rechnen, und die Nächte bleiben zunächst kalt, wie die Meteorologin prognostiziert. Am kommenden Wochenende sind den Prognosen zufolge minus 10 Grad Celsius und darunter zu erwarten, dies liege weit unter den bisherigen Tiefstwerten für eine letzte Märzdekade.

Die erste Hälfte des Monats März sei hinsichtlich der Temperatur allerdings nicht extrem ungewöhnlich gewesen, betont Petra Gebauer. Normalerweise herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht und plus sechs Grad bis plus sieben Grad am Tag. Zumindest in der ersten Dekade sei es an drei Tagen mit mehr als plus 10 Grad in diesem Jahr bereits wärmer als im Durchschnitt gewesen. In der Nacht vom 13. zum 14. März sank in Dahlem die Temperatur unter minus zehn Grad; im Jahr 1947 war es mit minus 14.2 Grad an einem 13. März schon mal kälter gewesen.

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Schnee an Ostern äußerst selten

Auch eine Schneedecke im März ist in Berlin nicht ungewöhnlich: Eine Schneedecke in der gesamten ersten Märzhälfte kam seit 1892 bereits 14 Mal vor, zuletzt im Jahr 2006. Damals taute der Schnee erst am 27. März endgültig weg. Im Jahr 1970 wurde am 6. März mit 49 Zentimetern sogar die höchste Schneedecke überhaupt seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Neuschnee zum kalendarischen Frühlingsanfang aber ist seltener und liegt schon länger zurück. In 122 Jahren gab es dieses Phänomen in Berlin bisher zehnmal, zuletzt 1978. Verantwortlich ist damals wie heute eine Luftmassengrenze über Deutschland. Luft arktischen Ursprungs strömt dabei gegen mildere und gleichzeitig feuchte Luft, die sich von Süden nordwärts verlagert. 1978 reichte es nur zu einer Schneehöhe von drei bis vier Zentimeter, 2013 wurden am Mittag des 19. März (Dienstag) bereits 16 Zentimeter in Dahlem gemessen, und es werden noch mehr. Damit ist das bisherige Maximum einer zum kalendarischen Frühlingsanfang auftretenden Schneedecke in Berlin vom 20. März 1969 von acht Zentimeter übertroffen.

Tröstlich für Frühlingsherbeisehner ist es Petra Gebauer zufolge, es nicht das erste „weiße Ostern wäre“: Auch im Jahr 2008 lag Ostern ein Hauch von Weiß auf den Wiesen, und 1977 gab es an den beiden Osterfeiertagen am 10. und 11. April Schneefall, der zu einer 14 Zentimeter hohen Schneedecke führte. (Quelle: Freie Universität Berlin)

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