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Wohnungs-Abzocke: Gefälschte Inserate in Immobilien-Portalen nehmen zu

Traumwohnung in bester Lage zum Schnäppchenpreis. Wer bei der Wohnungssuche auf solche Wohnungsanzeigen stößt, hat allen Grund, skeptisch zu sein. Spätestens, wenn man liest, dass die Kaution sofort und womöglich auch noch auf ein ausländisches Konto zu zahlen ist, sollten die Alarmglocken läuten. Hinter solchen Angeboten verstecken sich oft Betrüger, so Experten.

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Abzocke auf Immobilienportalen

Jede Woche landen Hunderte dieser vermeintlichen Schnäppchen-Wohnungen in Immobilien-Portalen – mit steigender Tendenz, so die Betreiber der Portale. Gegenüber der BILD-Zeitung sagt etwa Katja Hemme vom Wohnungsportal immobilienscout24.de: „Seit zwei Jahren beobachten wir einen stetig wachsenden Anstieg der falschen Anzeigen.“ Besonders betroffen seien Wohnungssuchende in Großstädten. Gerade in gefragten Metropolen fallen immer wieder Menschen auf die Abzockmaschen der Wohnungs-Betrüger herein.

Wie funktinoiert die Wohnungs-Abzocke?

Bei der Betrugsmasche gehen die Abzocker in der Regel nach dem gleichen Schema vor: Im Inserat erscheint eine Traumwohnung mit perfekter Ausstattung, fotografiert wie in einem Hochglanzmagazin. Wer sich beim angeblichen Anbieter meldet, bekommt schnell eine nette Antwort, die allerdings oft auf Englisch verfasst ist. Darin erfährt der Interessent, dass der angebliche Vermieter derzeit im Ausland ist und eine persönliche Wohnungsübergabe leider nicht möglich sei – eine Treuhandfirma würde sich angeblich darum kümmern.

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Allzu oft fallen Interessenten auf diese oder ähnliche Lügengeschichten herein und überweisen die Kaution auf das Konto der angeblichen Treuhandfirma. Der Wohnungsschlüssel, der eigentlich per Post kommen sollte, kommt beim Interessenten aber nie an. Das Geld ist weg, die Wohnung stand in Wirklichkeit gar nicht frei und der angebliche Vermieter hat sich mit dem Geld aus dem Staub gemacht.

Woran erkenne ich ein verdächtiges Immobilien-Angebot?

Niedriger Preis: Wenn die Quadratmeter-Miete für das Angebot deutlich unter dem Preis vergleichbarer Angebote liegt, ist Vorsicht geboten. Kaum ein seriöser Vermieter dürfte so schlecht informiert sein, dass er massiv unter dem Mietspiegel vermietet.

Wohnungs-Fotos wie aus dem Hochglanz-Katalog: Perfekt eingerichtete Wohnungen, die wie für einen Katalog hergerichtet und von einem Profi fotografiert wurden, sind sogar bei größeren Maklerbüros eher selten. Bei einer Privatvermietung zum Schnäppchenpreis betreibt kaum jemand den Aufwand, das Objekt derart in Szene zu setzen. Die Wohnungs-Fotos sind in der Regel aus dem Internet von anderen Seiten geklaut.

Kein persönlicher Kontakt: In Deutschland ist es für Wohnungseigentümer absolut üblich, die Mieter persönlich kennenzulernen. Oft wird auch eine Selbstauskunft eingefordert und der Vermieter versucht im Gespräch herauszufinden, ob der Mieter einen ordentlichen und zahlungskräftigen Eindruck macht. Wenn ein Privatvermieter auf diesen persönlichen Eindruck verzichtet und nicht einmal einen Makler engagiert, ist äußerste Vorsicht angebracht!

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