ADAC-Winterreifentest

ADAC-Winterreifen-Test

Der ADAC Winterreifen-Test läutet wie auch diesmal die Winterreifen-Saison 2013/2014 ein. Auto-Experten empfehlen Winterreifen von Oktober bis Ostern gemäß der Fausregel „von O bis O“. Auch gesetzlich ist eine Winterbereifung bei Schnee und Glatteis vorgeschrieben. Aber welche Winterreifen sind bei kalten Temperaturen wirklich sicher? Der größte deutsche Automobilclub ADAC, die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest und andere europäische Automobilclubs und Verbraucher-Organisationen haben die Winterreifen der Winter-Saison 2013/2014 getestet.

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Im Herbst und im Winter sollten Autofahrer auch in Deutschland damit rechnen, dass die Straßen glatt und nass sind. Schon Anfang Oktober werden die Nächte kalt. Die Gefahr für Autofahrer: Bodenfrost. Im Fall von Bodenfrost bieten Winterreifen mehr Sicherheit auf Straßen und Autobahnen. Schließlich sorgt das Winterreifen-Profil mit seinen feingezackten Lamellen eine deutlich höhere Bodenhaftung als die Sommerreifen. Außerdem hilfreich: Die weiche Gummi-Mischung der Winter-Pneus: Winterreifen bleiben so auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und sicher. Insofern ist die Zusammensetzung der Reifen beim Winterreifentest wichtig.

Winterreifen sind bei Glätte und Schnee Pflicht

Bereits seit drei Jahren gilt für Autofahrer in Deutschland die gesetzliche Pflicht, “die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen” und dabei auf “eine geeignete Bereifung” zu achten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60,- Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Geschieht ein Unfall, dann kann auch die (fehlende) Winterbereifung eine Rolle spielen. Gerade für die KFZ-Versicherung ist daher die Winterbereifung wichtig. Im schlimmsten Fall zahlt die Versicherung nämlich keinen Cent. Und das nicht nur in Deutschland. Auch in den europäischen Nachbarländern besteht in der Regel eine Winterreifenpflicht.

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Von O bis O: Winterreifen von Oktober bis Ostern

Eine alte Faustregel der Auto-Experten ist leicht zu merken: Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern. Autofahrer schmunzeln manches Mal über diese Faustformel, denn die Ostertage variieren je nach Kirchenjahr zwischen März und Ende April. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Winter-Klima an der Küste anders ist als am Alpenrand. Trotzdem: Als Autofahrer ist man erst auf der sicheren Seite, wenn man die Winterreifen erst Ende April wieder gegen Sommerreifen wechselt.

Wichtig: Wer alte Winterreifen montiert, sollte darauf achten, dass das Profil noch ausreicht. Experten raten zu einer Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern. Das entspricht ungefähr dem äußeren Messingrand einer 1-Euromünze. Wenn der Euro-Rand nicht ganz im Profil versinkt, sollte man sich neue Winterreifen besorgen. Außerdem kann das Gummi bei Winterreifen, die älter als 3 Jahre sind, spröde werden.

Continental hat die besten Winterreifen im Test

Die ADAC-Tester haben im aktuellen Winterreifentest 2013/2014 insgesamt 32 Winterreifen in zwei Größen getestet: Für den Test-Kleinwagen wählten sie in 17 Fällen die Größe 185/60 R15 T. Für die Kategorie Kompakt- und Mittelklassewagen wurden Reifen in der Größe 225/45 R17 H gewählt. In beiden Kategorien schnitt der Markenhersteller Continental am besten ab.

Im Fall der Kleinwagenklasse waren außer Continental auch die Winterreifen von Dunlop, Firestone, Michelin, Nokian, Goodyear und Semperit im Testurteil GUT. In der Kompakt- und Mittelklassengröße hatten Continental, Bridgestone, Michelin und Uniroyal mit GUTEN Winterreifen im ADAC Winterreifentest die Nase vorn. Insgesamt fielen vier Winterreifen im Test durch.

ADAC Winterreifen-Test 2013/2014: Die besten Winterreifen für Kleinwagen

Unter den getesteten Kleinwagenreifen wurde der Continental ContiWinter Contact TS850 zum Testsieger erklärt. Der Continental-Winterreifen ist zwar ein bisschen teurer als die Konkurrenten im Winterreifentest – dafür hoben die Tester die hohe Haltbarkeit des Reifens hervor und gaben ihm ingesamt ein GUT (2,0).

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Auf dem zweiten Platz unter den Kleinwagen landet neben anderen Reifen der Dunlop Winter Response 2. Dieser Winter-Reifen erhält sehr gute Werte beim Kraftstoffverbrauch und erhält auch ein GUT (2,1). Ebenfalls GUT (2,1) sind zudem der Firestone Winterhawk 3 sowie der Michelin Alpin A4. Ein Michelin A4-Reifen führte bereits im letzten Winterreifen-Test 2012 das Ranking an, allerdings in einer anderen Reifengröße.

Auf Platz 3 in der Kategorie Kleinwagen-Reifen landet der Nokian WR D3. Allerdings gibt es Punktabzüge beim Nokian-Winterreifen in Puncto Fahrgeräusche. Dafür ist der Nokian-Winterreifen in Sachen Verschleißfestigkeit gut. In der Gesamtnote erhält der Nokian-Reifen im Winterreifentest 2013 ein GUT (2,2). Ein wenig schwächer in der Bewertung, aber trotzdem GUT (2,4) sind die Modelle Goodyear UltraGrip 8 und Semperit Speed-Grip 2.

ADAC Winterreifentest 2013/2014: Die besten Winterreifen für Mittelklassewagen

Die Winterreifen-Modelle für Mittelklassewagen wurden 2013 nicht so gut bewertet wie die Kompaktwagen-Winterreifen. Insgesamt vier Reifen in der Kategorie Mittelklassewagen bekamen von den Testern die Note GUT. Zuvorderst der CONTINENTAL WINTERCONTACT TS 850, der schon im Winterreifentest 2012 die Tabellenspitze anführte. Der Bridgestone Blizzak LM-32 S sowie der MICHELIN ALPIN A4 erhielten beide ein GUT (2,2). Der Michelin-Reifen zeichnete sich im Test durch eine enorme Verschleißfestigkeit aus, der Bridgestone-Reifen fiel durch gute Werte bei der Fahrt auf nasser Fahrbahn auf. Ebenfalls GUT (2,4) schnitt der Winterreifen Uniroyal MS plus 77 ab. Er ist unter den guten Reifen das günstigste Modell in dieser Test-Kategorie.

Vier Winterreifen fallen im Winterreifentest durch

Obwohl der Test insgesamt recht positiv ausfiel, gibt es im ADAC Winterreifentest 2013/2014 auch Ausreißer nach unten. In der Kategorie Kleinwagen waren dies die Winterreifen Kormoran Snowpro b2 sowie der Marangoni 4 Winter E+. Bei beiden Reifen waren die Fahreigenschaften auf nasser Fahrbahn nach Ansicht der Tester MANGELHAFT. Der Kormoran erhielt daher in der Gesamtnote ein MANGELHAFT (5,2) und der Marangoni-Reifen bekam die schlechteste Gesamtnote MANGELHAFT (5,5). Auch bei den Winterreifen für Mitteklassewagen fielen zwei Modelle durch. Der Interstate Winter IWT-2 erhielt ein MANGELHAFT (5,1), der Sailun Ice Blazer WSL-2 ein MANGELHAFT (5,5). Auch hier waren im Test die Fahreigenschaften bei nasser Fahrbahn das K.O.-Kriterium.

Den ganzen Winterreifen-Test 2013 können Sie auf der Website des ADAC abrufen.

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Ein Kommentar

  1. Der Winterreifentest des ADAC und dieser ausführliche Artikel sind sehr hilfreich, wenn man sich in der breiten Masse der Reifenanbieter zurechtfinden muss, beeindruckend ist die Tatsache, dass die großen Reifenhersteller nicht zwingend die besten Modelle produzieren… Hier gibt es die Ergebnisse nochmal in einer Tabelle zusammengefasst!

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