Benzinpreis-Schwankungen 2012: Abends tanken ist billiger als morgens

Die ohnehin schon Rekord-verdächtigen Spritpreise fahren derzeit Achterbahn, so die Wahrnehmung vieler Verbraucher. Dieser Eindruck wurde jetzt bestätigt: Es gibt Preisunterschiede von bis zu 12 Cent an ein und demselben Tag, hat jetzt der ADAC festgestellt. Der Automobilclub hat eine Woche lang die Benzinpreise bei 33 Tankstellen der Marken Aral, Shell und Jet in elf deutschen Städten beobachtet. In Zeiten von Rekordpreisen an der Zapfsäule kann man je nach Tageszeit viel Geld sparen.

Werbung

Hektische Preissprünge an den Tankstellen

Das Ergebnis der Untersuchung: Die Preissprünge bei den beobachteten Tankstationen seien „hektisch“ und erschweren den Autofahrern, „den Überblick zu behalten und den richtigen Moment zum richtigen Moment zum günstigen Tanken zu erwischen“ so ADAC-Präsident Peter Meyer gegenüber der Bild-Zeitung. Die Rede ist von „Jo-Jo-Preispolitik“ und von einer systematischen Masche der Ölmultis.

ADAC untersucht Spritpreise bei 33 Tankstellen

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC eine Woche lang die Preise für Super E10 und Diesel zu drei Tageszeiten erfasst: Morgens um 8 Uhr, mittags um 12 Uhr und am Abend um 18 Uhr. Die Beobachtung des ADAC: An den untersuchten Tankstellen kam es zu Spritpreis-Schwankungen um 10 Cent oder mehr am Tag. Interessant: Morgens waren die Benzinpreise im Durchschnitt am höchsten, abends am niedrigsten. So war im Untersuchungszeitraum am Abend durchschnittlich 2,6 Cent billiger als morgens. Bei einigen Tankstellen sank der E10-Preis abends sogar um 9 Cent.

Werbung

Noch stärker fielen die Spritpreis-Schwankungen bei Diesel aus. Am Abend kostete ein Liter Diesel durchschnittlich 3,3 Cent weniger als morgens. In einigen Fällen lag der Preisunterschied zwischen 8 und 18 Uhr sogar bei 12 Cent.

Rekordpreise bei Benzin

Die Preise für E10 befinden sich mit durchschnittlich 1,660 Euro pro Liter laut ADAC auf einem Allzeithoch, der Dieselpreis ist mit durchschnittlich 1,534 Euro pro Liter nur noch 0,4 Cent von seinem historischen Allzeithoch im Jahr 2008 entfernt. ADAC-Präsident Peter Meyer kritisiert die Preispolitik der Ölkonzerne scharf und fordert faire und transparente Kraftstoffpreise: „Die Bundesregierung ist gefordert, endlich konkrete Maßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung des wettbewerbsrechtlichen Instrumentariums zu ergreifen, die langfristig zu einer Verbesserung der Wettbewerbssituation auf dem Kraftstoffmarkt beitragen.“

Werbung

Check Also

Stau

Stau an Ostern: Diese Autobahnen werden voll

Stau! An Ostern wird es wieder voll auf Deutschlands Autobahnen. Bereits mit dem Ferienbeginn in …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.