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Gefahren im Herbst

Der Herbst beschert uns bunte Gehwege und Straßen. Was schön aussieht ist aber sehr gefährlich. Gerade im Straßenverkehr sollte man im Herbst vorsichtig sein, gerade wenn man noch keine Winterreifen aufgezogen hat. Nicht nur das rutschige Laub, auch Wildwechsel machen uns Autofahrern zu schaffen. Auch vor der eigenen Hasustür droht Ungemach: Wer haftet eigentlich, wenn jemand auf dem nassen Laub ausrutscht? Und schließlich drohen wieder Unwetterschäden durch Hochwasser, Hagel und vor allem die Herbststürme.

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Sturm-Schäden

Bei einem Schaden in Folge eines Sturms spielt bei vielen Versicherungen die Intensität des Sturms eine große Rolle. Erst ab einer gewissen Windstärke wird der Schaden reguliert. In der Regel passiert dies ab Windstärke 8. Dann springt die Wohngebäudeversicherung ein und kommt für die Schäden auf. Ist das eigene Auto betroffen, greift die Teilkaskoversicherung. In jedem Fall hilft eine genaue Dokumentation der Schäden und des Wetters. Für letzteres gibt es auch nachträglich Informationen im Internet oder der Wetterbericht der lokalen Tageszeitung. Die meisten Versicherungen akzeptieren solche Quellen. Sollte es dennoch Ärger geben – der Deutsche Wetterdienst erteilt detailliert Auskunft über die Wetterlagen zu bestimmten Zeitpunkten an bestimmten Orten.

Wildwechsel

Im Herbst kommt es – neben der Brunftzeit im Frühling – zu den meisten Unfällen mit Wild. Im Herbst liegt es zum einen an den Tieren selbst, die auf der Suche nach dem knapper werdenden Futter wieder häufiger Straßen überqueren, aber hauptsächlich an uns Autofahrern selbst, beziehungsweise den widrigen Wetterbedingungen – also Nebel, Regen und Schnee. Wie jeder Führerscheinanwärter bereits in der Fahrschule lernt, sollte man Wild nicht ausweichen, sondern direkt darauf zuhalten und es gegebenenfalls rammen. Der Schaden für Leib, Leben und Fahrzeug ist hierbei in der Regel deutlich geringer als bei einem Ausweichmanöver.

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Hinzu kommt noch, dass auch die KFZ-Versicherungen dieses erlernte Wissen aus der Fahrschule oft zur Basis der Schadensregulierung machen. Die Teilkaskoversicherung übernimmt den Schaden bei einem Zusammenprall mit Wild, unter Umständen aber nicht den Schaden, der entsteht, prallt man bei einem Ausweichmanöver gegen einen Baum. Nur eine Vollkaskoversicherung übernimmt in beiden Fällen den Schaden. Kommt es zu einem Unfall mit Wild sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden.

Räumpflicht

Die Räumpflicht gibt es interessanterweise nicht nur im Winter bei Schnee und Eis. Denn was viele nicht wissen, sie gilt auch bei jeglicher weiterer Rutschgefahr, also vor allem durch nasses Herbstlaub. Stürzt ein Passant auf dem Bürgersteig vor dem eigenen Grundstück und ist nicht entferntes Herbstlaub die Ursache, so haftet der Hausbesitzer, beziehungsweise die Hauseigentümergemeinschaft oder sogar der Mieter. Es sei denn, die Kommune hat diese Räumpflichten übernommen. Daher sollte man sich erkundigen, wer im Zweifelsfall haftbar gemacht werden kann. Ein Blick in den Mietvertrag oder das kommunale Recht reichen aus, um zumindest Gewissheit darüber zu haben, in wessen Verantwortung eine Räumung liegt. Denn die Kosten eines Unfalls sind meist enorm!

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