Erasure Essential: Nicht wirklich essentiell

Die ehemaligen Pop-Könige von Erasure mausern sich so langsam zu wahren Verramschern ihrer früheren Erfolge. Mit dem jetzt erschienenen Album „Essential“ veröffentlicht Erasure nicht mehr als ein weiteres „Best of“-Album. Nachdem nach vierjähriger Kreativpause 2011 das letzte Studio-Album „tomorrow’s world“ erschien, hatte man nun die berechtigte Hoffnung, Erasure hätten sich wieder gefangen und würden wieder regelmäßiger neue Alben produzieren. Der erste Eindruck täuscht jedoch komplett: „Essential“ ist leider lediglich eine weitere Umdrehung altbekannter Hits und Remixe.

Werbung

Kaum Innovation – öde Wiederholung altbekannter Hits

Bereits nach einem Jahr bringen Erasure nach ihrem Studioalbum „tomorrow’s world“, die nächste CD auf den Markt. Der vielversprechende Titel „Essential“ ist grotesk, handelt es sich bei dieser CD doch nur um eine weitere Compilation alter Erasure-Klassiker und Remixe. Nicht die erste Compilation übrigens. Selten hat eine Band, die noch besteht, in so kurzer Zeit so viele „Best of“ oder Sampler-Alben auf dem Markt verramscht. Schade, denn Mastermind Vincent Clarke und Sänger Andy Bell haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie durchaus das Zeug dazu haben, auch im 21. Jahrhundert zu bestehen.

Auf dem Album „Essential“ befinden sich insgesamt 16 Tracks, 12 davon bekannte, digital überarbeitete Remixe. Die meisten Fans dürften diese Remasters von 2009 aber ohnehin schon mit dem Album „pop – the first 40 hits“ im Schrank stehen haben. Vielleicht haben sich Erasure selbst längst überlebt. Das zumindest denkt man, wenn man „Essential“ hört. Vielleicht wäre es auch besser die Band Erasure würde sich trennen, anstatt, wie Vince Clarke derzeit mit Martin L. Gore von Depeche Mode, ständig die kreative Energie ausschließlich in Nebenprojekte zu investieren. Dann würden Alben wie das unlängst von Clarke und Gore aufgelegte minimalistische 90er-Techno-Album „Ssss“ auch nicht mehr als Nebenprodukte wahrgenommen, sondern als das, was sie sind: Der aktuelle künstlerische Stand der Musiker.

Werbung

Die Tracks auf „Essential“ im Einzelnen

Wie Fans auf den ersten Blick unschwer erkennen, handelt es sich bei „Essential“ überwiegend um ein Remix-Album mit bekannten Remixes, die lediglich digital überarbeitet wurden.

  1. Who needs love (like that) (2009 Digital Remaster)
  2. It doesn’t have to be (2009 Digital Remaster)
  3. The circus (2009 Digital Remaster)
  4. You surround me (2009 Digital Remaster)
  5. Am I right? (2009 Digital Remaster)
  6. Sometimes (2009 Digital Remaster)
  7. When will I see you again
  8. Video killed the radio star
  9. Victim of love (2009 Digital Remaster)
  10. Ship of fools (2009 Digital Remaster)
  11. Star (2009 Digital Remaster)
  12. Everybody’s got to learn sometime
  13. Make me smile (Come up and see me)
  14. Chorus (2009 Digital Remaster)
  15. Always (2009 Digital Remaster)
  16. I love saturday (2009 Digital Remaster)

Werbung

Check Also

HEVC ist die Zukunft bei Fernsehern

HEVC ist die Zukunft in der Fernsehtechnologie. In ihrem aktuellen Fernseher-Test 2015 hat die Stiftung …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.