Facebook-Profil der Uschi G. Gerling teilt Fotos von anderen

Auf Facebook wird derzeit vor dem Facebook-Profil von Uschi G. Gerling gewarnt. Es handelt sich um folgenden Statusbeitrag: „Achtung!!!! An alle Eltern!!! hier gibt es eine Uschi G Gerling die Bilder von euren Kindern von eurer Seite teilt und mit perversen Kommentaren auf ihrer Seite stellt!!! Unbedingt aufpassen!!! Und weiter teilen!!!! Diese Frau ist polizeilich bekannt!!! TEILEN!!!“ Wer das Facebook-Profil von Uschi G. Gerlin öffnet, merkt sehr schnell, dass hier tatsächlich Fotos von anderen Facebook-Nutzern geteilt werden.

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Facebook-Profil der Uschi G. Gerling

Die Status-Meldung „Achtung!!!! An alle Eltern!!! hier gibt es eine Uschi G Gerling die Bilder von euren Kindern von eurer Seite teilt und mit perversen Kommentaren auf ihrer Seite stellt!!! Unbedingt aufpassen!!! Und weiter teilen!!!! Diese Frau ist polizeilich bekannt!!! TEILEN!!!“ verbreitet sich derzeit durch die Facebook-Community. Das Facebook-Profil von Uschi G. Gerling ist offensichtlich ein Fake-Profil. Allerdings teilt der Beitreiber/ die Betreiberin der Seite tatsächlich Fotos von anderen und versieht diese mit Kommentaren. Auch und gerade von Kindern, deren Eltern die Fotos in ihren Profilen veröffentlicht haben.

Es handelt sich hierbei um Fotos, die andere Facebook-Nutzer in ihren Profilen veröffentlicht und für die gesamte Öffentlichkeit freigegeben haben. Im Klartext: Die Sicherheitseinstellungen bei Facebook sind derart lax eingestellt, dass jeder Facebook-Nutzer die Fotos einsehen kann – weltweit.

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Facebook-Fotos: So kann man sich vor Missbrauch schützen

Wer vermeiden will, dass Fremde die Fotos aus dem eigenen Facebook-Profil weiter teilen, der muss einfach seine Sicherheitseinstellungen bei Facebook ändern. Es reicht meist ein Klick, um die entsprechenden Fotos nunmehr nur noch seiner Familie oder seinen Freunden zugänglich zu machen.

Gerade Eltern sollten dies beherzigen, denn das Internet vergisst nie. Die Fotos können zudem heruntergeladen und auf fremden Computern weltweit gespeichert werden. Auch ist es fraglich, ob die Kinder in ein paar Jahren begeistert sein werden, wenn „peinliche“ Kinderbilder von ihnen durchs Netz geistern. Von Cybermobbing einmal ganz abgesehen. Daher sollten Eltern keine Kinderbilder öffentlich posten. Wenn man Kinderbilder bei Facebook einstellt, dann sollte man diese nur seinem Facebook-Freundeskreis zugänglich machen. Es gibt im Internet zahlreiche Anleitungen, wie man seine Facebook-Sicherheitseinstellungen anpassen kann.

Uschi G. Gerling will angeblich Eltern wachrütteln

Im Facebook-Profil von Uschi G. Gerlin steht heute folgende Statusmeldung: „SO ein dank an alle Hater und LIKER ! leider ist mein Nachrichtenkasten voll. ich bitte keine NACHRICHTEN mehr zu schreiben! FREUNDSCHAFTSANFRAGEN werden auch nicht beantwortet oder abgelehnt! danke an (…) für die veröffentlichung! bin berühmt ! aber das was mich stört sind immer noch die Mütter und Väter die ihre Kinder Posten FUUUUUUU wieso????? denkt doch mal an die Kinder! nicht an euer EGO ! bin erstmal wech für ein paar Tage!“

Ein heres Anliegen, das Uschi G. Gerling hier vorbringt. Sicherlich hat sie insofern Recht, als dass Eltern die Fotos ihrer Kinder nicht öffentlich posten sollten. Auch andere Facebook-Nutzer sollten sich Gedanken über ihre Sicherheitseinstellungen machen. Fraglich bleibt das Vorgehen der Uschi G. Gerling. Kinder über, von deren Eltern bei Facebook veröffentlichten Fotos der Lächerlichkeit im Internet preiszugeben, ist nicht in Ordnung.

Rechtliche Konsequenzen für Uschi G. Gerling

Das Profil von Uschi G. Gerling ist ganz offensichtlich ein Fake-Profil. Das ist laut der Facebook-Statute nicht erlaubt. Betroffene Eltern können das Profil bei Facebook melden. Nach einer Prüfung müsste es alsbald gelöscht werden. Das Teilen von öffentlichen Fotos ist zwar nach den Facebook-Richtlinien erlaubt, jedoch stehen weder Facebook, noch Uschi G. Gerling hier nicht über dem Gesetz. Zivilrechtlich gegen Uschi G. Gerling vorzugehen ist nahezu aussichtslos. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft allerdings eine Möglichkeit.

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Wer sich selbst ein Bild vom Facebook-Profil machen will: Hier der Link.

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3 Kommentare

  1. Das Profil bzw dessen Betreiber macht sich kein Stück nach deutschem Recht strafbar, so lange die Kommentare nicht beleidigend (zum Bsp: „So ein Arschloch“) und als Satire erkenntlich sind. Da diese beiden Fakten so zutreffen wird sich auch kein Staatsanwalt mit dem Profil auseinandersetzen. Recht am eigenen Bild haben die betroffenen zwar aber dieses wird durch Facebook seine AGB´s so weit eingeschränkt, dass das Teilen der öffentlichen Bilder ebenfalls keinen Straftatbestand darstellt. Somit bleibt es zwar moralisch fragwürdig aber legal und wikungsvoll.

  2. C. Neukirchen

    @Jacp Apple
    Satire? Das ich nicht lache! Die Grenzen der Satire sind in der deutschen Rechtsprechung bislang äußerst eng gesteckt. Gerade wenn es um Persönlichkeitsrechte nicht öffentlicher Personen und von Minderjährigen geht. Das was hier passiert, ist keinesfalls Satire, noch ist es als solche gekennzeichnet. Wäre ich anstelle der Betroffenen, ich würde Anzeige erstatten.

    • Sehe das ähnlich, würde auch Anzeige erstatten. Außerdem gibt es einen kleinen aber gewichtigen Unterschied zwischen Urheberrecht an Fotos und Persönlichkeitsrecht. Einfach mal nachschlagen!

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