Mahnung

Ihre Mahnschreiben – Lastschrift konnte nicht vorgenommen werden

Wieder einmal sind gefälschte Mahnschreiben als E-Mails im Umlauf. Es geht um eine Bestellung, die man angeblich per automatischer Kontoabbuchung bestellt hat und deren Zahlung angeblich storniert wurde. Daher müsse man nun den Betrag zuzüglich Mahngebühren überweisen, ansonsten wird mit einem Gerichtsverfahren gedroht. Im Anhang befindet sich eine gefährliche zip-Datei.

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Gefälschte Mahnschreiben per E-Mail

Die E-Mail mit dem Mahnschreiben kommt von einer „Online Anwaltschaft Jannis Weiß und Commenius“.

„Verehrte(r) Kunde Hartmut Berger,

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die automatische Kontoabbuchung für die Bestellung vom 13.11.2013 ist leider storniert worden. Weitere Einzelheiten der Abrechnung und die Kontonummer zur Nachzahlung finden Sie in der angehängten Datei. Es wurden Überweisungen bis zum 02.12.2013 einbezogen. Unsere Kanzlei wurde gebeten den fälligen Betrag für Ihre Bestellung einzufordern. Dabei wird Ihnen eine Mahngebühr von 24,00 Euro verrechnet und die Gebühren unserer Beauftragung von 37,39 Euro.Der Betrag der Bestellung inklusive der Versandkosten ist 418,00 EU.Falls Sie die Überweisung verweigern sehen wir und gezwungen ein Gerichtsverfahren gegen Sie zu eröffnen. Ersparen Sie uns bitte weitere Maßnahmen gegen Ihre Person. Sie haben bis zum 9.12.2013 die letzte Chance die Summe zu zahlen. Sollten Sie eventuell den Betrag in den letzten Tagen schon beglichen haben, so sehen Sie bitte dieses Bescheid als gegenstandslos.
Mit freundlichen Grüßen
Online Anwaltschaft Jannis Weiß und Commenius an Hartmut Berger
<Hartmut Berger Forderung der abgewiesenen Buchung – In Auftrag Anwalt.zip>“

Angebliche Rechnung ohne rechtliche Grundlage

Die E-Mail ist gespickt mit Rechtschreib- und Formulierungsfehler. Außerdem fehlen, neben der nichtgerechtfertigten Rechnung auch noch weitere Inhalte, die rechtlich zwingend in ein Mahnschreiben gehören.

Das Internetportal spam-info.de schreibt außerdem zu einem früheren, aber ähnlich gelagerten Fall: „Problematisch ist des Weiteren, dass in dieser E-Mail keine nachzuvollziehenden Postadresse des jeweiligen Anwalts oder Inkassobüros angegeben ist – dies ist für Mahnungen allerdings ebenso notwendig, wie die klare Benennung des Gläubigers, für den der Geldbetrag eingefordert wird.“

Virengefahr: Anhang auf keinen Fall öffnen

Der Anhang ist auch hier eine zip-Datei. Entzippt man das Programm auf dem heimischen Rechner oder dem Smartphone, so installiert sich nicht selten ein Spionage-Programm, ein sogenannter Trojaner. Spam.info.de warnt auch hier: „Nutzer, die eine dieser Spam-Mails erhalten, sollten folgende Schritte beachten:

  1. Keinesfalls den E-Mail-Anhang öffnen (dieser kann verschiedene Endungen haben – besonders aber “zip”, “rar” oder “pdf”)
  2. Nicht auf die E-Mail antworten. Diese ist häufig geklaut und man erreicht nicht den echten Absender.
  3. In den Spam-Ordner des E-Mail-Programms verschieben oder gleich löschen

Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen – etwa weil in den zurückliegenden Monaten ein Kauf getätigt wurde, der dem Rechnungsbetrag der Spam-Mail ähnelt – muss erstens überprüft werden, ob dieser Rechnungsbetrag bereits bezahlt wurde. Zweitens kann in ungeklärten Fällen oder bei weiterhin bestehender Unsicherheit der Kundenservice des jeweiligen Anbieters, bei dem man den Kauf getätigt hat, weiterhelfen. Er informiert über eine möglicherweise noch ausstehende Zahlung.“

Online Anwaltschaft Jannis Weiß und Commenius gibt es nicht

Die angebliche Anwaltskanzlei „Jannis Weiß und Commenius“ gibt es nicht. Weder dem Branchenverzeichnis, noch der Bundesanwaltkammer ist nach Recherchen von verbraucherpapst.de eine solche Kanzlei bekannt. Eine reine „Online Anwaltschaft“ gibt es überdies überhaupt nicht.

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Die Betrüger machen sich hier lediglich die Angst vor einem vermeintlichen Rechtsstreit vor Gericht zu Nutze. Unser Tipp: Löschen Sie daher eine solche Mail sofort nach Erhalt. Ordnungsgemäße Mahnschreiben kommen ohnehin in aller Regel per Briefpost.

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Ein Kommentar

  1. Einen schönen guten Tag.
    Ich habe auch eine Online Mahnung erhalten. Das Rechnungsdatum soll der 01.01.2014 gewesen sein. Der Rechnungsbetrag sind 237,00 Euro und die kosten der Beauftragung belaufen sich auf 37,84 Euro.
    Im Anhang ist eine Lastschrift.zip. Beim versuch die Datei zu öffnen ging sämtliche Vierenwarnungen auf.
    Wie Soll ich mich verhalten? Ich weiß das mein Konto immer gedeckt ist. Die e-mail habe ich noch auf meinen Rechner.
    Es wäre schön von Ihnen eine Antwort zu bekommen wie ich mich weiter verhalten soll.
    mfG Iffert

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