video-on-demand-center-ag

Spam-Warnung: Vorsicht vor Mails von Video-on-Demand Center AG

Aktuell ist eine Spam-Mail von der Video-on-Demand Center AG im Umlauf. Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, die von angeblichen Mediendiensten ausgeht. Auf gar keinen Fall solle man auf diese Mail mit dem Titel „Online-Rechnung“ antworten und schon gar nicht den Mail-Anhang öffnen. Laut Präventionsportal der Polizei Niedersachsen handelt es sich um Nachrichten, die den Empfängern vorgaukeln, sie hätten ein Video-on-Demand-Abo abgeschlossen. Außerdem werden die Empfänger aufgefordert, binnen einer Woche eine Abo-Gebühr zu entrichten, andernfalls drohten Mahngebühren. Doch sowohl die Abo-Gebühren als auch die drohenden Mahngebühren sind – genauso wie die angebliche Video-on-Demand-Firma – frei erfunden. Es geht den Absendern vielmehr darum, über den Mail-Anhang eine Schadsoftware (Trojaner oder Viren) auf dem Empfänger-PC einzuschleusen, um den Rechner auszuspähen oder gar lahmzulegen.

Werbung

E-Mail von Video-on-Demand Center AG ist gefährlich

Der Inhalt der E-Mails, mit denen aktuell Schadsoftware an unzählige E-Mail-Empfänger versendet wird, soll die Adressaten verunsichern. Die E-Mail macht dem Empfänger vor, er habe ein Online-Abo abgeschlossen. Eine Version des Mailtextes lautet beispielsweise so:

Sehr geehrter Nutzer [xyz],

Werbung

wir begrüßen Sie als neuen Kunden und bedanken uns bei Ihnen für Ihr Vertrauen. Wir weisen Sie freundlich darauf hin, dass durch die Annahme der AGBs von Video-on-Demand Center AG ein gültiger Vertrag abgeschlossen wurde.

Die Rechnung ist innerhalb von 7 Tagen zu begleichen. In der beigefügten Datei finden Sie nochmal die Bestätigung mit unseren Bankverbindung Falls Ihnen unsere Dienste nicht gefallen, können Sie ohne Probleme innerhalb von einem Monat mit Hilfe des im Anhang befindlichen Antrages den Vertrag stornieren.

Die 30 tägige Abo Gebühr beträgt 39,95 €. Die Laufzeit Ihres ABOs beträgt 12 Monate und kann jeweils zum Monatsende gekündigt werden.

Sollten wir weder eine Zahlung, noch eine Kündigung innerhalb von 7 Tagen erhalten, werden wir die Kosten des Mahnverfahrens und Verzugszinsen Ihnen in Rechnung stellen müssen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Unterhaltung auf unserer Plattform.

Werbung

Mit freundlichen Grüßen.

Giropay Online Billing GmbH Hannes Scwartz
Video-on-Demand Center AG

Spam-Mail wirkt wie Abo-Abzocke

Die Masche hinter den Spam-Mails ist bösartig und raffiniert zugleich. Zunächst wird dem Empfänger vorgemacht, er hätte einen Abo-Vertrag geschlossen und müsse künftig monatlich eine bestimmte Summe zahlen – andernfalls drohe ein Mahnverfahren. Mittlerweile hat wahrscheinlich jeder Internet-Nutzer schon einmal von Abofallen im Internet gehört. Der Inhalt der E-Mail stinkt also gewaltig nach Abzocke und weckt sofort den Impuls, gegen die unberechtigte Forderung vorzugehen.

Untypisch für diese Art von Abo-Abzocke ist allerdings die angebliche Bestellbestätigung sowie der angebliche Kündigungsantrag, die sich im Mail-Anhang befinden sollen. Perfiderweise handelt es sich dabei um eine zip-Datei mit personalisiertem Dateinamen. Der Dateiname beinhaltet neben dem aktuellen Datum auch den Namen des Empfängers.

Das personalisierte Anschreiben sowie der personalisierte Mail-Anhang sollen dem Empfänger suggerieren, es handele sich um eine echte Forderung. Dabei steckt im Anhang eine böse Überraschung für den Empfänger. Sobald der Anhang geöffnet wird, installiert sich automatisch Schadsoftware auf dem Rechner und der PC ist infiziert. Daher rät die Polizei, den E-Mail-Anhang unter keinen Umständen zu öffnen – egal mit welchem Endgerät. Ebensowenig sollte man auf die Spam-Mail antworten. Denn dadurch würde man dem Absender den Hinweis geben, dass die eigene E-Mail-Adresse aktuell ist und für weitere Spam-Mails genutzt werden kann.

Polizei warnt vor verschiedenen Varianten der Spam-Mails

Die Texte in den gemeldeten Spam-Mails können laut Polizei Niedersachsen variieren. In einigen Fällen nennt sich der Absender Media Center GmbH, Giropay Online Service AG, in anderen Fällen wiederum Media Plattform GmbH, Payment Billing GmbH oder Video-on-Demand Center GmbH, Payment Service AG.

Bekannt sind auch Betrugsversuche von folgenden angeblichen Firmen: Media Plattform AG, Letspay Office GmbH, Giro Online Billing AG, Media Service AG oder auch Video Service AG.

Die angeblichen Personen, die am Ende der Spam-Mails unterschreiben, nennen sich unter anderem Jeremy Klein, Mika Martin, Samuel Reuss, Oliver Lang oder Ben Schröder. Auch folgende Namen wurden laut Polizei verwendet: Stefan Stommel, Lennard Massys, Mohammed Volk, Noah Welser, Anton Winter, Jason Franck, Emil Krüger und Tim Schmitt.

Was tun, wenn der Anhang bereits geöffnet wurde?

Wer den Anhang bereits geöffnet hat, sollte dringend einen Virenscan mit einem aktuellen Antivirenprogramm auf seinem Rechner durchführen. Das gleiche gilt, wenn der Mail-Anhang mit einem Smartphone oder mit einem Tablet geöffnet wurde. Allerdings wird diese Schadsoftware längst nicht von allen Antiviren-Programmen erkannt, so die Polizei. Daher empfehle sich die Nutzung eines zweiten Tools, z.B. den EU-Cleaner von botfrei, mit dem man eine weitere Meinung einholen kann.

Check Also

Stau

Stau an Ostern: Diese Autobahnen werden voll

Stau! An Ostern wird es wieder voll auf Deutschlands Autobahnen. Bereits mit dem Ferienbeginn in …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.