Spotify: Kostenloses und legales Online-Musik-Portal in Deutschland gestartet

Legal und gratis Musik hören – dank Spotify ist das jetzt auch in Deutschland möglich. Deutschland ist das 13. Land, in dem der kostenlose Online-Musik-Dienst Spotify abrufbar ist. Musikfans aus ganz Deutschland fiebern seit Wochen auf den Start der Plattform Spotify hin. In Österreich und der Schweiz kommen Freunde kostenloser Musik schon länger in den Genuss von Spotify. Experten sind sind sich sicher: Spotify wird den deutschen Musikmarkt revolutionieren. Während bisher Musik-Plattformen wie iTunes, Musicload oder Napster Songs nur gegen Bezahlung anbieten, ist das Anhören der Songs bei Spotify im Basistarif kostenlos. Allerdings nur als Streaming und nicht als mp3. Wie Spotify funktioniert und ob es wirklich keine versteckten Fallen gibt, das erfahren Sie jetzt:

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Gratis-Musik-Portal mit erstklassigen Songs?

Spotify ist ein Online-Musik-Portal mit insgesamt ungefähr 16 Millionen Liedern, die Mitglieder im Basistarif legal und kostenlos hören können. Lediglich die Einblendung von Werbebannern muss man in Kauf nehmen. Man kann die Songs jedoch nicht runterladen, sondern nur per Streaming anhören. Bei Spotify finden sich nicht nur drittklassige Interpreten wie auf anderen Gratis-Plattformen, sondern auch erstklassige Künstler aus den Charts und aus vergangenen Tagen. So sind die Kult-Hits von Simon und Garfunkel, den Beach Boys und Queen genauso zu finden, wie beispielsweise aktuellere Songs der Pop-Titanen von Depeche Mode oder REM bis hin zu aktuellen Titeln beispielsweise von Lady Gaga oder Example. Die Songs kann man in einer Playlist speichern und sich so oft anhören wie man will. Die Songs gehen aber anders als bei den Bezahl-Plattformen nicht in den Besitz über. Deshalb kann man sie nur anhören, nicht jedoch als mp3 downloaden und speichern.

Wie funktioniert Spotify?

Will man Spotify nutzen um Musik zu hören, muss man zunächst eine auf der Internetseite zur Verfügung stehende Gratis-Software downloaden. Spotify wird nämlich nicht über den Browser genutzt, sondern über das heruntergeladene Programm. Nur mit diesem Programm kann man auf den Spotify-Musikkatalog zugreifen und aus den 16 Millionen Titeln auswählen. Eine weitere Sache ist zu beachten: Spotify funktioniert nur mit einem Facebook-Account. Nur wer Mitglied bei Facebook ist, kann den Dienst nutzen. Man muss seine Facebook-Zugangsdaten angeben und alles was man bei Spotify anhört, ist automatisch auch bei Facebook zu sehen.

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Aber Vorsicht: Bei der Anmeldung erscheint ein kleines Fenster, dass künftig alles, was man bei Spotify tut, bei Facebook geteilt wird. Sprich: Jeder Song, den man sich anhört, wird den Freunden gemeldet. Das kann mitunter ziemlich peinlich werden, daher besteht zum Glück auch die Möglichkeit, diese Funktion zu deaktivieren. Im Menü vom Spotify-Programm auf der Festplatte geht man unter „Bearbeiten“ und „Einstellungen“ zu dem Punkt „Musik, die ich höre, auf Facebook teilen“ und entfernt dort einfach das Häkchen. Danach wird nichts mehr automatisch veröffentlicht, man hat aber dennoch die Möglichkeit einzelne Titel, die man sich angehört hat, manuell bei Facebook zu posten.

Was kann die Kostenlos-Version von Spotify?

Es gibt drei Modelle einer Spotify-Mitgliedschaft, zwischen denen man wählen kann. Die einfachste Variante ist die sogenannte „Spotify Free“-Mitgliedschaft. Wie der Name schon sagt ist diese Mitgliedschaft kostenlos. Man hat zunächst unbeschränkten Zugang zu allen 16 Millionen Musiktiteln im Katalog und man kann sie anhören so oft man will. Einziger Nachteil: Man muss Werbeeinblendungen hinnehmen. Nach einem halben Jahr Mitgliedschaft verschlechtern sich jedoch die Konditionen. Danach kann man Musik nur noch 10 Stunden pro Monat anhören und ein und denselben Titel nur noch fünf mal spielen.

Die zweite Variante nennt sich „Spotify Unlimited“-Mitgliedschaft. Diese kostet 4,99 Euro im Monat. Im Unterschied zur kostenlosen Version gibt es hier keine nervigen Werbeeinblendungen und nach einem halben Jahr verschlechtern sich auch nicht die KOnditionen. Man hat weiterhin uneingeschränkten Zugang zu allen Titeln und kann diese so oft man will anhören.

Als dritte Variante gibt es noch die Luxus-Mitgliedschaft, die sogenannte „Spotify Premium Membership“. Die kostet allerdings bereits 9,99 Euro im Monat. Sie ist ebenfalls werbefrei und man hat natürlich auch unbeschränkten Zugang zu allen Titeln. Weiterer Vorteil der Premium-Mitgliedschaft: Man kann die Songs im Gegensatz zu den anderen Modellen auch offline hören. Die Songs liegen dann zwar weiterhin nicht als mp3-files vor, können aber als Offline-Streaming vom Programm auf der Festplatte abgespielt werden. Mit einem Premium-Account kann man Spotify auch unterwegs auf dem iPhone, oder Android-/ Windows-Smartphone nutzen.

Wer steckt dahinter und ist das legal?

Spotify gibt es seit 2006. Das Unternehmen Spotify wurde von Daniel Ek (ehemaliger CTO von stardoll.com) und Martin Lorentzon (ehemaliger CEO von TradeDoubler) in Stockholm gegründet. Seitdem haben die Schweden in weitere zwölf Länder expandiert – seit heute auch nach Deutschland.

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Die gute Nachricht für alle Musik-Fans: Spotify ist legal! Die Plattform hat mit der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema einen Vertrag geschlossen. Dieser sieht vor, dass Musiktitel auf Spotify gestreamt, gespielt und angehört werden dürfen. Spotify entrichtet dafür eine Gebühr an die Gema, die diese dann wiederum an die Rechtinhaber bzw. Musiker weiterleitet. Es wird also nicht der Fall eintreten, dass bestimmte Songs wie bei Youtube nicht mehr abgespielt werden können, weil es keine Gema-Rechte für Deutschland gibt. Dadurch, dass Spotify die Rechte pauschal bei der Gema einkauft, ist das Hören der Musik in Deutschland für die Nutzer legal. Es gibt also keine Abmahnungen wegen illegalen Downloads oder ähnliches.

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Ein Kommentar

  1. frank bennert

    also versteckte fallen gibt es doch ! wenn jemand es nicht weiß und auf abonnieren einer playlist geht , kauft er die musik des anderen ! wie sonst, soll ich mir erklären, dass knapp 4,99 euro für gekaufte musik abgebucht worden sind.
    ich war der meinung, dass mit den 9,90 euro alles abgegolten ist. das war ein irrtum und so habe ich das abo natürlich sofort wieder entfernt.
    gruß frank

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