Topdeals-Auktionen manipuliert? Schnäppchen-Portal in der Kritik

Schnäppchen-Reisen ab 1 Euro? Die Auktionsplattform topdeals.de wirbt derzeit mit solchen Reise-Angeboten. Und die Angebote klingen fast zu schön um wahr zu sein. Laut Recherchen von Spiegel TV scheint hinter den Auktions-Schnäppchen möglicherweise eine Abzock-Masche zu stecken. Die Auktionen seien durch Biet-Roboter manipuliert worden, um höhere Preise für die angebotenen Reisen und andere Freizeitangebote in die Höhe zu treiben. Spiegel-online.de zitiert den IT-Rechtsexperten Clemens Rasch: „Durch Automaten manipulierte Auktionen wären rechtlich höchst bedenklich.“

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Das Versteigerungs-Portal topdeals.de manipuliert möglicherweise die Auktionen durch Biet-Roboter, berichtet das Magazin Spiegel-TV und beruft sich dabei auf eigene Recherchen. Das Geschäftsmodell von topdeals sei im Grunde eine Verknüpfung der Gutschein-Idee von Groupon mit dem Versteigerungs-Prinzip von Ebay. Laut Werbung seien Traumurlaube „ab einem Euro“ möglich. In Wahrheit liege der Zuschlag meist bei viel höheren Geboten, so Spiegel-online.de.

Die Recherchen von Spiegel TV haben ergeben, dass die Firma Topdeals möglicherweise Computer-Programme einsetzt, um die Gebote für die angeblichen Schnäppchen-Reisen und andere Angebote in die Höhe zu treiben. Die hierfür verwendete Software seien sogenannten Biet-Bots oder Biet-Roboter. Diese sollen durch automatisierte Gebote dazu führen, dass die Versteigerung erst bei einem von topdeals festgelegten Richtpreis enden solle, so Spiegel online. Hinter Usernamen wie DirkJ10 oder MariaG59 stecken angeblich keine echten Mitbieter sondern die erwähnten Biet-Programme. Die echten User wiederum würden durch diese Methoden für die vermeintlichen Schnäppchen zu viel bezahlen, heißt es in dem Bericht.

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Bereits vor einigen Tagen hatte das Magazin Spiegel TV kritisch über die Auktions-Deals von topdeals.de berichtet. Die Betreiber des Portals hatten damals den Einsatz von Biet-Robotern bestritten. Zu den jüngsten Recherchen von Spiegel TV will sich das Unternehmen laut Spiegel online diesmal nicht äußern.

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3 Kommentare

  1. aladoo.de macht es exakt genauso!

  2. Das war und ist doch klar, ansonsten würde so ein Geschäftskonzept doch gar nicht funktionieren. Bei Groupon kann man zumindest noch den Richtpreis eingeben, aber da ist man einfach in freier Hand. Wer möchte sich denn so einem Risiko aussetzen?

  3. Anders würden solche Geschäftsmodelle auch nicht funktionieren. Die machen das bestimmt nicht um Kunden Glücklich zu machen. Die wollen doch nur den Reibach… 😉

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