Google Doodle: Ehrung für den Erfinder des Reißverschlusses Gideon Sundback

Wer heute auf der Google-Startseite unterwegs ist wird sich über einen Reißverschluss wundern, der die Mitte der Suchmaske teilt. Der Google-Schriftzug ist zudem in stick-Optik. Zieht man den Reißverschluss nach unten, so öffnet sich die Suche nach dem heutigen Doodle von Google. Heute wird Gideon Sundback geehrt. Gideon Sundback? Kaum einer kennt ihn, dabei sollte ihn, gemessen an seiner Erfindung, ein jeder von uns kennen. Denn jeder von uns hat seine Erfindung zu Hause im Kleiderschrank.

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Der Reißverschluss: Ein Welterfolg erfunden von Gideon Sundback

Gideon Sundback wurde am 24. April 1880, also heute vor 132 Jahren in Ödestugu in der schwedischen Privinz Smaland geboren. Nach der Schulzeit ging er nach Deutschland. In Bingen studierte er am dortigen „Rheinischen Technikum“ Maschinenbau. Er schloss sein Studium 1903 mit einem Diplom ab. Zwei Jahre später wanderte er in die USA aus, wo er seine spätere Frau Elvira Aronson kennen lernte. 1905 wurde geheiratet, aber kurz darauf verstarb seine Frau. Gideon Sundback versuchte seinen Kummer in Arbeit zu ertränken. Sein größter Erfolg: Der Durchbruch des Reißverschlusses im Dezember 1913.

Die Erfindung an sich geht zwar nicht auf ihn zurück, jedoch machte er den Reißverschluss für Textilien massenkompatibel. Anfangs gab es den Reißverschluss nur bei Schuhen. Doch der praktische nutzen setzte sich bald auch bei Hosen und Röcken durch. Heute ist der Reißverschluss aus der Modebranche nicht mehr wegzudenken. Und das ist Gideon Sundbacks Verdienst. Damit hat er die heutige Ehrung durch das aktuelle Google-Doodle mehr als verdient. Den weltweiten Siegeszug erlebte Sundback noch, er starb 1954 im Alter von 74 Jahren in Meadville Pennsylvania.

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So funktioniert ein Reißverschluss

Der Reißverschluss funktioniert nach einem genialen Prinzip. Jeder Streifen hat feine Metall- oder Kunststoffzähne, die beim Schließen durch einen Schieber ineinandergehakt werden. Durch die Verdickung am oberen Ende der Zähne hält der Reißverschluss zusammen.

Von den zwei Streifen eines Reißverschlusses ist eine rechts- und eine links gewendelt. So können sie sich ineinander verhaken.  An einem Reißverschluss für Zelte mit grober Zahnteilung ist mit einer Lupe gut erkennbar, dass die Spiralen sich deshalb verhaken lassen, weil die beiden Enden dort, wo sie einander durchdringen, am stärksten gekrümmt sind und genau dort an der Schlaufenspitze sich der Kunststoffdraht um etwa 50 % verbreitert und einen T-Doppelhaken bildet. Wechselweise halten zwei Schleifen des einen Streifens die T-Haken einer Schleifenspitze der anderen Helix und umgekehrt. Durch diese Art der Verhakung wird der gute Zusammenhalt des Reißverschlusses erreicht.

Es gibt teilbare und nichtteilbare Reißverschlüsse. Eine besondere Form des teilbaren Reißverschlusses ist der Zwei-Wege-Reißverschluss, der sich an beiden Enden öffnen oder schließen lässt.

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